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vom 05.04.2017, aktuelle Version,

Martin Fiala (Komponist)

Martin L. Fiala (* 28. Dezember 1964 in St. Pölten) ist ein österreichischer Komponist, Chor- und Orchesterdirigent, Musikpädagoge und Musikwissenschaftler.

Biographie

Martin L. Fiala besuchte zuerst das Bundesgymnasium Steyr, wechselte an das Musikgymnasium Linz und maturierte im Jahr 1985 am Musikgymnasium in Linz. Fiala studierte Musikwissenschaft an der Universität Wien (Sponsion zum Magister der Philosophie - mit Auszeichnung), Instrumentalpädagogik mit Schwerpunkt Komposition und Arrangement an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz (Sponsion zum Master of Arts - mit Auszeichnung) und am Brucknerkonservatorium Linz Komposition (Diplom 1996), Musiktheorie (Diplom 1989) und Instrumentallehramt Violine (staatliche Lehrbefähigungsprüfung 1988). Von 2002-2004 absolvierte er den Musik & Medien - Lehrgang der OÖ. Landesmusikdirektion, das Zertifikat erhielt er im Jahr 2004. Derzeit absolviert er ein Doktoratsstudium Musikwissenschaft an der Universität Wien (geplanter Studienabschluss 2017) mit folgendem Dissertationsthema: Leben und Werk des Komponisten P. Sebastian Ertel (auch: Erthel, Ertl, Ertelius, um 1550/60 Mariazell, Stmk. - 13.7.1618 Garsten, OÖ.). Die Bedeutung seiner Musik in der österreichischen Musikgeschichte und im analytischen Vergleich mit europäischen Komponisten seiner Zeit.

Martin L. Fiala unternahm ethnologische Studienreisen nach Südamerika (Brasilien), in die Karibik (Kuba), nach Asien (Thailand, Indonesien) und nach Nordafrika und ist seit 1989 als Musikschullehrer (Violine, Klavier, Chorerziehung, Streichorchester, Musiktheorie) tätig. Seit 2003 lehrt er das Fach "Komposition" an der Musikschule Steyr. Er komponiert sowohl für traditionelles Instrumentarium als auch elektronische, elektroakustische und Computermusik.

Preise und Auszeichnungen

  • 2016 - Oberösterreichischer Leistungspreis - Kategorie Wissenschaft. 3. Preis für das Forschungsprojekt: Leben & Werk des Komponisten P. Sebastian Ertel (auch: Erthel, Ertl, Ertelius, um 1550/60 Mariazell, Stmk. - 13.7.1618 Garsten, OÖ.). Die Bedeutung seiner Musik in der österreichischen Musikgeschichte und im analytischen Vergleich mit europäischen Komponisten seiner Zeit.[1]
  • 2014 - Ehrenurkunde des Chorverbandes Oberösterreich in Würdigung der Leistungen und Verdienste um das kulturelle Leben in Steyr.
  • 2014 - Die Note in Silber des Chorverbandes Oberösterreich in Würdigung der hervorragenden Verdienste um das Chorwesen.
  • 2010 - Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens der Republik Österreich durch Bundespräsident Dr. Heinz Fischer.
  • 2008 - von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer in Würdigung langjähriger Verdienste zum OÖ. Konsulenten für Musikpflege ernannt.
  • 1996 - Anton Bruckner-Festmedaille für besondere Verdienste um das Chorwesen im Brucknerjahr 1996 (Oberösterreichisch - Salzburgischer Sängerbund).
  • 1994 - Die Note in Bronze des Oberösterreichisch-Salzburgischen Sängerbundes in Würdigung der hervorragenden Verdienste um das Chorwesen.
  • 1993 - Kunstförderungsstipendium der Stadt Linz in Anerkennung und Förderung der Leistungen auf dem Gebiet der Musik (Komposition).
  • 1992 - Endrundenteilnehmer (3 Kandidaten) gemeinsam mit Helmut Gugerbauer in einer der vier ausgeschriebenen Kategorien beim Internationalen Wettbewerb um den Midi-Go-Award 1992 (Hamburg/Frankfurt) mit der Komposition „Jesus von Nazareth“.
  • 1991 - Stipendium des Akademischen Senates der Universität Wien.
  • 1990 - Endrundenteilnehmer beim Liederwettbewerb „Singt mir vom Leben - Liederlich Lebendiges“ in Sankt Pölten/Niederösterreich (Aktion Leben/Musica e vita).
  • 1990 - Helmut Schiff-Schenkung (Linz, für Komposition).
  • 1988 - Erster Österreichischer Jugendpreis (Wien) für Komposition, sowie Sonderpreis des Landes Oberösterreich mit den Kompositionen: „grenzenlos“, „Jesus von Nazareth“, „Inmitten aller Vergänglichkeit“ u.a.
  • 1986 - Erster Österreichischer Jugendpreis (Wien) für Komposition, sowie Sonderpreis des Landes Oberösterreich mit: „Die letzten sieben Tage...“ - Oratorium.

