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vom 24.05.2018, aktuelle Version,

Niederösterreichischer Fußballcup

Admiral NÖ-Meistercup
Voller Name Cup des Niederösterreichischen Fußballverbandes
Abkürzung NÖ-Meistercup
Verband ÖFB, organisiert von NÖFV
Erstaustragung 1927,
ab 1970/71 und 1983/84
als Amateur-Cup
Mannschaften saisonale Schwankungen
Spielmodus K.-o.-System
Titelträger SV Stripfing (1. Titel)
Rekordsieger ASV Hohenau,
SV Oberndorf und
SV Tulln
(jeweils 3 Titeln)
Qualifikation für ÖFB-Cup

Der Cup des Niederösterreichischen Fußballverbandes, kurz NÖFV-Cup genannt, ist einer von neun österreichischen Fußball-Pokalwettbewerben für Amateurmannschaften der Herren auf Verbandsebene, der vom Niederösterreichischen Fußball-Verband ausgerichtet und im K.-o.-System ausgetragen wird.

Ein Cup des Niederösterreichischen Fußballverbandes der Damen, kurz Frauen-NÖFV-Cup genannt, wird in Niederösterreich nicht ausgespielt. Stattdessen sind die Vereine hinter dem Meister der Frauenlandesliga Niederösterreich für den ÖFB-Ladies-Cup qualifiziert.

NÖ-Meistercup

Der Pokalwettbewerb trägt den Namen NÖ-Meistercup, bis 1975 Niederösterreichischer Landespokal, ab 1983 NÖ-Meistercup und ist ein Qualifikationsbewerb für den ÖFB-Cup. Zurzeit ist der Pokal durch Admiral als Admiral NÖ-Meistercup bekannt. In der Saison 2016/17 konnte der SV Stripfing den Titel gewinnen.

Der Landespokal stellte beginnend in den späten 1920er Jahren bis in die 1950er Jahre neben der Meisterschaft den Höhepunkt des niederösterreichischen Fußballgeschehens dar. Nach mehrmaligen Unterbrechungen wird der Bewerb seit 1984 jährlich unter der offiziellen Bezeichnung NÖ-Meistercup ausgespielt. Teilnahmeberechtigt sind im Gegensatz zum alten Landescup nur mehr die Meistervereine der einzelnen niederösterreichischen Ligen.

Geschichte

Anfänge bis nach dem Zweiten Weltkrieg

Saison[1] Pokal-Sieger Finalist Resultat
Niederösterreichischer Landescup
1920 ASK Liesing keine Information
1921

1923
kein Bewerb
1924 ASK Liesing keine Information
1925

1926
kein Bewerb
1927 ESV Vorwärts Krems keine Information
1928

1930
kein Bewerb
1930/31 SV Tulln keine Information
1931/32 Badener AC keine Information
1932/33 SV Tulln keine Information
1933/34 SV Tulln ASV Rapid Hohenau 5:3
1934/35 SC Berndorf Stockerauer SV 07 2:1 u. 3:3
1935/36 Kremser SC ESV Wacker Wiener Neustadt 1:1 u. 3:1
1936/37 ASV Rapid Hohenau keine Information
1937/38 kein Bewerb
1938/39 ASV Rapid Hohenau keine Information
1939/40 kein Bewerb
1940/41 WSV BU Neunkirchen keine Information
1941/42

1944/45
kein Bewerb
1945/46 Badener AC 1. Wiener Neustädter SC 1:2 u. 3:1
1946/47 SC Siebenhirten Marathon Korneuburg 3:1
1947/48 SV Gloggnitz SC Siebenhirten 1:0
1948/49 SC Siebenhirten SV Zistersdorf 3:1 n. V.
1949/50 ASV Rapid Hohenau
1950/51 KSV Ortmann Badener AC 2:1

Der Niederösterreichische Fußballverband entstand als selbstständiger Verband im Jahre 1922, bis dahin handelte es sich nur um einen Teilverbandes des ÖFB, der unter anderem Ausrichter der österreichischen Meisterschaften und des ÖFB-Cup gewesen war. Zwar blieb der NÖFV weiterhin verwaltungstechnisch mit dem ÖFB vereint, schrieb aber für die Saison 1922/23 erstmals eine niederösterreichische Landesmeisterschaft aus. Die Einführung des Landespokals wurde seitens des NÖFV allerdings erst 1926 unter Präsident Franz Gstaltner beschlossen, die erste Austragung fand im Jahr darauf statt. Nach der vorübergehenden Vereinigung des NÖFV und des WFV wurde dieser Bewerb jedoch bald wieder fallen gelassen und erst 1931 wieder eingeführt. Mit einigen kurzen Unterbrechungen wurde der Cup, wenngleich unter verschiedenen Bezeichnungen und nicht immer mit den besten Mannschaften des Landes, bis 1941 ausgespielt, musste dann jedoch auf Grund der Ereignisse des Zweiten Weltkrieges eingestellt werden.

