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vom 18.06.2017, aktuelle Version,

Niederösterreichischer Fußballcup

Niederösterreichischer Fußballcup
Verband Niederösterreichischer Fußballverband
Erstaustragung 1926
Mannschaften
Titelträger SV Stripfing
Rekordsieger ASV Hohenau, SV Oberndorf und SV Tulln jeweils 3x

Der Niederösterreichische Fußballcup (offiziell: bis 1975 Niederösterreichischer Landespokal; ab 1983 NÖ-Meistercup) ist einer von neun österreichischen Fußball-Pokalwettbewerben auf Verbandsebene und wird vom Niederösterreichischen Fußball-Verband ausgerichtet. Zurzeit ist der Pokal durch Admiral als Admiral NÖ-Meistercup bekannt.

Der Landespokal stellte beginnend in den späten 1920er Jahren bis in die 1950er Jahre neben der Meisterschaft den Höhepunkt des niederösterreichischen Fußballgeschehens dar. Nach mehrmaligen Unterbrechungen wird der Bewerb seit 1984 jährlich unter der offiziellen Bezeichnung NÖ-Meistercup ausgespielt. Teilnahmeberechtigt sind im Gegensatz zum alten Landescup nur mehr die Meistervereine der einzelnen niederösterreichischen Ligen.

Aktueller Modus

Der Meistercup wird nach einer Qualifikationsrunde über fünf Runden inklusive des Finales ausgetragen. Der Sieger ist direkt für die 1. Hauptrunde des nächstjährigen ÖFB-Cup qualifiziert.

Teilnahmeberechtigt sind die Meister aller Ligen bis zu den 2. Klassen der letzten Saison. Die Auslosung der ersten Runden findet unter geographischen Gesichtspunkten statt. Vereine aus den 2. und 3. Klassen haben bis zur 3. Runde grundsätzlich Heimrecht sofern sie gegen Meister aus den 2. Landesligen und Gebietsliegen gelost werden. Die Meister der Landesligen müssen in der 2. Runde ebenfalls auswärts antreten, sofern sie gegen Mannschaften aus den Gebietsligen spielen. Ab dem Semifinale hat grundsätzlich der zuerst ausgeloste Verein Platzwahl.

Geschichte

Der Landescup von 1927 bis 1975

Der Niederösterreichische Fußballverband entstand als selbstständiger Verband im Jahre 1922, bis dahin handelte es sich nur um einen Teilverbandes des ÖFB, der unter anderem Ausrichter der österreichischen Meisterschaften und des ÖFB-Cup gewesen war. Zwar blieb der NÖFV weiterhin verwaltungstechnisch mit dem ÖFB vereint, schrieb aber für die Saison 1922/23 erstmals eine niederösterreichische Landesmeisterschaft aus. Die Einführung des Landespokals wurde seitens des NÖFV allerdings erst 1926 unter Präsident Franz Gstaltner beschlossen, die erste Austragung fand im Jahr darauf statt. Nach der vorübergehenden Vereinigung des NÖFV und des WFV wurde dieser Bewerb jedoch bald wieder fallen gelassen und erst 1931 wieder eingeführt. Mit einigen kurzen Unterbrechungen wurde der Cup, wenngleich unter verschiedenen Bezeichnungen und nicht immer mit den besten Mannschaften des Landes, bis 1941 ausgespielt, musste dann jedoch auf Grund der Ereignisse des Zweiten Weltkrieges eingestellt werden.

Im Rahmen des Bundesländer-Cups wurde der Wettbewerb nach Kriegsende 1946 wieder eingeführt. Nachdem dieser jedoch im Zuge der Staatsliga-Reform abgeschafft wurde, entschied der NÖFV als erster österreichischer Landesverband 1951 seinen Cupwettbewerb ebenso auf unbestimmte Zeit einzustellen. 1970 war es aber wiederum der NÖFV der als erster Verband in Österreich den Wettbewerb wieder einführte. Aufgrund des inzwischen abgeflauten Interesses der Bevölkerung hatte der Titel zwischenzeitlich an ideellem Wert verloren und so kam es bereits 1976 erneut zu einer Unterbrechung des Landescups.

Der Meistercup seit 1983

1983 beschloss der NÖFV die Wiedereinführung eines reformierten Pokalbewerbes. An Stelle des bisherigen Landescups tragen die Meister der einzelnen Ligen, beginnend mit der Landesliga abwärts, einen jährlichen Meistercup aus. Der hohe sportliche Wert, den der einstige Landespokal besaß, ist aber heute durch die fast ausschließliche Teilnahme kleiner Vereine nicht mehr gegeben.

Landescupsieger seit 1927

  • 1938 nicht ausgetragen
  • 1939 ASV Hohenau
  • 1940 nicht ausgetragen
  • 1941 WSV BU Neunkirchen
  • 1942–1945 nicht ausgetragen
  • 1946 Badener AC
  • 1947 SC Siebenhirten
  • 1948 SV Gloggnitz
  • 1949 SC Siebenhirten

Meistercup-Sieger seit 1984

  • 1998 FC Sturm 19 St. Pölten
  • 1999 SV Hundsheim
  • 2000 ÖTSU Hofstetten
  • 2001 SC Enzersfeld/Wien
  • 2002 SC Theresienfeld
  • 2003 ASK Schwadorf
  • 2004 SV Haitzendorf
  • 2005 1. SC Sollenau
  • 2006 ATSV Ober-Grafendorf
  • 2007 SV Absdorf
  • 2008 1. SC Sollenau
  • 2009 SV Gaflenz
  • 2010 SKN St. Pölten II
  • 2011 SC Brunn/Geb.

Finalspiele

Saison Pokalsieger Finalist Ergebnis
1934 SV Tulln ASV Rapid Hohenau 5:3
1935 SC Berndorf Stockerauer SV 07 2:1 / 3:3
1936 Kremser SC ESV Wacker Wiener Neustadt 1:1 / 3:1
1937 ASV Rapid Hohenau
1939 ASV Rapid Hohenau
1941 WSV BU Neunkirchen
1946 Badener AC 1. Wiener Neustädter SC 1:2 / 3:1
1947 SC Siebenhirten Marathon Korneuburg 3:1
1948 SV Gloggnitz SC Siebenhirten 1:0
1949 SC Siebenhirten SV Zistersdorf 3:1 n.V.
1950 ASV Rapid Hohenau
1951 KSV Ortmann Badener AC 2:1
1972 KSV Ortmann Hainburg 5:0 / 2:4
1999 SV Hundsheim SV Lichtenau 5:0
2002 SC Theresienfeld SKN St. Pölten 3:1 / 7:0
2003 ASK Schwadorf TSV Grein 1:1 / 5:2
2004 SV Haitzendorf SV Stockerau 2:1
2005 1. SC Sollenau SV Absdorf 2:0 / 4:1
2006 ATSV Ober-Grafendorf ASK Bad Vöslau 3:0 / 1:3
2007 USC Kirchberg/Wagram SV Absdorf 0:1 / 1:3
2008 1. SC Sollenau FC Sturm 19 St. Pölten 6:1
2009 SV Gaflenz 1. SVg Wiener Neudorf 3:2 / 3:2
2010 SKN St. Pölten II ASK Bad Vöslau 2:0 / 1:1
2011 FK Blau-Weiss Hollabrunn SC Brunn am Gebirge 3:3 / 3:0
2012 SV Leobendorf FC Rohrendorf 0:3 / 1:1
2013 SC Leopoldsdorf im Marchfeld ATSV Ober-Grafendorf 2:0 / 0:1
2014 ASV Spratzern SV Stripfing 3:1 / 2:2
2015 Kremser SC ASK Marienthal 2:2 / 3:0
2016 SV Purgstall AC Baden 2:0 / 2:1
2017 SV Stripfing ASK Ybbs 1:1 / 1:0

Titelverteilung beider Bewerbe seit 1927

  • 3 Pokalsiege:
ASV Hohenau
SV Oberndorf
SV Tulln
  • 2 Pokalsiege:
Badener AC
Kremser SC
SV Oed/Zeillern
KSV Ortmann
SC Siebenhirten
1. SC Sollenau

1 Pokalsieg:

SV Absdorf
USV Atzenbrugg-Heiligeneich
SV Blindenmarkt
KSV Böhlerwerk
SV Eichgraben
SC Enzersfeld/Wien
SV Gaflenz
SV Gloggnitz
SV Gottsdorf/Marbach/Persenbeug
SV Haitzendorf
FK Blau-Weiss Hollabrunn
ÖTSU Hofstetten
SV Horn
SV Hundsheim
ASK Kottingbrunn
ESV Vorwärts Krems
SV Leobendorf
SC Leopoldsdorf im Marchfeld
SV Maria Anzbach
WSV BU Neunkirchen
ATSV Ober-Grafendorf
SV Purgstall
SKN St. Pölten II
FC Sturm 19 St. Pölten
ASK Schwadorf
ASV Spratzern
SV Stockerau
SV Stripfing
SC Theresienfeld
ASV Vösendorf
SV Admira Wiener Neustadt
SV Waidhofen an der Thaya
SC Zwettl