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vom 29.09.2018, aktuelle Version,

Paul Gleirscher

Paul Gleirscher (* 7. Oktober 1960 in Neustift im Stubaital) ist ein österreichischer Ur- und Frühgeschichtler.

Karriere

Gleirscher studierte Ur- und Frühgeschichte und Klassische Archäologie in Innsbruck und München. Er promovierte 1984 in Innsbruck. Nach Forschungsaufträgen auf Schloss Tirol, bei der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts (Projekt Brandopferplatz Rungger Egg bei Seis am Schlern) und am Institut für Denkmalpflege an der ETH Zürich (Projekt Kloster St. Johann in Müstair) sowie der Erstellung einer Wanderausstellung über die Räter im Auftrag des Rätischen Museums Chur ist er seit 1991 Leiter der Abteilung für Ur- und Frühgeschichte am Landesmuseum Kärnten in Klagenfurt, einer Abteilung die damals neu eingerichtet wurde. Von dort aus war er an den Universitäten Klagenfurt, Graz und Wien tätig, wo er sich 1998 habilitierte. Im Sommersemester 2008 war er Gastprofessor am Institut für Archäologie an der Universität Graz.

Forschung

Gleirschers Forschungsschwerpunkt ist der Ostalpenraum von der Altsteinzeit bis in das Frühmittelalter. Beginnend mit seinem Dissertationsthema wandte er sich zunächst der jüngeren Eisenzeit im Alt-Tiroler Raum und in den angrenzenden Gebieten zu, wo er zur Gruppengliederung der den Rätern zugewiesenen Stämme forschte, insbesondere zur Typenchronologie und zur Definition der heute gängigen Kulturgruppen der Räter: der Fritzens-Sanzeno-Gruppe in Alt-Tirol, der Magrè-Gruppe in den Lessinischen Bergen und der Valcamonica-Gruppe in den lombardischen Südalpentälern westlich des Gardasees. Die Fortführung und Vertiefung dieser Studien erfolgte mit der Bearbeitung des Brandopferplatzes am Rungger Egg bei Seis am Schlern (Südtirol), die zugleich zur ersten breiten Analyse der für den zentralalpinen Raum seit der mittleren Bronzezeit typischen Brandopferplätze und daran anknüpfende Fragen zur alpinen Religionsgeschichte führte. Die Beschäftigung mit den vorklosterzeitlichen Funden und Befunden in Müstair-St. Johann umfasste die Zeitspanne von der Kupferzeit bis ins Frühmittelalter. Mit Fragen der Christianisierung und Bajuwarisierung verknüpft waren Studien zu Säben-Sabiona und zu verschiedenen Kirchengrabungen in Südtirol unter der Leitung von Hans Nothdurfter, darunter St. Georg in Völlan, St. Cosmas und Damian in Siebeneich und St. Prokulus in Naturns. Zu den frühesten wissenschaftlichen Arbeiten von Gleirscher zählen außerdem Studien zur Nutzung des hochalpinen Raumes, sei es zu kultischen Zwecken oder zur Nutzung als Weideland ("Almwirtschaft"). So betonte er seit dessen Auffindung, dass es sich beim "Mann aus dem Eis" (Ötzi) keineswegs um einen Hirten handeln könne, sondern vielmehr um einen lokalen Anführer, zu dessen mehrstufigen Ermordung er sich zuletzt in Form einer Synthese verschiedenster naturwissenschaftlicher und archäologischer Daten geäußert hat.

