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vom 20.05.2018, aktuelle Version,

Olympische Winterspiele 1964/Eiskunstlauf

Bei den IX. Olympischen Spielen 1964 in Innsbruck wurden drei Wettbewerbe im Eiskunstlauf ausgetragen. Austragungsort war das Olympia-Eisstadion.

Olympische Ringe
Olympische Winterspiele 1964
(Medaillenspiegel Eiskunstlauf)
Platz Mannschaft G S B Total
1 Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  Deutschland 1 1 2
2 Niederlande  Niederlande 1 1
Sowjetunion 1955  Sowjetunion 1 1
4 Kanada 1957  Kanada 1 1 2
5 Osterreich  Österreich 1 1
Frankreich  Frankreich 1 1
7 Vereinigte Staaten  USA 2 1

Vorschau

Im Eiskunstlaufen waren laut der Vorschau des »Sport-Zürich« in seiner Ausgabe vom 29. Januar 1964 die aktuellen Europameister von Grenoble (14. bis 18. Januar) als die wahrscheinlichsten Olympiasieger einzustufen. Wenngleich andere Preisrichter fungieren würden, würde die kampfgerichtliche Praxis greifen, „jemanden der etwas ist, jemanden sein zu lassen“.

Manfred Schnelldorfer und Scott Allen waren nach Expertenmeinung die einzigen, die eventuell Alain Calmat um den Sieg bringen konnten. Schnelldorfer war als sehr guter Pflichtläufer bekannt, der jedoch in der Kür an Calmat nicht herankäme. Über Scott Allen stehe überhaupt nur zu lesen, dass er erst 14 Jahre jung sei und bei den US-Meisterschaften glänzende Kritiken erhalten hatte. Der Olympiazweite Karol Divín sei in den letzten Jahren zu oft verletzt gewesen und daher nicht mehr so stark wie 1960 in Squaw Valley. So hoch wie der ČSSR-Läufer wäre auch Emmerich Danzer einzustufen.

Bei den Damen würden weder Regine Heitzer noch Nicole Hassler die Goldmedaille für Sjoukje Dijkstra verhindern können, sie seien erste Anwärterinnen auf Silber und Bronze. Eventuell könnte die Kanadierin Wendy Griner in dieses Duell eingreifen? Die Schweizerin Fränzi Schmidt habe sich in der Pflicht kaum gesteigert, wenngleich sie eine Spitzenkür laufe, daher sei hier wenig zu erwarten.

Im Paarlaufen war für Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler das Sowjetpaar Ljudmila Beloussowa und Oleg Protopopow der Schrecken – es sollten beide Paare dieselbe Chance haben. In Grenoble war der Punktabstand zwischen ihnen nur zwei Punkte, im Kürvortrag noch geringer. Und hier in Innsbruck gäbe es keine Pflicht. Auch Bronze sei mit Tatjana Schuk / Alexander Gawrilow praktisch vergeben. Es blieb nur die Frage, wie sich die beiden kanadischen Paare (davon Debbi Wilkes / Guy Revell) schlagen würden, während den Schweizer Vertretern Gerda Johner / Ruedi Johner der fünfte oder sechste Platz prognostiziert wurde.

Medaillengewinner

Konkurrenz Gold Silber Bronze
Herren Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  Manfred Schnelldorfer Frankreich  Alain Calmat Vereinigte Staaten  Scott Allen
Damen Niederlande  Sjoukje Dijkstra Osterreich  Regine Heitzer Kanada 1957  Petra Burka
Paare Sowjetunion 1955  Ljudmila Beloussowa / Oleg Protopopow Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  Marika Kilius / Hans-Jürgen Bäumler

Kanada 1957  Debbi Wilkes / Guy Revell

Vereinigte Staaten  Vivian Joseph / Ronald Joseph

Herren

Platz Land Sportler PF Kür Pz Punkte
1 Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA Manfred Schnelldorfer 1 1 13 1916,9
2 Frankreich  FRA Alain Calmat 3 5 22 1876,5
3 Vereinigte Staaten  USA Scott Allen 4 4 26 1873,6
4 Tschechoslowakei  TCH Karol Divín 2 9 32 1862,8
5 Osterreich  AUT Emmerich Danzer 5 3 42 1824,0
6 Vereinigte Staaten  USA Thomas Litz 13 2 77 1764,7
7 Osterreich  AUT Peter Jonas 9 6 79 1752,0
8 Japan  JPN Nobuo Satō 8 10 88 1746,2
9 Kanada  CAN Donald Knight 7 11 85 1746,6
10 Vereinigte Staaten  USA Monty Hoyt 6 12 81 1755,5
11 Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA Ralph Borghard 10 7 90 1742,2
12 Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA Sepp Schönmetzler 12 8 92 1743,1
13 Kanada  CAN Charles Snelling 16 15 117 1705,5
14 Italien  ITA Giordano Abbondati 11 16 131 1688,4
15 Osterreich  AUT Wolfgang Schwarz 17 13 127 1695,9
16 Kanada  CAN William Neale 19 14 143 1667,7
17 Frankreich  FRA Robert Dureville 14 19 148 1660,0
18 Vereinigtes Konigreich  GBR Hywel Evans 15 22 159 1640,1
19 Schweiz  SUI Markus Germann 20 23 186 1578,0
20 Vereinigtes Konigreich  GBR Malcolm Cannon 18 24 187 1587,5
21 Ungarn  HUN Jenö Ébert 22 18 188 1586,9
22 Tschechoslowakei  TCH Ondrej Nepela 23 17 190 1590,1
23 Frankreich  FRA Philippe Pélissier 21 21 189 1573,8
24 Schweiz  SUI Peter Grütter 24 20 208 1517,2
Z Sowjetunion 1955  URS Valery Meschkow
Z Niederlande  NED Wouter Toledo

Z = Zurückgezogen

Olympische Spiele 1960: David Jenkins (USA) (Karriere beendet). Weltmeister 1963: Donald McPherson (CAN)(Amateurkarriere beendet).
Datum: 6. Februar
Die Leistungen wurden von neun Wertungsrichtern beurteilt.

Im Gegensatz zu den vorangegangenen Olympischen Spielen gab es keinen klaren Favoriten in der Herrenkonkurrenz. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren alle Olympiasieger in der Herrenkonkurrenz aus den USA gekommen. Durch das Flugzeugunglück 1961, bei dem eine ganze Generation US-amerikanischer Eiskunstläufer ausgelöscht wurde, konnten die USA ihre Dominanz nicht fortsetzen. Die Weltmeister der vergangenen beiden Jahre, die Kanadier Donald Jackson und Donald McPherson hatten ihre Karriere bereits beendet. Der amtierende Vize-Weltmeister Alain Calmat aus Frankreich war somit leicht favorisiert. Nach der Pflicht (4. Februar) führte Manfred Schnelldorfer mit Platzziffer 17 und 1027,1 Punkten vor dem Pflichtspezialisten Karol Divín (20/1018,6). Alain Calmat lag auf dem dritten Platz (23/1008,3) vor Scott Allen (32/990,8) und Emmerich Danzer (49/941,2). Weiters auf Rang 9 Peter Jonas (105,5/891,6), Rang 10 Ralph Borghard (102/892,1) und Rang 17 Wolfgang Schwarz (144/863,6).[1] Für die Kür hatte Wolfgang Schwarz die Nr. 11 erhalten, die „interessanten“ Läufer kamen von 18 bis 24 mit Divin, Jonas, Calmat, Danzer, Allen und mit Nr. 24 Schnelldorfer.[2]

Manfred Schnelldorfer konnte auch die Kür gewinnen und wurde somit Olympiasieger, als erster und bis heute (2017) einziger Deutscher in der Herrenkonkurrenz. Alain Calmat gewann mit der fünftbesten Kür die Silbermedaille. Er war bisher noch nie von Schnelldorfer besiegt worden und niemand (außer dessen Landsleute) hatten dem Münchner eine fehlerfreie Kür zugetraut – doch während alle seine (gefährlichen) Konkurrenten nicht fehlerlos geblieben waren (Calmat mit zwei Stürzen!), gab es nach seiner Kür keine Zweifel.

Schwarz stürzte bei einem Doppeljosua, doch blieb er mutig, strich nichts aus seinem vorgesehenen Programm. Divín war leicht verletzt angetreten, bei einem dreifachen Rittberger touchierte er und er zeigte keinen Doppelaxel und keinen Doppellutz. Wenngleich er besser als bei der Europameisterschaft auftrat, waren die Medaillenchancen dahin (mit der neuntbeste Kür auf den vierten Gesamtrang zurück).

Jonas zeigte eine reichhaltige Vorstellung, fehlerfrei, musikalisch und weich im Vortrag, er war jedoch nach der Pflicht schon zu weit abgeschlagen gewesen, sonst hätte es Rang 5 sein können. Die Nerven von Calmat, der als hypersensibel galt, hielten nicht, trotzdem wurde er hoch bewertet (jeweils 5,6 bis 5,8), was bei den stark vertretenen deutschen Zuschauer «Schiebungsrufe» auslöste. Danzer stürzte beim dreifachen Rittberger, sonst sprang er doppelt und sicher, kam aber an seine Leistung von den Europameisterschaften in Grenoble (16. bis 18. Januar, Rang 4) nicht heran, er musste mit der Benotung mehr als zufrieden sein. Zudem hatte er auf den dreifachen Rittberger verzichten müssen, da ihn eine vor einer Woche erlittene Zerrung behindert hatte. Für Allen war die Chance nach Divíns Vorstellung gestiegen und er konnte sie nützen, wenngleich auch er beim dreifachen Salchow den zweiten Fuß als Stütze nehmen musste. Eislaufexperten rieten jedoch, dass er gleich zur Revue gehen sollte, denn er mache zu viele Mätzchen, die beim Publikum wirken sollen.

Schnelldorfer sprang den Doppelaxel sehr sicher, auch den Doppellutz sehr schön, riskierte danach nicht mehr allzuviel. Doch das Publikum war mit der hohen Benotung nicht einverstanden, warf Mandarinen und Orangen in die Arena. Insgesamt standen die Preisrichter/innen stark in der Kritik. In der Platzziffer kam Schnelldorfer auf 13, Calmat auf 22 und Allen auf 26. Die deutsche Mannschaftsführung hatte zwar auf den Sieg gehofft, aber nicht erwartet, dass Schnelldorfer auch die beste Kürnote erhalten würde. Sowohl Thomas Litz wartete mit einer Prachtleistung auf (Rang 2 in der Kür), auch der 13-jährige Ondrej Nepela überraschte mit einer beachtlichen Leistung.[3][4][5][6]

Damen

Platz Name Nation P K Punkte Bewertung
1 Sjoukje Dijkstra Niederlande  Niederlande 1 1 2018,5 9
2 Regine Heitzer Osterreich  Österreich 2 5 1945,5 22
3 Petra Burka Kanada 1957  Kanada 3 2 1940,0 25
4 Nicole Hassler Frankreich  Frankreich 5 4 1887,7 38
5 Miwa Fukuhara Japan  Japan 4 9 1845,1 50
6 Peggy Fleming Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 8 6 1819,6 59
7 Christine Haigler Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 6 15 1803,8 74
8 Albertina Noyes Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 9 7 1798,9 73
9 Helli Sengstschmid Osterreich  Österreich 18 3 1782,1 85
10 Wendy Griner Kanada 1957  Kanada 13 8 1775,3 91
11 Sally-Anne Stapleford Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich 7 19 1757,9 108
12 Shirra Kenworthy Kanada 1957  Kanada 10 16 1756,3 104
13 Kumiko Ōkawa Japan  Japan 15 11 1725,4 136
14 Inge Paul Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  Deutschland 17 12 1720,3 139
15 Hana Mašková Tschechoslowakei  Tschechoslowakei 19 10 1714,8 142
16 Carol-Ann Warner Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich 12 22 1692,9 162
17 Zsuzsa Almássy Ungarn 1957  Ungarn 20 14 1702,2 159
18 Diane Clifton-Peach Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich 11 25 1711,7 152
19 Gabriele Seyfert Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  Deutschland 21 17 1685,1 177
20 Ingrid Ostler Osterreich  Österreich 16 20 1684,8 171
21 Ann Margret Frei-Käck Schweden  Schweden 26 13 1661,1 191
22 Junko Ueno Japan  Japan 14 26 1685,0 170
23 Franziska Schmidt Schweiz  Schweiz 22 21 1662,8 193
24 Uschi Keszler Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  Deutschland 25 18 1642,3 213
25 Jana Mrázková Tschechoslowakei  Tschechoslowakei 23 24 1646,4 205
26 Sandra Brugnera Italien  Italien 27 23 1612,5 221
27 Monika Zingg Schweiz  Schweiz 28 28 1568,9 248
28 Anne Karin Dehle Norwegen  Norwegen 24 30 1571,9 248
29 Genevieve Burdel Frankreich  Frankreich 29 27 1542,0 255
30 Berit Unn Johansen Norwegen  Norwegen 30 29 1524,9 265

