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vom 09.04.2017, aktuelle Version,

Otto zu Windisch-Graetz

Otto und Elisabeth Marie zu Windisch-Graetz

Otto Weriand Hugo Ernst Prinz (seit 1902 Fürst) zu Windisch-Graetz (* 7. Oktober 1873 in Grätz; † 27. Dezember 1952 in Lausanne) war ein Adeliger, der durch seine Heirat mit Erzherzogin Elisabeth Marie von Österreich, der so genannten "roten Erzherzogin", bekannt wurde.

Leben

Otto war der zweite Sohn von Prinz Ernst Ferdinand Weriand zu Windisch-Graetz (1827–1918) und Prinzessin Kamilla zu Oettingen-Oettingen und Oettingen-Spielberg (1845–1888). Nach seinem Examen auf der Kavallerieschule wurde er 1895 in die Armee aufgenommen und 1899 zum Hauptmann befördert. Im Ersten Weltkrieg kommandierte er ein Bataillon Tiroler Jäger.

Erzherzogin Elisabeth Marie von Österreich, Tochter von Kronprinz Rudolf und Kronprinzessin Stephanie sowie Enkelin von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth, verliebte sich im September 1900 in Otto.

Otto war eigentlich seiner Braut nicht voll ebenbürtig (da zwar von hohem Adel, aber nur aus standesherrlicher Familie); gleichwohl stimmte der Kaiser der Verbindung zu und erhob den Bräutigam anlässlich der Heirat (am 23. Januar 1902 in Wien) in den persönlichen Fürstenstand, während gleichzeitig seine Gattin auf alle Thronansprüche verzichten musste.

Nach dem Ersten Weltkrieg siedelte er nach Jugoslawien (Slowenien) über und lebte auf seinen Ländereien nahe Bled. Das Ehepaar trennte sich 1924.

Otto starb 1952 in Lausanne (Schweiz). Beerdigt ist er auf dem Friedhof in Lugano-Castagnola.

Sportliches Engagement

Er war ein exzellenter Reiter, sehr guter Schwimmer, Turner und Fechter. 1911 wurde er Präsident des Österreichischen Zentralverband für gemeinsame Sportinteressen, der auch die Funktion des Olympischen Komitees einnahm. In dieser Eigenschaft wurde er auch in das Internationale Olympische Komitee berufen, dem er von 1911 bis 1919 angehörte. Den Olympischen Kongress in Paris 1914 eröffnete er als das ranghöchste adlige Mitglied des IOC.[1] Als das IOC 1921 beschloss, ihn wieder aufzunehmen, lehnte er dies ab, da er nicht mehr in Österreich wohne.[2]

Nachkommen

  • Franz Josef Marie Otto Antonius Ignatius Oktavianus (1904–1981) ∞ Ghislaine d’Arschot Schoonhoven (1912–1997)
  • Ernst Weriand Maria Otto Antonius Expeditus Anselmus (1905–1952)
    • 1. ∞ Ellen Skinner (1906–1982), geschieden 1938, annulliert 1940
    • 2. ∞ Eva Freiin von Isbary (1921–)
  • Rudolf Johann Maria Otto Joseph Anton Andrej (1907–1939)
  • Stephanie Eleonore Maria Elisabeth Kamilla Philomena Veronika (1909–2005)
    • 1. ∞ Graf Pierre d’Alcantara di Quirrieu (1907–1944)
    • 2. ∞ Carl Axel Björklund (1906–1986)

Einzelnachweise

  1. Arnd Krüger: Forgotten Decisions: The IOC on the Eve of World War I. OLYMPIKA: The International Journal of Olympic Studies 6(1997), 85–98; http://library.la84.org/SportsLibrary/Olympika/Olympika_1997/olympika0601g.pdf
  2. Buchanan/Lyberg: Biographies of all. IOC Members. 72 – Prince Otto Hugo Ernest de Windisch-Grätz; http://library.la84.org/SportsLibrary/JOH/JOHv18n1/JOHv18n1m.pdf