Mit dem Wechsel nach Kärnten wandte sich Gleirscher zunächst der Erforschung der dortigen, längst überregional bekannten Hallstattkultur zu. Er konnte zeigen, dass sich die Hügelgräberfelder mitsamt den zugehörigen Höhensiedlungen qualitativ und quantitativ gliedern lassen und sich wiederholt in ihrer Bedeutung und Bestandszeit voneinander abheben. Während der älteren Hallstattkultur erwies sich Frög mit dem Burgberg von Rosegg als zentraler Siedlungsort im Kärntner Raum, der um die Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. vom Lamprechtskogel bei Mittertrixen mit den Königsgräbern von Waisenberg und dem Adelsfriedhof von Führholz abgelöst wurde. Nach dessen Ende zwischen 300 und 250 v. Chr. errichteten die aus dem Donauraum zugewanderten Kelten auf der Gracarca am Klopeiner See das neue Herrschaftszentrum in Kärnten, vermutlich die sagenumwobene Stadt Noreia. Darüber hinaus wandte sich Gleirscher der Erforschung aller anderen Perioden der Ur- und Frühgeschichte Kärntens zu, vom Lagerplatz der Neanderthaler in der Griffener Tropfsteinhöhle über Fragen nach den ersten bäuerlichen Siedlungen im Ostalpenraum und den Pfahlbauten der Kupferzeit, speziell jenem im Keutschacher See, zu Fragen zur Deutung der mittel- und spätbronzezeitlichen Hortfunde – in deren Rahmen er auch eine völlig unorthodoxe Sichtweise auf die Himmelsscheibe von Nebra vorgelegt hat – bis hin zu einer ersten archäologischen Synthese zum frühmittelalterlichen Fundstoff in Kärnten, Osttirol und der Obersteiermark, dem damaligen slawischen Fürstentum Karantanien, wobei Fragen der Kontinuität des christlichen Glaubens bzw. der Christianisierung der Slawen ebenso eine besondere Rolle zukam wie der Frage nach frühmittelalterlichen Befestigungsanlagen, etwa der Karnburg im Zollfeld. Die gemeinsam mit Peter Gamper auf der Gurina bei Dellach im Gailtal durchgeführten Ausgrabungen und Forschungen erbrachten zudem neue Erkenntnisse zur Romanisierung des Ostalpenraumes, die in weiterer Folge mit den gängigen Daten für den Magdalensberg abzugleichen waren, die sich in vielen Punkten als unhaltbar erwiesen. Studien zur Interpretation der Bildgeschichten der Kalenderberg-Kultur sowie der Situlenkunst sollen abschließend ebenso kurz erwähnt sein wie zu religionsgeschichtlichen Fragen, die an die Ausgrabungen in der Durezza-Schachthöhle über Warmbad Villach, an den Waffenweihefund am Förker Laas-Riegel über Nötsch im Gailtal sowie an die Mithras-Kulthöhle bei St. Egyden anknüpfen.

Als Leiter der Abteilung für Ur- und Frühgeschichte am Landesmuseum für Kärnten erneuerte Gleirscher die Räumlichkeiten zur Ur- und Frühgeschichte im Landesmuseum für Kärnten und führte zahlreiche Ausgrabungen in Kärnten durch.

Mitgliedschaften

Gleirscher ist in verschiedenen Expertengruppen tätig, so seit 1998 im Beirat des Südtiroler Archäologiemuseums und seit 2012 im österreichischen Kuratorium für Pfahlbauten im Rahmen des UNESCO-Welterbes Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen. Er ist seit 2002 Leiter der Sektion 1: „Ur- und Frühgeschichte“ beim Verband österreichischer Historiker und Geschichtsvereine (Wien) und seit 2003 Redaktionsmitglied der Zeitschrift Arheološki vestnik, herausgegeben vom Institut für Archäologie an der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Laibach/Ljubljana.

1998 wurde Gleirscher zum Korrespondierenden Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin gewählt und erhielt im selben Jahr der Förderungspreis für Wissenschaft des Landes Kärnten zugesprochen. 2014 wurde er zum Socio Corrispondente des Istituto Italiano di Preistoria e Protostoria (Korrespondierendes Mitglied des Italienischen Instituts für Ur- und Frühgeschichte)in Florenz gewählt, 2015 zum Dopisnega člana razreda za zgodovinske in družbene vede der Slovenska akademija znanosti in umetnosti (Korrespondierendes Mitglied der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste) in Ljubljana/Laibach.

