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vom 08.06.2020, aktuelle Version,

Martin Huber (Politiker, 1970)

Martin Huber (2013)

Martin Huber (* 15. März 1970 in Amstetten, Niederösterreich) ist ein österreichischer Politiker (FPÖ) und seit 2008 Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich. Er war vom 22. März 2018 bis zur Suspendierung seiner Parteimitgliedschaft durch den Bundesparteiobmann am 21. September 2019 Klubobmann der FPÖ im niederösterreichischen Landtag.[1][2]

Leben

Martin Huber lebt in Blindenmarkt und ist verheiratet. Er besuchte nach der Volksschule eine Hauptschule und absolvierte im Anschluss das Francisco Josephinum in Wieselburg. Nach der Matura in Wieselburg besuchte Huber ein Kolleg für Kunststofftechnik am TGM Wien und arbeitete ab 1990 in einem technischen Büro. 1993 übernahm er die technische Leitung in einem Betrieb der Mischfutterindustrie, ab 2003 war er Projektleiter in der Automobiltechnik.

Politik

Huber wurde 2004 Landesgeschäftsführer der FPÖ Niederösterreich und ist seit 2005 geschäftsführender Gemeinderat in Blindenmarkt. Er hatte ab 2002 die Funktion des Ortsparteiobmanns von Blindenmarkt inne und wurde 2001 Mitglied der Bezirksparteileitung Melk. Ab 2003 war er Bezirksparteiobmann-Stellvertreter der FPÖ im Bezirk Melk, ab 2004 zudem Mitglied der Landesparteileitung, des Landesparteivorstands und des Landesparteipräsidiums. 2005 wurde er als Mitglied in die Bundesparteileitung gewählt. Ab dem 10. April 2008 vertrat Huber die FPÖ im niederösterreichischen Landtag.

Am 1. März 2018 wurde bekannt, dass Martin Huber Gottfried Waldhäusl, der als Landesrat in die niederösterreichische Landesregierung einzieht, in seiner bisherigen Funktion als Klubobmann im niederösterreichischen Landtag nachfolgen wird.[1] Am 22. März 2018, mit der Konstituierung des Landtages der XIX. Gesetzgebungsperiode, trat Huber sein Amt als FPÖ-Klubobmann an.

Am 21. September 2019 wurde Huber vom Parteichef Norbert Hofer aus der FPÖ suspendiert. Anlass war ein Facebook-Posting Hubers von 2014, in dem er am 20. April, dem Geburtstag Adolf Hitlers, „jene, die heute Geburtstag haben“, beglückwünschte. Er habe sonst an keinem Tag Geburtstagsglückwünsche ausgesprochen.[3]

Huber blieb als fraktionsloser Abgeordneter im Landtag.[4] Ein Parteiausschluss, der zunächst für die erste Sitzung der Bundesparteileitung nach der Nationalratswahl 2019 angekündigt worden war,[5] erfolgte bisher nicht (Stand 6. Jänner 2020). Anfang Jänner 2020 präsentierte Huber seine neue Liste Plan B für den Gemeinderatswahlkampf, der auch weitere ehemalige Mandatare der Blindenmarkter FPÖ angehören.[6]

Auszeichnungen

Commons: Martin Huber  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 FPÖ: Martin Huber wird neuer Klubobmann. In: noe.orf.at. 1. März 2018, abgerufen am 1. März 2018.
  2. Politik: FPÖ: Hofer suspendiert Klubobmann Huber. In: noe.orf.at. 21. September 2019, abgerufen am 21. September 2019.
  3. FPÖ-Chef Hofer suspendiert niederösterreichischen Klubobmann. In: derStandard.at. 21. September 2019, abgerufen am 21. September 2019.
  4. Martin Huber bleibt Landtagsabgeordneter. In: ORF.at. 24. September 2019, abgerufen am 24. September 2019.
  5. Politik: Ausschluss von Martin Huber aus FPÖ ist fix. 22. September 2019, abgerufen am 22. September 2019.
  6. Ex-Klubobmann der FPÖ Niederösterreich startet neue Liste. In: derstandard.at. 6. Jänner 2020, abgerufen am 7. Jänner 2020.
  7. Ehrenzeichen für 18 ehemalige und amtierende Landtagsabgeordnete. Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, 22. Jänner 2019.