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vom 15.12.2017, aktuelle Version,

Otmar Weiß

Otmar Weiß (* 28. Februar 1953 in Gmünd, ) ist ein österreichischer Sportsoziologe. Er ist Leiter des Zentrums für Sportwissenschaft und Universitätssport sowie Leiter des Universitätslehrgangs Psychomotorik an der Universität Wien.

Werdegang

Weiß maturierte an der höheren technischen Lehranstalt für Maschinenbau in St. Pölten und übte Tätigkeiten als Arbeitsvorbereiter, Konstrukteur, Skilehrer und Heimleiter aus. Er studierte Mathematik und Sport an der Universität Wien und schloss sein Studium mit der Promotion in Publizistik- und Kommunikationswissenschaft ab. 1982–1984 unterrichtete er am Bundesgymnasium Klosterneuburg sowie an der Handelsakademie Krems und 1984 erhielt er ein Stipendium für das Österreichische Journalisten-Kolleg.

Von 1984 bis 1992 war er Universitätsassistent am Institut für Sportwissenschaft der Universität Wien. 1987–88 erfolgte ein Forschungsaufenthalt in den USA (FWF: Erwin-Schrödinger-Auslandsstipendium) am Department of Sociology der Ohio State University, OH, und am Department of Human Performance der San José State University, CA. 1989 war seine Habilitation für Sportsoziologie, an der Universität Wien. Weiß war von 1992 bis 2000 außerordentlicher Universitätsprofessor, seit 2000 ist er Universitätsprofessor.

1993 wirkte er bei der Organisation des Kongresses der International Sociology of Sport Association zum Thema „Sport in Space and Time“ in Wien. Seit 1994 ist er Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Sportsoziologie. Er war 1996–2010 Leiter des Lehrgangs universitären Charakters „Motopädagogik“ an der NÖ Landesakademie. 1999–2001 war er am EU-Projekt Tempus Phare: “Sport in Incorporation of the Czech Republic into the European Union” beteiligt. 2002 wirkte er an der Organisation des Kongresses der European Association for Sociology of Sport zum Thema “European Integration and Sport” in Wien mit. 2002 nahm er seine Lehrtätigkeit: European Master in Health and Physical Activity, Rome University for Movement Sciences auf. 2004–2008 und 2010–2016 war Weiß stellvertretender Leiter des Zentrums für Sportwissenschaft und Universitätssport der Universität Wien. Seit 2010 ist er Leiter des Universitätslehrgangs „Psychomotorik“ an der Universität Wien und seit 2016 des Zentrums für Sportwissenschaft und Universitätssport der Universität Wien.

In seiner Forschung beschäftigt er sich mit Sport in Zusammenhang mit Identität, Gesellschaft, Gesundheit, Wirtschaft und (Massen-)Kommunikation sowie mit psychomotorischen Lehr- und Lernmethoden.

Mitgliedschaften

  • 1995–2003: Board Member der International Sociology of Sport Association (1995–99 Extended Board, 1999–2003 Executive Board)
  • 1997–2002: Editorial Board Member der „International Review for the Sociology of Sport“
  • 2001–2008: Präsident der European Association for Sociology of Sport

Ehrungen

  • 2003: Verleihung des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich anlässlich der Forschungsprojekte „Sport und Gesundheit: Die Auswirkungen des Sports auf die Gesundheit ─ eine sozio-ökonomische Analyse“ und „Mehr Österreicher/innen zum Sport: Eine Aktivierungsstudie zur Förderung des Sportengagements in Österreich“
  • 2017: Ernennung zum Honorary Member der European Association for Sociology of Sport

Publikationen (Auswahl)

  • Otmar Weiß, Henning Eichberg: Sport: Schneller, Höher, Stärker. Wien/Münster 2014: LIT Verlag.
  • Otmar Weiß, Gilbert Norden: Einführung in die Sportsoziologie. Münster 2013: Waxmann Verlag (2. Auflage).
  • Petra Hilscher, Gilbert Norden, Manfred Russo, Otmar Weiß (Hg.): Entwicklungstendenzen im Sport. Wien/Berlin 2011: LIT Verlag (3. Auflage).
  • Otmar Weiß (Hg.): Sport und Gesellschaft (Band 4). Soziale Bedingungen des Spitzensports. Wien/Münster 2005: LIT Verlag.
  • Georg Anders, Joachim Mrazek, Gilbert Norden, Otmar Weiß (Hg.): European Integration and Sport. Münster/Hamburg/Berlin/Wien/London 2004: LIT Verlag.
  • Otmar Weiß und Julika Ullmann (Hg.): Motopädagogik. Wien 2003: Facultas.
  • Otmar Weiß et al.: Sport und Gesundheit. Die Auswirkungen des Sports auf die Gesundheit eine sozio-ökonomische Analyse. Wien 2001.
  • Otmar Weiß: Einführung in die Sportsoziologie. Stuttgart/Wien1999: UTB und WUV-Universitätsverlag (2011: Übersetzung ins Persische).