Schriften (Auswahl)

Monographien

  • Die Räter (Chur 1991) = I Reti (Coira 1991).
  • (Hrsg. gem. m. I. R. Metzger) Die Räter / I Reti. Schr. Arge Alp Komm. III / Kultur (Bozen 1992).
  • (gem. m. Hans Rudolf Sennhauser u. a.) Müstair, Kloster St. Johann 1: Zur Klosteranlage. Vorklösterliche Befunde. Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege an der ETH Zürich 16, 1 (Zürich 1996).
  • Die Keltensiedlung auf der Gracarca. Eine archäologisch-historische Spurensuche um den Klopeiner See mit Ausblicken auf den Kärntner Raum und bis ins Mittelalter (St. Kanzian 1997).
  • (gem. mit S. Fabrizii-Reuer, A. Galik, M. Niederhuber u. E. Reuer) Archäologische und naturwissenschaftliche Untersuchungen zur Durezza-Schachthöhle bei Warmbad Villach (Kärnten) = Neues aus Alt-Villach / 34. Jahrbuch des Stadtmuseums (Villach 1997).
  • Karantanien. Das slawische Kärnten (Klagenfurt 2000).
  • (gem. m. H. Nothdurfter u. E. Schubert) Das Rungger Egg. Untersuchungen an einem eisenzeitlichen Brandopferplatz bei Seis am Schlern / Südtirol. Römisch-Germanische Forschungen 61 (Mainz 2002).
  • (gem. m. H. Oberrauch) Göttersache’n. Kult zu Ötzis Zeit (Bozen 2002) = (ins. con H. Oberrauch) In dono agli dei. Culti al tempo di Ötzi (Bolzano 2002).
  • (Hrsg. gem. m. F. Marzatico) Guerrieri, Principi ed Eroi fra il Danubio e il Po dalla Preistoria all’Alto Medioevo. Ausstellungskatalog Trento 2004 (Trento 2004).
  • (gem. mit W. Deuer, H. Krahwinkler, P.G. Tropper u. M. Wassermann) St. Daniel. Zur Geschichte der ältesten Pfarre im oberen Gailtal und Lesachtal. Festschrift zur 950-Jahr-Feier der Pfarrkirche St. Daniel 1054–2004 (Dellach im Gailtal 2004).
  • Ertauchte Geschichte. Zu den Anfängen von Fischerei und Schifffahrt im Alpenraum (Klagenfurt 2006).
  • Mystisches Kärnten. Sagenhaftes – Verborgenes – Ergrabenes (Klagenfurt 2006).
  • Noreia – Atlantis der Berge. Neues zu Göttin, Stadt und Straßenstation (Klagenfurt 2009).
  • (Hrsg. gem. m. F. Marzatico u. R. Gebhard) Le grandi vie delle civiltà. Relazioni e scambi fra Mediterraneo e il Centro Europa dalla Preistoria alla Romanità. Ausstellungskatalog Trento 2011 (Trento 2011).
  • Die Hügelgräber von Frög. Ein eisenzeitliches Herrschaftszentrum in Rosegg (Klagenfurt 2011).
  • (Hrsg. gem. m. F. Marzatico u. R. Gebhard) Im Licht des Südens. Begegnungen antiker Kulturen zwischen Mittelmeer und Zentraleuropa (München 2011).
  • (gem. m. E. Hirtenfelder) Mythos Magdalensberg. Pompeji der Alpen und heiliger Gipfel (Klagenfurt a. W. 2014).
  • Keutschach und die Pfahlbauten in Slowenien und Friaul. UNESCO-Welterbestätten (Klagenfurt a. W.-Ljubljana-Wien 2014).

