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vom 15.09.2018, aktuelle Version,

Neues Landhaus (Innsbruck)

Neues Landhaus von 1939 vor der Neugestaltung des Platzes
Neues Landhaus nach der Neugestaltung des Platzes
Landhaus 2 von 2005

Das Neue Landhaus in Innsbruck ist der Sitz verschiedener Verwaltungseinrichtungen des Landes Tirol.

Das Gebäude wurde 1938/1939 in der Zeit des Nationalsozialismus als Verwaltungssitz („Gauhaus“) für den neu eingerichteten Reichsgau Tirol-Vorarlberg errichtet. Über dem Seiteneingang sind noch das Tiroler und das Vorarlberger Wappen zu sehen, die für den Gau standen. Das Alte Landhaus aus dem 18. Jahrhundert war für den nationalsozialistischen Verwaltungsapparat zu klein, so dass das neoklassizistische Neue Landhaus als Erweiterungsbau errichtet wurde. Es sollte – wie in den übrigen Gauhauptstädten – Bestandteil eines Gauforums werden, doch die ab 1940 dafür entwickelten Pläne wurden nicht mehr realisiert.

Heute beherbergt das Neue Landhaus zusammen mit einem 2005 eröffneten Neubau („Landhaus 2“) verschiedene Landeseinrichtungen. Gegenüber dem neuen Landhaus befindet sich das 1946 bis 1948 erbaute Befreiungsdenkmal, in dessen Nähe das 1997 errichtete Pogromdenkmal zum Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome 1938.

Nach einem baukünstlerischer Wettbewerb im Jahre 2008 wurde der Platz vor dem Landhaus von den Autos befreit und neu gestaltet. Nach Plänen der Architektengemeinschaft ARGE LAAC/Stiefel Kramer/Grüner wurde eine urbane Bodenplastik angelegt, die sich über den ganzen Platz erstreckt.

  Commons: Neues Landhaus (Innsbruck)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien