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vom 08.01.2019, aktuelle Version,

Oberneukirchen

Marktgemeinde
Oberneukirchen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Oberneukirchen
Oberneukirchen (Österreich)
Oberneukirchen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Urfahr-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: UU
Fläche: 34,64 km²
Koordinaten: 48° 28′ N, 14° 14′ O
Höhe: 774 m ü. A.
Einwohner: 3.202 (1. Jän. 2018)
Postleitzahl: 4181
Vorwahl: 07212
Gemeindekennziffer: 4 16 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ledererstraße 1
4181 Oberneukirchen
Website: www.oberneukirchen.
ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Josef Rathgeb (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
18
3
2
2
18  3  2  2 
Insgesamt 25 Sitze
Lage von Oberneukirchen im Bezirk Urfahr-Umgebung
Alberndorf in der RiedmarkAltenberg bei LinzBad LeonfeldenEidenbergEngerwitzdorfFeldkirchen an der DonauGallneukirchenGoldwörthGramastettenHaibach im MühlkreisHellmonsödtHerzogsdorfKirchschlag bei LinzLichtenbergLinzOberneukirchenOttenschlag im MühlkreisOttensheimPuchenauReichenau im MühlkreisReichenthalSchenkenfeldenSonnberg im MühlkreisSt. Gotthard im MühlkreisSteyreggVorderweißenbachWaldingZwettl an der RodlOberösterreich Lage der Gemeinde Oberneukirchen im Bezirk Urfahr-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Oberneukirchen ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Urfahr-Umgebung im oberen Mühlviertel mit 3202 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018).

Geografie

Oberneukirchen liegt auf 774 m Höhe im oberen Mühlviertel. Die Gemeinde gehörte bis 2012 zum Gerichtsbezirk Leonfelden und ist seit dem 1. Jänner 2013 Teil des Gerichtsbezirks Rohrbach. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 10,9 km und von West nach Ost 6,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 34,64 km².

Flächenverteilung

Ortsteile

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

  • Amesschlag (99)
  • Froschau (117)
  • Fuchsgraben (69)
  • Höf (115)
  • In der Au (28)
  • Kleintraberg (19)
  • Königsberg (51)
  • Königsdorf (41)
  • Lobenstein (185)
  • Mitterfeld (134)
  • Oberneukirchen (1134)
  • Oberwaldschlag (103)
  • Punzing (83)
  • Reindlsedt (69)
  • Schaffetschlag (137)
  • Schallenberg (11)
  • Schauerschlag (43)
  • Teichfeld (35)
  • Traberg (353)
  • Unterbrunnwald (7)
  • Unterwaldschlag (116)
  • Waxenberg (227)
  • Wögersdorf (26)

Nachbargemeinden

Helfenberg Vorderweißenbach Bad Leonfelden
Sankt Veit im Mühlkreis Zwettl an der Rodl
Herzogsdorf Eidenberg

Geschichte

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 13. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Das siedlungsmäßige und schließlich dörfliche Leben dürfte im Bereich der Gemeinde Oberneukirchen vermutlich im 12. Jahrhundert begonnen haben. Die Ausbreitung und Besiedlung der Waldrodungsflächen und die religiöse Betreuung der Ansiedler machten bald einen Kapellen- bzw. Kirchenbau erforderlich. Nach Behauptungen früherer Geschichtsforscher bestand zuerst eine „Kapelle zur hl. Maria und Ottilia“ (1292), dann eine „Kapelle zur Ehre der hl. Cäcilia“ (1475) und schließlich (die damals natürlich kleinere) Anfangsform der 1899–1901 zu ihrer Gegenwartsgestalt vergrößerten Jakobus-Pfarrkirche.

Im Jahre 1220 kam die Herrschaft Waxenberg, zu der dieses Gebiet gehörte, an die österreichischen Babenberger-Herzöge. 1242 schenke Friedrich II. der Streitbare die Großpfarre Gramastetten (und damit auch das Gebiet von Oberneukirchen) dem Stifte Wilhering. Am 28. November 1292 wurde Oberneukirchen eine Filialpfarre von Leonfelden. In dieser Urkunde wurde der Ort zum ersten Mal als Newnkhirchen (Neukirchen) erwähnt. Erst in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts bürgert sich der Name Oberneukirchen ein, um den Markt von den anderen Neukirchen (Gallneukirchen, Pabneukirchen sowie Niederneukirchen im Bezirk Linz Land) eindeutig zu unterscheiden.[2]

1356 erscheint Neukirchen als Markt im sogenannten Wallseer Teilungsvertrag.

Die Schule von Oberneukirchen wurde erstmals im Jahre 1522 erwähnt. Am 4. Februar 1560 erfolgte die Verleihung des Marktwappens durch Kaiser Ferdinand I. Schon um 1500 dienten die Landwirtschaft und das Webereigewerbe als Haupteinkommensquellen. Sehr bedeutsam war auch der Handel mit Flachs und Leinen, aber auch mit Holz, Wein und Salz.