Werke Auswahl

Fiala verfasste bis 1996 32 Werke. Die ersten zehn sind:

  • op. 1: Sonate für Gitarre solo, Es-Dur; (1983; Uraufführung am 8. April 1983 in Steyr, Petra Lehner - Gitarre; ca. 4′15″).
  • op. 2:„Hoffnung“, Sonate für Violine, Gitarre und Klavier, c-moll; (1983; Uraufführung am 8. April 1983 in Steyr, Wolfgang Pötsch - Violine, Petra Lehner - Gitarre, und Werner Schröckmayr - Klavier; ca. 8′15″).
  • op. 3:„Psalm 106“, für Sopransolo, gemischten Chor und Orgel; (1983; meiner Schwester Bettina zur Hochzeit gewidmet, Uraufführung am 25. Juni 1983 in Steyr-Christkindl, Elisabeth Würzburger - Sopran, Thomas Kerbl - Orgel, Ensemble aus dem Musikgymnasium Linz, Gesamtleitung: Martin L. Fiala; ca. 6′).
  • op. 4: „facilities“, Sonate für Querflöte und Gitarre; (1985; Uraufführung am 23. September 1985 in Steyr, Gerhard Peyrer - Querflöte, Werner Kruglhuber - Gitarre; ca. 3′).
  • op. 5: Fünf Miniaturen für Klavier solo; (1986; Uraufführung am 4. März 1988 in Steyr, Martin L. Fiala - Klavier, Helmut Gugerbauer - Klavier; ca. 5′).
  • op. 6: Kadenzen zu W. A. Mozarts Violinkonzert - G-Dur, KV 216; (1987; Uraufführung am 25. Juni 1987 in Linz, Martin L. Fiala - Violine; ca. 4′20″).
  • op. 7: „Odyssee oder die Stationen einer Kreuzfahrt“, Sonate für Horn und Klavier; (1987; Rundfunkproduktion am 23. Februar 1988 im Landesstudio Oberösterreich in Linz, Helmut Gugerbauer - Horn, Martin L. Fiala - Klavier; öffentliche Uraufführung im Konzert am 4. März 1988 in Steyr, Helmut Gugerbauer - Horn, Martin L. Fiala - Klavier; ca. 4′50″).
  • op. 8: „Augenblicke“ oder „musical moments“, Sechs Dialoge für Violine und Klavier; (1987; Uraufführung am 5. März 1988 in St. Valentin, Christoph Bitzinger - Violine, Gerhard Geretschläger - Klavier; ca. 6′45″).
  • op. 9: „Fünf Begegnungen“ für Violine und Schlaginstrumente; (1989; Uraufführung am 7. Februar 1990 in Linz, Bohumil Semik - Violine, Johann Gschwandtner - Schlagwerk, Michael Mitterlehner - Schlagwerk, Gottfried Preining -Schlagwerk; ca. 8′10″).
  • op. 10: „Passacaglia“ für Orgel solo; (1996; Uraufführung am 26. Oktober 1996 in der Stadtpfarrkirche in Steyr, Helmut Gugerbauer - Orgel).

Bibliografie

  • Kulturland Niederösterreich 2003/2004, 3. Aufl., Stand Februar - Juni 2003, 1 Band; Herausgeber: Patricia Hladschik & Hannes Vyoral, Verleger: Kunstverkehr, Wien 2003.
  • Kulturland Niederösterreich 2001/2002, 1. Aufl., Stand Nov./Dez. 2000, 2 Bände; Herausgeber: Patricia Hladschik & Hannes Vyoral, Verleger: Kunstverkehr, Wien 2000.
  • Österreichisches Musiklexikon (oeml), Band 1, von Abbado bis Fux (A - F); Herausgegeben von Rudolf Flotzinger, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002.
  • Barbara Boisits, Art. „Fiala, Martin Ludwig“, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, (http://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_F/Fiala_Martin.xml).
  • Lexikon zeitgenössischer Musik aus Österreich - Komponisten und Komponistinnen des 20. Jahrhunderts;  Herausgegeben von Bernhard Günther, Music Information Center Austria, Wien 1997.
  • Martin Ludwig Fiala, in: Online-Datenbank, mica - music austria, Music Information Center Austria, Wien - http://db.musicaustria.at/node/68908
  • CD-ROM: Österreichische Komponisten des 20. Jahrhunderts - Datenbank (ao. Univ.-Prof. Dr. Margareta Saary; planet X-Productions, 1995).

Einzelnachweise

  1. Land Oberösterreich - 2. OÖ. Leistungspreis verliehen – „Hagenberg-Pionier“ Prof. Bruno Buchberger für Lebensleistung geehrt. Abgerufen am 10. März 2017 (deutsch).