Aufsätze

  • Stilisierte Frauenfigürchen aus Südtirol und dem Trentino. „Reitia“, Göttin der „Räter“? In: Der Schlern 60, 1986, S. 178–190.
  • Die Kleinfunde von der Hohen Birga bei Birgitz. Ein Beitrag zur Fritzens-Sanzeno-Kultur. In: Bericht der Römisch-Germanischen Kommission 68, 1987, S. 181–351.
  • Tiroler Schüssel- und Palmettenfibeln. Archäologisches zur Frage der Eroberung der Alpen durch die Römer. In: Germania 65, 1987, S. 67–88.
  • (gem. m. H. Nothdurfter) Die Kirchengrabung von St. Georg bei Völlan, Lana. In: Der Schlern 61, 1987, S. 267–305.
  • Zum frühen Siedlungsbild im oberen und mittleren Vinschgau mit Einschluß des Münstertales. In: Rainer Loose (Hrsg.): Der Vinschgau und seine Nachbarräume. Vorträge des landeskundlichen Symposiums in Schloß Goldrain 1991 (Bozen 1991), S. 35–50.
  • Räter, Rätergebiet und Rätien. In: Geschichte und Region/Storia e regione 1, 1992, S. 22–30.
  • Die Laugen-Melaun-Gruppe. In: Die Räter / I Reti, Schriften der Arge Alp Kommission III / Kultur (Bozen 1992), S. 117–134.
  • (gem. m. H. Nothdurfter) Zum Bronze- und Eisenhandwerk der Fritzens-Sanzeno-Gruppe. In: Die Räter / I Reti, Schriften der Arge Alp Kommission III / Kultur (Bozen 1992), S. 349–367.
  • Zum eisenzeitlichen Brandopferplatz am Rungger Egg bei Seis am Schlern (Südtirol). In: Die Räter / I Reti, Schriften der Arge Alp Kommission III / Kultur (Bozen 1992), S. 567–580.
  • „Tiroler“ Cenisolafibeln? Eine neue Definition der Variante Vill. In: Archäologisches Korrespondenzblatt 22, 1992, S. 93–107.
  • Der bronzene „Schildbuckel“ von der Gurina (Kärnten). Zu den hallstattzeitlichen Krempenfaleren in West- und Mitteleuropa. In: Germania 71, 1993, S. 31–57.
  • Ein urzeitliches Bergheiligtum am Pfitscher Jöchl über Dorf Tirol? Ein Beitrag zur Schalensteinforschung. In: Der Schlern 67, 1993, S. 407–435.
  • Zum etruskischen Einfluß auf die Golaseccakultur und dessen Auswirkungen auf die Kulturverhältnisse im Alpenrheintal. In: Helvetia Archaeologia 24 (93–94), 1993, S. 51–68.
  • Zum etruskischen Fundgut zwischen Adda, Etsch und Inn. In: Helvetia Archaeologia 24 (93–94), 1993, S. 69–105.
  • Urzeitliche Siedlungsreste im Bereich der Gracarca am Klopeiner See in Unterkärnten. Gracarca-Bericht 1. In: Carinthia I 183, 1993, S. 33–93.
  • Der Jüngling vom Magdalensberg. Teil einer „Noreia“-Gruppe? In: Bayerische Vorgeschichtsblätter 58, 1993, S. 79–98.
  • Neues zur Räterfrage und zum Alpenfeldzug der Römer. In: Der Schlern 69, 1995, S. 697–701.
  • Schalensteine in einem späthallstattzeitlichen „Häuptlingsgrab“ in Waisenberg bei Völkermarkt (Unterkärnten). In: Mitteilungen der ANISA 17, 1996, S. 35–49.
  • Neues zum Gracarca-Friedhof über Grabelsdorf. Gracarca-Bericht 2. In: Carinthia I 186, 1996, S. 11–45.
  • Spätkeltische und frührömische Funde im Bereich der Gracarca am Klopeiner See (Unterkärnten). In: Arheološki vestnik 47, 1996, S. 229–238.
  • Brandopferplätze, Depotfunde und Symbolgut im Ostalpenraum während der Spätbronze- und Früheisenzeit. In: Peter Schauer (Hrsg.): Archäologische Forschungen zum Kultgeschehen in der jüngeren Bronzezeit und frühen Eisenzeit Alteuropas. Kolloquium Regensburg 1993. Regensburger Beiträge zur Prähistorischen Archäologie 2 (Regensburg 1996), S. 429–449.
  • Eisenzeitliche Bernsteinfunde in Kärnten und ihr „Wegenetz“. In: Z. Wozniak (Hrsg.): Kontakte längs der Bernsteinstraße (zwischen Caput Adriae und den Ostseegebieten) in der Zeit um Christi Geburt. Materialien des Symposiums in Kraków 1995 (Kraków 1996), S. 35–46.
  • Die Kelten im Raum Kärnten. Ein Forschungsstand. In: E. Jerem / A. Krenn-Leeb / J.-W. Neugebauer / Otto Helmut Urban (Hrsg.): Die Kelten in den Alpen und an der Donau. Akten des Internationalen Symposions St. Pölten 1992. Archaeolingua 1 (Budapest-Wien 1996), S. 255–266.
  • Wider den Hirten „Ötzi“. In: Der Schlern 71, 1997, S. 223–232.
  • Weitere Siedlungsgrabungen auf der Gracarca am Klopeiner See. Gracarca-Bericht 3. In: Carinthia I 189, 1999, S. 11–41.
  • Zur archäologischen Gruppengliederung im Rätergebiet. In: G. Ciurletti / F. Marzatico (Hrsg.): I Reti / Die Räter. Atti del Simposio internazionale a Stenico 1993. Archeoalp 5 (Trento 1999), S. 257–268.
  • Der Drei Kapitel-Streit und seine baulichen Auswirkungen auf die Bischofskirchen im Patriarchat von Aquileia. In: Der Schlern 74, 2000, S. 9–18.
  • Vallis Norica – Sabiona – Prihsina. Zu territorial-politischen Fragen im Eisacktal. In: Helmut Flachenecker / Hans Heiss / Hannes Obermair (Hrsg.): Stadt und Hochstift / Città e Principato. Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 12 (Bozen 2000), S. 27–47.
  • Die Kelten und Kärnten. In: Kärntner Jahrbuch für Politik 2000, S. 11–38.
  • Ausgrabungen am Katharinakogel bei St. Michael / Bleiburg. In: Rudolfinum / Jahrbuch des Landesmuseums Kärnten 2000, S. 25–32.
  • Norische Könige und archäologische Quellen. In: Prähistorische Zeitschrift 76, 2001, S. 88–105.
  • Römisches Militär am Steiner Berg? In: F.-W. Leitner (Hrsg.), Carinthia Romana und die römische Welt. Festschrift Gernot Piccottini (Klagenfurt 2001), S. 237–247.
  • Alpine Brandopferplätze. In: L. Zemmer-Plank (Hrsg.), Kult der Vorzeit in den Alpen. Opfergaben – Opferplätze – Opferbrauchtum. Schriftenreihe der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Bozen 2002), S. 591–634.
  • I Celti in Carinzia. In: G. Cuscito (Hrsg.), I Celti nell’Alto Adriatico. In: Atti delle tre giornate internazionali di studio Trieste 2001. Antichità Altoadriatiche 48 (Trieste 2001), S. 241–259.
  • Ein mesolithischer Jägerrastplatz auf der Waidegger Alm in den Karnischen Alpen. In: Archaeologia Austriaca 84–85, 2000–2001, S. 295–306.
  • Ausstattungselemente des Mannes aus dem Eis mit Blick auf Rangzeichen im kupferzeitlichen Mitteleuropa. In: A. Fleckinger (Hrsg.): Die Gletschermumie aus der Kupferzeit 2. Neue Forschungsergebnisse zum Mann aus dem Eis. Schriften des Südtiroler Archäologiemuseums 3 (Bozen 2003), S. 41–55.
  • Eine Trense skythischen Typs aus Landskron (Kärnten). In: Neues aus Alt-Villach / Jahrbuch des Stadtmuseums 40, 2003, S. 25–37.
  • Zum Bleiwagen aus Frög bei Rosegg. Kessel- oder Prunkwagen. In: Arheološki vestnik 55, 2004, S. 251–266.
  • Das Grab eines namenlosen Königs in Waisenberg. In: R. Wedenig (Hrsg.): Hallstattkultur im Trixnertal (Völkermarkt 2005), S. 59–76.
  • Hügelgräber und Herrschaftsbereiche im Ostalpenraum. In: Arheološki vestnik 56, 2005, S. 99–112.
  • (gem. m. M. Pacher) Griffen. Zur jüngeren Altsteinzeit im Südostalpenraum. In: Rudolfinum / Jahrbuch des Landesmuseums Kärnten 2004, S. 65–107.
  • Zum Nachweis römischer Almhütten am Dachsteinplateau und in den Steiner Alpen (Kamniške Alpe). In: F. Mandl (Hrsg.): Alpen. Festschrift 25 Jahre ANISA. Mitteilungen der ANISA 25–26 (Haus i. Ennstal 2004–2005), S. 23–29.
  • Ein karantanischer Adelsfriedhof über Grabelsdorf. In: F. Nikolasch (Hrsg.), Symposium zur Geschichte von Millstatt und Kärnten 2005 (Klagenfurt 2005), S. 56–66.
  • Frühe Bauern in Kärnten und in der Steiermark. In: Ch. Gutjahr / M. Roscher / G. P. Obersteiner (Hrsg.): Homo effodiens – der Grabende. Festgabe Helmuth Ecker-Eckerhofen zum 70. Geburtstag. Hengist-Studien 1 (Wildon 2006), S. 10–20.
  • Eisenzeitliche Höhensiedlungen in Kärnten. In: A. Krenn-Leeb (Hrsg.): Wirtschaft, Macht und Strategie. Höhensiedlungen und ihre Funktionen in der Ur- und Frühgeschichte. Archäologie Österreichs Spezial 1 (Wien 2006), S. 223–232.
  • Frühmittelalterlicher Kirchenbau zwischen Salzburg und Aquileia. Ein Diskussionsbeitrag. In: Beiträge zur Mittelalterarchäologie Österreich 22, 2006, S. 61–80.
  • Urnenfelderzeitliche Grabhügel und Siedlungen der älteren Hallstattkultur in der Steiermark. Zum Beginn der Hallstattkultur im Südostalpenraum. In: Arheološki vestnik 57, 2006, S. 85–95.
  • Von wegen Illyrer in Kärnten. In: Rudolfinum / Jahrbuch des Landesmuseums Kärnten 2006 (2008), S. 13–22.
  • Invasioni o influssi culturali: Cimmeri e Sciti in Europa centrale? In: G. L. Bonora / F. Marzatico (Hrsg.): Ori dei cavalieri delle steppe. Ausstellungskatalog Trento (Trento 2007), S. 118–131.
  • Zum Bildprogramm der Himmelsscheibe von Nebra: Schiff oder Sichel? In: Germania 85, 2007, S. 23–33.
  • Frühes Kupfer und früher Kupferbergbau im und um den Ostalpenraum. In: M. Blečic et al. (Hrsg.): Scripta praehistorica in honorem Biba Teržan. Situla 44 (Ljubljana 2007), S. 93–110.
  • Keltische Waffenweihungen aus Förk im Gailtal (Kärnten). In: E. Lauermann / P. Trebsche (Hrsg.): Heiligtümer der Druiden. Opfer und Rituale bei den Kelten. Ausstellungskat. Asparn / Zaya 2008. Kataloge des Niederösterreichischen Landesmuseums N. F. 474 (St. Pölten 2008), S. 132–141.
  • Menschen- und Tieropfer aus der Durezza-Schachthöhle bei Warmbad Villach? In: E. Lauermann / P. Trebsche (Hrsg.): Heiligtümer der Druiden. Opfer und Rituale bei den Kelten. Ausstellungskat. Asparn / Zaya 2008. Kataloge des Niederösterreichischen Landesmuseums N. F. 474 (St. Pölten 2008), S. 142–153.
  • Keltische Baureste am Gipfel des Magdalensbergs? In: Archäologie Österreichs 19 / 2, 2008, S. 22–24.
  • Zum Grab des Schwertträgers von der Napoleonswiese über Warmbad Villach. Ein Nachtrag einschließlich drei der verschollenen geglaubten Gefäße. In: Arheološki vestnik 59, 2008, S. 213–225.
  • Zu Gast bei den norischen Königen von Waisenberg. Herdgerät und Trinkgeschirr aus dem zweiten Prunkgrab. In: Rudolfinum / Jahrbuch des Landesmuseums Kärnten 2008, S. 35–58.
  • Gräber keltischer Schwertkrieger vom Fuße der Gracarca (Kärnten). In: G. Tiefengraber / B. Kavur / A. Gaspari (Hrsg.): Keltske študije II – Studies in Celtic Archaeology. Papers in honour of Mitja Guštin. Protohistoire européenne 11 (Montagnac 2009), S. 143–162.
  • Außergewöhnliche Bestattungssitten im Alpenraum? Zweifel am kupferzeitlichen Kollektivgrab im Riparo Cavallino am Monte Covolo (Prov. Brescia) und an den hallstattzeitlichen Hügelgräbern von Ampass (Tirol). In: J. M. Bagley / Ch. Eggl / D. Neumann / M. Schefzik (Hrsg.), Alpen, Kult und Eisenzeit. Festschrift Amei Lang. Internationale Archäologie, Studia honoraria 30 (Rahden / Westf. 2009), S. 457–465.
  • Sopron – Nové Košariská – Frög. Zu den Bildgeschichten der Kalenderberg-Kultur. In: Praehistorische Zeitschrift 84, 2009, S. 202–223.
  • Gurina e Magdalensberg. Note sull’attuale discussione riguardante la fase insediativa iniziale d’epoca romana in Noricum. In: G. Cuscito (Hrsg.), Aspetti e problemi della romanizzazione. Venezia, Histria e arco alpino orientale. Antichità Altoadriatiche 68 (Trieste 2009), S. 309–328.
  • Zur antiken Bebauung auf dem Gipfel des Magdalensbergs. Zwischen Oppidum, Königsburg und Heiligtum. In: Bonner Jahrbücher 207, 2007 (2010), S. 103–120.
  • Hochweidenutzung oder Almwirtschaft? Alte und neue Überlegungen zur Interpretation urgeschichtlicher und römerzeitlicher Fundstellen in den Ostalpen. In: F. Mandl / H. Stadler (Hrsg.): Archäologie in den Alpen. Alltag und Kult. Forschungsber. ANISA 3 (Haus i. E. 2010), S. 43–62.
  • Keltisch, frühmittelalterlich oder türkenzeitlich? Zur Datierung einfach strukturierter Wehranlagen im Südostalpenraum. In: Beiträge zur Mittelalterarchäologie Österreich 26, 2010, S. 7–32.
  • (gem. m. A. Pichler) Zum Goldreichtum der „norischen Taurisker“. Lagerstätten versus antike Quellen. In: Archäologisches Korrespondenzblatt 41, 2011, S. 51–63.
  • Die Karnburg im Kärntner Zollfeld: Vom königlichen Wirtschaftshof zur Residenz des Gewaltboten. In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 119, 2011, S. 287–310.
  • Un flabello decorato nell’arte delle situle di Waisenberg (Carinzia). In: Notizie Archeologiche Bergomensi 19, 2011, S. 327–343.
  • Kelten am Magdalensberg? In: R. Karl / J. Leskovar / St. Moser (Hrsg.): Interpretierte Eisenzeiten. Die erfundenen Kelten – Mythologie eines Begriffes und seine Verwendung in Archäologie, Tourismus und Esoterik. Studien zur Kulturgeschichte von Oberösterreich 31 (Linz 2012), S. 195–204.
  • Ente, Entenmann und Heros in der Situlenkunst. Zur mythologischen Deutung eines Deckelfrieses aus Waisenberg (Kärnten). In: Germania 87, 2009 (2013), S. 411–436.
  • Fortificazioni medievali prima dei castelli in Carinzia. In: B. Maurina / C. A. Postinger (Hrsg.): Prima dei castelli medievali: materiali e luoghi nell’arco Alpino orientale. Atti della Accademia Roveretana degli Agiati, cl. scienze Umane e Lettere ed Arti ser. IX, vol. II, A, fasc. II (Rovereto 2012), S. 33–62.
  • Hahn oder Schwan? Zu einer Gruppe vogelgestaltiger Tierfiguren aus Frög. In: R. Breitwieser / M. Frass / G. Nightingale (Hrsg.): Calamus. Festschrift für Herbert Graßl. Philippika. Marburger altertumskundliche Abhandlungen 57 (Wiesbaden 2013), S. 233–243.
  • Der Vinschgau im Frühmittelalter. Archäologisches. In: H. R. Sennhauser (Hrsg.): Wandel und Konstanz zwischen Bodensee und Lombardei zur Zeit Karls des Grossen. Kloster St. Johann in Müstair und Churrätien. Acta Müstair, Kloster Sankt Johann, 3 (Zürich 2013), S. 19–42.
  • Zur Nachweisbarkeit einer antiken bergmännischen Nutzung der Edelmetalllagerstätten in den Hohen Tauern und im Lavanttal. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 153, 2013, S. 9–26.
  • Die Karnburg. Königlicher Wirtschaftshof und königliche Burg oder Herzogsburg? In: F. Nikolasch (Hrsg.): Symposium zur Geschichte von Millstatt und Kärnten 2013 (Klagenfurt a. W. 2014), S. 1–13.
  • Frühes Gold aus Kärnten. In: S. Tecco Hvala (Hrsg.): Studia Praehistorica in Honorem Janez Dular. Opera Instituti Archaeologici Sloveniae 30 (Ljubljana 2014), S. 137–148.
  • Ein ältereisenzeitliches Gehänge aus Frojach bei Rosegg (Kärnten). Zur Entwicklung anthropomorpher Gehänge beidseits der Alpen von der Spätbronzezeit bis in die jüngere Eisenzeit. In: Arheološki vestnik 65, 2014, S. 79–100.
  • Fragments of a carnyx from Leisach (Austria). In: Ch. Gosden / S. Crawford / K. Ulmschneider (Hrsg.): Celtic Art in Europe: making connections. Essays in honour of Vincent Megaw on his 80th birthday (Oxford 2014), S. 123–128.
  • Some remarks on the Iceman: his death and his social rank. In: Prähistorische Zeitschrift 89/2, 2014, S. 40–54.