Im Rahmen des Bundesländer-Cups wurde der Wettbewerb nach Kriegsende 1946 wieder eingeführt. Nachdem dieser jedoch im Zuge der Staatsliga-Reform abgeschafft wurde, entschied der NÖFV als erster österreichischer Landesverband 1951 seinen Cupwettbewerb ebenso auf unbestimmte Zeit einzustellen.

Landescup in den 1970er Jahren

Saison[1] Pokal-Sieger Finalist Resultat
Niederösterreichischer Landescup
1970/71 SV Admira Wiener Neustadt keine Information
1971/72 KSV Ortmann ATSV Hainburg 5:0 u.2:4
1972/73 SV Stockerau keine Information
1973/74 KSV Böhlerwerk keine Information
1974/75 SV Waidhofen/Thaya keine Information

1970 war es aber wiederum der NÖFV der als erster Verband in Österreich den Wettbewerb wieder einführte. Aufgrund des inzwischen abgeflauten Interesses der Bevölkerung hatte der Titel zwischenzeitlich an ideellem Wert verloren und so kam es bereits 1976 erneut zu einer Unterbrechung des Landescups.

Meistercup seit 1983

Saison[1] Pokal-Sieger Finalist Resultat
NÖ Meistercup
1983/84 SC Zwettl keine Information
1984/85 SV Oed/Zeillern keine Information
1985/86 SV Eichgraben keine Information
1986/87 SV Blindenmarkt keine Information
1987/88 SV Oed/Zeillern keine Information
1988/89 SV Horn keine Information
1989/90 SPG Gottsdorf/Marbach/Persenbeug keine Information
1990/91 USV Atzenbrugg-Heiligeneich keine Information
1991/92 SV Oberndorf keine Information
1993/93 ASK Kottingbrunn keine Information
1993/94 ASV Vösendorf keine Information
1994/95 SV Oberndorf keine Information
1995/96 1.SV Maria Anzbach SC Neudörfl 1:0 u. 1:1
1996/97 SV Oberndorf keine Information
1997/98 FC Sturm 19 St. Pölten keine Information
1998/99 SV Hundsheim SV Lichtenau 5:0
1999/2000 ÖTSU Hofstetten keine Information
2000/01 SC Enzersfeld/Wien keine Information
2001/02 SC Theresienfeld SKN St. Pölten 3:1 u. 7:0
2002/03 ASK Schwadorf TSV Grein 1:1 u. 5:2
2003/04 SV Haitzendorf SV Stockerau 2:1
2004/05 1. SC Sollenau SV Absdorf 2:0 u. 4:1
2005/06 ATSV Ober-Grafendorf ASK Bad Vöslau 3:0 u. 1:3
2006/07 SV Absdorf USC Kirchberg/Wagram 1:0 u. 3:1
2007/08 1. SC Sollenau FC Sturm 19 St. Pölten 6:1
2008/09 SV Gaflenz 1. SVg Wiener Neudorf 3:2 u. 3:2
Admiral NÖ-Meistercup
2009/10 SKN St. Pölten II ASK Bad Vöslau 2:0 u. 1:1
2010/11 SC Brunn/Gebirge FK Blau-Weiss Hollabrunn 3:3 u. 3:0
2011/12 FC Rohrendorf SV Leobendorf 3:0 u. 1:1
2012/13 SC Leopoldsdorf Marchfeld ATSV Ober-Grafendorf 2:0 u. 0:1
2013/14 ASV Spratzern SV Stripfing 3:1 u. 2:2
2014/15 Kremser SC ASK Marienthal 2:2 u. 3:0
2015/16 SV Purgstall AC Baden 2:0 u. 2:1
2016/17 SV Stripfing ASK Ybbs 1:1 u. 1:0
2017/18

1983 beschloss der NÖFV die Wiedereinführung eines reformierten Pokalbewerbes. An Stelle des bisherigen Landescups tragen die Meister der einzelnen Ligen, beginnend mit der Landesliga abwärts, einen jährlichen Meistercup aus. Der hohe sportliche Wert, den der einstige Landespokal besaß, ist aber heute durch die fast ausschließliche Teilnahme kleiner Vereine nicht mehr gegeben.