Olympische Spiele 1960: Carol Heiss (USA) (Karriere beendet); Weltmeisterin 1963: Sjoukje Dijkstra (NED),
Datum: 2. Februar
Die Leistungen wurden von neun Wertungsrichtern beurteilt.

Die Damenpflicht begann am 30. Januar, wobei die Reihenfolge Dijkstra vor Heitzer und Burka bereits nach den ersten beiden Figuren gegeben war; der Zwischenstand nach der Pflicht lautete: 1. Dijkstra Platzziffer 9,5/1113,2 Punkte; 2. Heitzer 20,0/1074,6; 3. Burka 27,5/1050,2; weiters 16. Ostler 164,0/900,0; 18. Sengstschmied 149,5/907,0.[7]

Die Schweizer Meisterin Franzi Schmidt eröffnete vor überfülltem Haus (ein Teil des Publikums saß auf den Betonstufen, denn die österreichischen Fans wollten auch die Silbermedaille für Heitzer „mitgewinnen“) die Kür, Heli Sengstschmied beschloss die erste Gruppe (sie wurde Kür-Dritte, wirkte jedoch, als sei sie – angesichts ihrer Pflicht-Schwäche - von Resignation erfüllt). Von den Führenden war Petra Burka mit Nr. 22 als erste an der Reihe. Ihr erster Doppelaxel gelang großartig, nach Axel links und Axel rechts kam eine kleine schöpferische Pause. Ihr zweiter Doppelaxel war aufgerissen, doch dies blieb ihr einziger Fehler und dürfte kaum bemerkt worden sein. Mit Nr. 26 kam Heitzer dran. Nach schön gelungenem Doppellutz hatte sie beim darauffolgenden Doppelaxel Schwierigkeiten, Applaus half ihr hinweg. Zwei Doppelsprünge waren makellos und es folgten gelungene Pirouetten und Tanzschritte. Sie wurde zwar nur Kür-Fünfte, doch reichte ihr Vorsprung aus der Pflicht aus bzw. bekam sie fünfmal Platzziffer 2 (von den Preisrichtern aus Deutschland, Frankreich, Österreich, den Niederlanden und der ČSSR), Burka nur viermal (Großbritannien, Japan, Kanada, Schweden). - Die Olympiasiegerin kam mit Nr. 28 aufs Eis – vorerst ein nicht ganz einwandfreier Doppellutz, den sie aber im Vertrauen auf ihr Können wiederholte und den Lapsus ausbesserte. Sie reihte Sprung an Sprung, Pirouette an Pirouette an, bestach durch Kraft und Sicherheit und war unbestritten die Beste. Sie erhielt von allen Preisrichtern die Platzziffer 1. Es wurde auch ein Blick in die Zukunft gewagt, da zeichnete sich für die europäische Vorherrschaft eine Gefahr aus dem Osten ab, denn die Japanerinnen zeigten große Fortschritte.[8][9][10]

Paare

Platz Name Nation Punkte Bewertung
1 Ljudmila Beloussowa / Oleg Protopopow Sowjetunion 1955  Sowjetunion 104,4 13
2 Marika Kilius / Hans-Jürgen Bäumler Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  Deutschland 103,6 15
2 Debbi Wilkes / Guy Revell Kanada 1957  Kanada 98,5 35,5
3 Vivian Joseph / Ronald Joseph Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 89,2 35,5
5 Nina Schuk / Stanislaw Schuk Sowjetunion 1955  Sowjetunion 96,6 45
6 Gerda Johner / Ruedi Johner Schweiz  Schweiz 95,4 56
7 Judianne Fotheringill / Jerry Fotheringill Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 94,7 69,5
8 Cynthia Kauffman / Ronald Kauffman Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 92,8 74
9 Agnesa Wlachovská / Peter Bartosiewicz Tschechoslowakei  Tschechoslowakei 91,8 84
10 Milada Kubikova / Jaroslav Votruba Tschechoslowakei  Tschechoslowakei 88,9 97
11 Brigitte Wokoeck / Heinz-Ulrich Walther Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  Deutschland 88,8 103,5
12 Gerlinde Schönbauer / Wilhelm Bietak Osterreich  Österreich 87,7 108
13 Margit Senf / Peter Göbel Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  Deutschland 87,9 113,5
14 Faye Strutt / Jim Watters Kanada 1957  Kanada 85,3 122,5
15 Ingeborg Strell / Ferdinand Dedovich Osterreich  Österreich 83,6 129
16 Linda Ward / Neil Carpenter Kanada 1957  Kanada 84,2 128,5
17 Monique Mathys / Yves Ällig Schweiz  Schweiz 81,5 147,5

Olympische Spiele 1960: Barbara Wagner / Robert Paul (CAN) (Karriere beendet); Weltmeister 1963: Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler (FRG)
Datum: 29. Januar
Die Leistungen wurden von neun Wertungsrichtern beurteilt.

Die Entscheidung wollten eigentlich 20.000 Besucher, vor allem solche aus der Bundesrepublik Deutschland mit der großen Hoffnung auf Gold für Kilius/Bäumler, miterleben, doch hatten in der Eishalle nur 12.000 Platz – trotzdem schaffte man es, 13.000 unterzubringen, die drei Stunden lang auf Beton in den Gängen auf Stiegen saßen.[11]

Nach der Aberkennung der Silbermedaille für Kilius/Bäumler blieb der Silberrang vakant. Im Dezember 1987 erfolgte die Nachreichung der Medaille durch das IOC. Da keine Rückgabe der Medaillen durch die zwischenzeitlich zweit- und drittplatzierten Paare erfolgte, legte das IOC 2014 fest, dass zwei Paare die Silbermedaille erhalten und ein Paar die Bronzemedaille.

Einzelnachweise

  1. «Danzer: Bronze-Chance»; «Kurier Wien» vom 5. Februar 1964, Seite 9, rechts unten
  2. «Sicherheitskür in der Garderobe»; «Kurier Wien» vom 6. Februar 1964, Seite 8, unten links
  3. Calmat patzte und wurde nur Zweiter, Danzer ist Fünfter in Kurier Wien vom 7. Februar 1964, Seite 10
  4. Schnelldorfer hat es nun geschafft! Pech für Alain Calmat: Zwei Stürze in Kronen-Zeitung vom 7. Februar 1964, Seite 18
  5. Schnelldorfer mit fehlerloser Kür: Calmat war sein erster Gratulant in Kronen-Zeitung vom 8. Februar 1964, Seite 16, unten (Verfasser: Heinz Maegerlein)
  6. Goldmedaille für den Deutschen Schnelldorfer und ...schluchzten Silber und Bronze gemeinsam in Kleine Zeitung Graz Nr. 32 vom 8. Februar 1964, Seiten 14 und 17
  7. «Dijkstra: „Verteidigen Europa!“ . Nach der Pflicht: Burka bedroht Heitzer»; «Kurier Wien» vom 1. Februar 1964, Seite 8
  8. «Heitzer mit Nummer 26»; «Kurier Wien» vom 1. Februar 1964, Seite 8, Spalte 1, erster redaktioneller Titel
  9. «Silber für unsere Regine Heitzer!»; «Kurier Wien» vom 3. Februar 1964, Mitte
  10. «Sjoukje will noch viele Winter tanzen» und «Silber für Regine Heitzer nach hartem Kampf»; «Kleine Zeitung» Graz Nr. 28 vom 4. Februar 1964, Seiten 15, 16 und 18
  11. «Deutscher Goldtraum von Russen zerstört»; «Kleine Zeitung Graz» Nr. 25 vom 31. Januar 1964, Seite 13