Ausstellungen

  • Die Räter / I Reti (mit Ingrid R. Metzger) (Rätisches Museum, Chur 1991, und in verschiedenen Städten der Länder der Arge Alp bis 1993)
  • Opferhöhlen der Hallstattzeit zwischen Franken und der Adria (Museum der Stadt Villach, Villach 1998 und Landesmuseum für Kärnten, Klagenfurt 1999)
  • Göttersachen. Kult zu Ötzi's Zeit / In dono agli dei (mit Hanns Oberrauch) (Südtiroler Archäologiemuseum, Bozen 2002, und Museum der Stadt Villach, Villach 2003)
  • Guerrieri, Principi ed Eroi fra il Danubio e il Po dalla Preistoria all’Alto Medioevo (mit Franco Marzatico) (Museo del Buonconsiglio, Trento 2003)
  • Ertauchte Geschichte. Zu den Anfängen von Fischerei und Schifffahrt im Alpenraum (Landesmuseum für Kärnten, Klagenfurt 2006 und Keltenwelt Frög-Rosegg, Rosegg 2007)
  • Zu Gast bei den norischen Königen (Landesmuseum für Kärnten, Klagenfurt 2008)
  • Auf der Suche nach Noreia (Keltenwelt Frög-Rosegg, Rosegg 2010 / 2011)
  • Le grandi vie delle culture. Relazioni e scambi fra Mediterraneo e il centro Europa dalla Preistoria alla romanità (mit Franco Marzatico und Rupert Gebhard) (Museo del Buonconsiglio, Trento 2011)
  • Im Licht des Südens. Kulturtransfer zwischen dem Mittelmeerraum und Mitteleuropa von der Vorgeschichte bis in die Römerzeit (mit Rupert Gebhard und Franco Marzatico) (Archäologische Staatssammlung, München 2011 / 2012)
  • Kultwagen – Von der Nordsee bis zum Mittelmeer (Keltenwelt Frög-Rosegg, Rosegg 2012)
  • Das weibliche Amulett aus Frojach. Aus der langen Entwicklung vorrömischer Heilszeichen (Keltenwelt Frög-Rosegg, Rosegg 2013)
  • 150 Jahre Pfahlbau Keutschacher See. UNESCO-Welterbe (Keltenwelt Frög-Rosegg, Rosegg 2014)