1595 wurde Oberneukirchen eine selbstständige Pfarre; 1589 wurde ein Bürgerspital errichtet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Die Jahre 1809 (Invasion französischer Truppen), 1864 (Markt) und 1911 (Galgenbühel) waren durch große Brände gekennzeichnet, wodurch viele Gebäude vernichtet wurden.

Am 1. November 1938 erfolgte die Vereinigung der Gemeinden Oberneukirchen, Waxenberg und Waldschlag zur Marktgemeinde Oberneukirchen.

Wappen

Blasonierung:

„In Rot ein silbernes Osterlamm, den Kopf mit goldenem Nimbus umgeben, im rechten Vorderbein einen goldenen, schräglinks gestellten Kreuzstab mit einer silbernen, zweizipfligen, flatternden Fahne haltend.“

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Veränderung prozentuelle
Veränderung
2001 3.009 +63 2,1 %
1991 2.946

Politik

Bürgermeister

Zusammensetzung des Gemeinderates

Ergebnis der Wahl 2009

Wahlberechtigt: 2.554 +224, Gültige Stimmen: 2078 +70, Wahlbeteiligung: 81,4 % -1,4 %

Partei Prozent Stimmen Mandate
ÖVP 63,1 % +2,7 % 1312 +199 17 +1
SPÖ 20,1 % -5,6 % 474 -56 5 -1
GRÜNE * 9,5 % +1,0 % 197 41 2 ±0
FPÖ 7,3 % +1,9 % 151 +52 1 ±0
* 2003: MUD – Mensch, Umwelt, Demokratie

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Musik

Die Gemeinde Oberneukirchen beherbergt zwei Blasmusikkapellen. Für die musikalische Untermalung vieler festlicher Anlässe in Oberneukirchen sorgt der Musikverein Oberneukirchen. Im acht Kilometer entfernten Traberg gibt es ebenfalls eine Blasmusikkapelle, den Musikverein Traberg.

Regelmäßige Veranstaltungen

Der „Schnopfistadel“ ist ein kultureller Treffpunkt für zahlreiche Veranstaltungen. Die Theatergruppe Traberg veranstaltet seit 2013 in der Faschingszeit eine Faschingssitzung. Seit 2014 wird diese im 2-Jahres-Rhythmus abwechselnd mit dem Ball des Musikvereins Traberg abgehalten.

Im Sommer veranstaltet die FF Amesschlag ein großes Feuerwehr-Zeltfest.

Wirtschaft, Verkehr und Sicherheitswesen

Ansässige Unternehmen

Größter Arbeitgeber in Oberneukirchen ist die Baufirma Simader.

Mittlerweile haben sich eine Vielzahl von kleineren Unternehmen angesiedelt.

Verkehr

Oberneukirchen ist über die Waxenberg Bezirksstraße von Zwettl an der Rodl aus erreichbar, wo die Leonfeldner Straße (B126) durchführt, wo mit Linz in etwa 20 Min. und Budweis in etwa 60 Min. aus erreichbar sind.

Durch das Gemeindegebiet verlaufen noch die Hansberg Landstraße von Helfenberg über Gramastetten nach Linz-Urfahr, die Schallenberg Bezirksstraße und die Brunnwald Bezirksstraße.

Sicherheitswesen

Feuerwehr

Im Gemeindegebiet gibt es fünf Freiwillige Feuerwehren (FF)

  • FF Amesschlag bei Oberneukirchen
  • FF Oberneukirchen
  • FF Traberg
  • FF Waldschlag
  • FF Waxenberg

Polizei und Rettung

Die Polizeiinspektion am Marktplatz wurde vor einigen Jahren geschlossen. Die nächsten Polizeiinspektionen befinden sich in Bad Leonfelden, Hellmonsödt und Helfenberg.

Die nächsten Rotkreuz-Stützpunkte sind in Bad Leonfelden, St. Veit im Mühlkreis, Kirchschlag bei Linz und Helfenberg. Zu dem befindet sich in Zwettl an der Rodl ein Notarztstützpunkt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Ehrenbürger

  • Malachias Birklbauer (1893–1969), Pfarrer und Mundartdichter
  • Otto Deßl, Pfarrer
  • Fritz Rosenauer, Primarius und Dozent
  • Karl-Albert Eckmayr (* 1934), ehemaliger österreichischer Politiker (ÖVP), Landeshauptmann-Stellvertreter und Abgeordneter zum Oberösterreichischen Landtag
  • Preining Franz (1900–1987)
  • Rudolf Rathgeb (* 1939), ehem. Bürgermeister von Oberneukirchen
  Commons: Oberneukirchen (Mühlviertel)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  2. Karl Hohensinner, Peter Wiesinger: Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich 10. Die Ortsnamen des politischen Bezirks Urfahr-Umgebung (Mittleres Mühlviertel).Wien 2006