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vom 19.03.2018, aktuelle Version,

Befreiungsdenkmal (Innsbruck)

Frontseite (2007)
Rückseite (2007), davor der Brunnen und das Pogromdenkmal

Das Befreiungsdenkmal steht am Eduard-Wallnöfer-Platz (vormals Landhausplatz) vor dem Neuen Landhaus in Innsbruck.

Entstehung

Das Befreiungsdenkmal wurde von 1946 bis 1948 auf Initiative und auf Kosten der französischen Besatzungsmacht nach Entwürfen des Architekten der französischen Militärregierung für Tirol und Vorarlberg, Major Jean Pascaud, von Tiroler Künstlern und Handwerkern errichtet. Das Denkmal ist jenen Personen gewidmet, die für die Befreiung Österreichs aus siebenjähriger Unfreiheit unter dem Nationalsozialismus von 1938 bis 1945 ihr Leben geopfert haben. Pläne und Fotos von der Errichtung dieses Denkmals und der, für die damalige Zeit äußerst mühsamen Montage des Adlers auf dem Denkmal, werden im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum aufbewahrt.

Beschreibung

Im Gegensatz zum im gleichen Jahr errichteten Sowjetischen Ehrenmal in Wien zeigt das Innsbrucker Denkmal nur österreichische Symbole. Es trägt die Inschrift „PRO LIBERTATE AUSTRIAE MORTUIS“ Den für die Freiheit Österreichs Gestorbenen und in Kreuzform die Wappen der neun österreichischen Bundesländer. Diese Gitter wurden von Schlossermeister und späteren ÖVP-Stadtrat Anton Fritz ausgeführt, der auch den Tiroler Adler mit Binnenschild nach einem Entwurf des Bildhauers Emmerich Kerle in Kupfer getrieben hat.

Namentliche Würdigung

Im Rahmen der Neugestaltung des Landhausplatzes im Jahr 2011 wurden an das Befreiungsdenkmal die Namen von 107 Menschen angebracht, die im Widerstand gegen das NS-Regime ums Leben kamen. 2015 wurden weitere 16 Namen ergänzt. Seit März 2012 gibt es eine Website zum Eduard Wallnöfer Platz, auf der beide Denkmäler ausführlich beschrieben sind.

Auf der westlichen Seite des Denkmals befinden sich folgende Namen:

Namentliche Würdigungen
Den für die Freiheit Österreichs Gestorbenen
  • Josef Axinger
  • Michael Bazil
  • Anton Bodenwinkler
  • Matthäus Burgstaller
  • Walter Caldonazzi
  • Alfons Degaspari
  • Johann Desch
  • Rudolf Eder
  • Alois Graus
  • Georg Gruber
  • Anna Gründler
  • Marian Kuderna
  • Stefan Kuderna
  • Konrad Meier
  • Robert Moser
  • Andreas Obernauer
  • Josef Pair
   
  • Franz Stolzlechner
  • Adele Stürzl
  • Ferdinand Thaler
  • Otto Thies
  • Konrad Tiefenthaler
  • Martin Tissner
  • Leopold Tomschik
  • Ludwig Totzenberger
  • Albert Troppmair
  • Stefan Valentinotti
  • Hans Vogl
  • Karl Weiroster
  • Josef Werndl
  • Lorenz Wernisch
  • Josef Wieser
  • Johann Winkler

Auf der östlichen Seite des Denkmals befinden sich folgende Namen:

Den für die Freiheit Österreichs Gestorbenen
  • Paul Anetter
  • Max Bär
  • Alois Brunner
  • Josefine Brunner
  • Viktor Czerny
  • Helene Delacher
  • Heinrich Depaoli
  • Ferdinand Eberhart
  • Johann Erler
  • Peter Falkner
  • Georg Fankhauser
  • Ernst Federspiel
  • Nikolaus Federspiel
  • Alois Flatsche
  • Franz Frank
  • Sepp Gangl
  • Jakob Gapp
  • Johann Gasser
  • Franz Gruber
   
  • Anton Obholzer
  • Ernst Ortner
  • Emil Palla
  • Hugo Paterno
  • Oskar Pfeifer
  • Anton Pils
  • Hugo Pircher
  • Josef Pontiller
  • Erich Ranacher
  • Franz Reinisch
  • Nikolaus Schwarz
  • Antonia Setz
  • Franz Setz
  • Anton Steiner
  • Florian Steiner
  • Lorenz Steiner
  • Alfons Sturm
  • Klara Sturm

Siehe auch

  Commons: Befreiungsdenkmal (Innsbruck)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien