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vom 12.04.2018, aktuelle Version,

Otto von Grone

Otto Albert von Grone (* 7. Februar 1841 in Westerbrak; † 16. Mai 1907 in Westerbrak) war ein preußischer Generalleutnant, Propst zu Steterburg, Herr auf Westerbrak sowie Ehrenritter des Johanniterordens.

Leben

Herkunft

Otto Albert entstammte dem Adelsgeschlecht von Grone und war der Sohn von Adolf Kurt Eckbert von Grone (* 26. April 1807 in Westerbrak; † 22. April 1885 ebenda) und dessen Ehefrau Auguste Luise Amalie, geborene von Bülow (* 27. Mai 1812 in Wolfenbüttel; † 13. Dezember 1893 in Westerbrak).

Militärkarriere

Grone besuchte die Kadettenanstalten Bensberg und Berlin und wurde am 17. Mai 1859 als Sekondeleutnant dem 2. Garde-Regiment zu Fuß der Preußischen Armee überwiesen. Für einen Monat war er ab 7. Juni 1860 zum 2. kombinierten Garde-Infanterieregiment kommandiert und wurde anschließend in das 4. Garde-Regiment zu Fuß versetzt. Vom 30. Mai bis 27. Juli 1861 sowie vom 31. Mai bis 26. Juli 1862 folgten Kommandierungen zum Garde-Pionier-Bataillon.

Mit seinem Regiment nahm Grone 1864 während des Deutsch-Dänischen Krieges an der Beschließung und dem Gefecht von Fredericia teil.

Im Jahr darauf besuchte Grone die Preußische Kriegsakademie; die Ausbildung wurde jedoch durch den Ausbruch des Deutschen Krieges 1866 unterbrochen. Grone wurde für die Dauer des mobilen Verhältnisses als Adjutant der kombinierten Garde-Infanteriebrigade beim II. Reserve-Armee-Korps bei der Mainarmee verwendet. Nach Kriegsende erfolgte am 30. Oktober 1866 seine Beförderung zum Premierleutnant und als solcher beendete er dann bis zum 27. Juli 1868 seine Ausbildung an der Kriegsakademie. Im Anschluss daran wurde Grone zunächst bis zum 30. April 1869 zum Garde-Schützen-Bataillon und dann bis zum 30. April 1870 zum Großen Generalstab kommandiert. Er wurde am 17. Juni 1870 kurzzeitig unter Stellung à la suite seines Regiments als Lehrer an die Kriegsschule Potsdam versetzt.

Aufgrund des Beginns des Deutsch-Französischen Krieges wurde er jedoch am 17. Juli 1870 von dieser Aufgabe entbunden und zum Adjutanten der mobilen Garde-Landwehr-Infanteriedivision ernannt. Mit ihr zeichnete er sich bei der Belagerung von Straßburg aus. Er kam dann am 22. August 1870 als Kompanieführer in das 4. Garde-Regiment zu Fuß, kämpfte in der Schlacht von Sedan und wurde am 16. September 1870 zum Hauptmann befördert. Im weiteren Verlauf des Krieges gegen Frankreich nahm Grone an der Belagerung von Paris, dem Gefecht von Montmagny sowie der Beschießung von Montmédy teil.

Ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse kehrte Grone nach Friedensschluss in die Heimat zurück und war bis 20. August 1875 Lehrer an der Kriegsschule Erfurt. Kurzzeitig kommandierte man ihn vom 3. August bis 15. September 1874 zum Füsilier-Regiment Nr. 36. Am 21. August 1875 wurde Grone zum Kompaniechef im Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2 ernannt. Hier diente er bis zum 13. Januar 1879 und wurde zwischenzeitlich vom 2. bis 16. September 1878 als Beobachter zu den Manövern der italienischen Armee kommandiert. Anschließend trat Grone in das Grenadierregiment Nr. 2 und Adjutant beim Generalkommando des II. Armee-Korps über und wurde am 13. März 1879 zum Major befördert. Als solcher wurde Grone am 12. Februar 1881 Kommandeur des II. Bataillons des Füsilierregiments Nr. 34. Diesen Posten gab er am 5. Dezember 1883 ab, wurde Kommandeur des Hannoverschen Jäger-Bataillons Nr. 10 und am 18. November 1886 zum Oberstleutnant befördert. Am 6. September 1887 folgte seine Versetzung nach Schwerin als etatmäßiger Offizier in das Großherzoglich Mecklenburgische Grenadier-Regiment Nr. 89. Dort wurde Grone am 15. Oktober 1888 unter Stellung à la suite des Regiments mit der Führung beauftragt. Am 22. März 1889 wurde er zum Oberst befördert und zum Regimentskommandeur ernannt. Mit seiner Beförderung zum Generalmajor am 27. Januar 1892 wurde Grone Kommandeur der 59. Infanterie-Brigade in Saarburg. Am 11. August 1895 kommandierte man Grone zum Vertreter des Kommandeurs der 28. Division in Karlsruhe. Sieben Tage später erhielt Grone seine Beförderung zum Generalleutnant und am 27. August 1895 wurde er schließlich zum Divisionskommandeur ernannt.

Nach dem Manöver gegen die 29. Division reichte Grone 1898 seinen Abschied ein. Dieser wurde ihm am 25. November 1898 unter Verleihung des Kronenordens I. Klasse mit Pension gewährt. In nochmaliger Anerkennung seiner langjährigen Verdienste wurde ihm am 13. September 1899 der Rote Adlerorden I. Klasse mit Eichenlaub verliehen.

Familie

Grone verheiratete sich am 23. Oktober 1873 in Holzhausen mit Anna Wilhelmine Karoline Elise Klara von Oheimb (* 24. Mai 1849 in Minden; † 9. Dezember 1900 in Westerbrak). Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor:

  • Siegfried Alexander Adolf Anto Bodo (* 9. Oktober 1874 in Erfurt), preußischer Hauptmann der Reserve, Herr auf Westerbrak
  • Elisabeth Auguste Klare Marie Anna (* 1. Februar 1877 in Berlin) ∞ Philipp Alfred Ernst von Legat, preußischer Oberstleutnant
  • Eugen Bodo Hans-Heinrich (* 6. September 1878 in Berlin), Hofmarschall des Herzogs von Braunschweig
  • Karl Otto (* 26. Oktober 1879 in Stettin; † 23. März 1918 bei Vaulx-Vraucourt)
  • Jürgen Alexander (* 14. November 1887 in Schwerin; † 18. Februar 1978 in Stuttgart), deutscher Major, Ritter des Pour le Mérite

Literatur