Bezeichnung (Sponsor)

Der Cup wird seit 2009 mit einem Sponsor im Namenszug ausgetragen. Davor wurde der Pokalbewerb einfach Niederösterreichischer Landescup genannt. Folgende Sponsoren beziehungsweise Namensänderungen hat der niederösterreichische Pokalwettbewerb in seiner Namensgebung gehabt:

  • Niederösterreichischer Landescup 1927-1974/75
  • NÖ Meistercup: seit 1983/84
  • der Sponsor ist im Namenszugs in Verbindung mit 'NÖ Meistercup':
    • Admiral-NÖ-Meistercup: seit 2009/10

Spielmodus, Teilnehmer und Auslosung

Der NÖ-Meistercup wird im K.O.-System ausgetragen. Alle Runden bis zum Halbfinale werden in einem Spiel entschieden. Die Auslosung der ersten Runden findet unter geographischen Gesichtspunkten statt, Vereine aus den 2. und 3. Klassen haben bis zur 3. Runde grundsätzlich Heimrecht sofern sie gegen Meister aus den 2. Landesligen und Gebietsliegen gelost werden. Die Meister der Landesligen müssen in der 2. Runde ebenfalls auswärts antreten, sofern sie gegen Mannschaften aus den Gebietsligen spielen. Sollten beide Vereine in einer Liga spielen, hat der erstgenannte Verein bei der Auslosung Heimrecht. Das Finale wird in einem Hin- und Rückspielt bestritten Der Sieger des erstgezogenen Halbfinalspieles gilt im Hinspiel als Heimmannschaft, der Sieger des zweitgezogenen Halbfinalspiels als Auswärtsmannschaft. Steht es nach 90 Minuten Unentschieden wird der Sieger wird eine Verlängerung von 2 mal 15 Minuten gespielt. Sollte noch immer kein Sieger feststehen, so wird dieser im Elfmeterschießen ermittelt.

  • 1. Runde: Vorrunde (Meister aus der 1. Klasse, 2. Klasse)
  • 2. Runde: 1. Hauptrunde (Meister aus der 2. Landesliga, Gebietsliga steigen ein)
  • 3. Runde: Achtelfinale: 16 Teilnehmer (Meister aus der 1. Landesliga steigen ein)
  • 4. Runde: Viertelfinale: 8 Teilnehmer
  • 5. Runde: Halbfinale: 4 Teilnehmer
  • 6. Runde: Finale: 2 Teilnehmer

Die Titelträger beider Bewerbe

3 Pokalsiege
ASV Hohenau (1937, 1938, 1950)
SV Oberndorf (1992, 1995, 1997)
SV Tulln (1931, 1933, 1934)
2 Pokalsiege
Badener AC (1932, 1946)
Kremser SC (1936, 2015)
ASK Liesing (1920, 1924)
SV Oed/Zeillern (1985, 1988)
KSV Ortmann (1951, 1972)
SC Siebenhirten (1947, 1949)
1. SC Sollenau (2005, 2008)
1 Pokalsieg
SV Absdorf (2007)
USV Atzenbrugg-Heiligeneich (1991)
SC Berndorf (1935)
SV Blindenmarkt (1987)
KSV Böhlerwerk (1974)
SC Brunn/Gebirge (2011)
SV Eichgraben (1986)
SC Enzersfeld/Wien (2001)
SV Gaflenz (2009)
SV Gloggnitz (1948)
SPG Gottsdorf/Marbach/Persenbeug (1990)
SV Haitzendorf (2004)
ÖTSU Hofstetten (2000)
SV Horn (1989)
SV Hundsheim (1999)
ASK Kottingbrunn (1993)
ESV Vorwärts Krems (1927)
SC Leopoldsdorf Marchfeld (2013)
1.SV Maria Anzbach (1996)
WSV BU Neunkirchen (1941)
ATSV Ober-Grafendorf (2006)
SV Purgstall (2016)
SKN St. Pölten II (2010)
FC Sturm 19 St. Pölten (1998)
FC Rohrendorf (2012)
ASK Schwadorf (2003)
ASV Spratzern (2014)
SV Stockerau (1973)
SV Stripfing (2017)
SC Theresienfeld (2002)
ASV Vösendorf (1994)
SV Admira Wiener Neustadt (1971)
SV Waidhofen an der Thaya (1975)
SC Zwettl (1984)

Frauen-NÖFV-Cup

Ein Pokalbewerbe für Frauen ist in Niederösterreich bis jetzt noch nicht vorgesehen.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Austria – List of Cup Winners Länder, Niederösterreich. Abgerufen am 11. Juni 2016.