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vom 20.03.2020, aktuelle Version,

Pfarrkirche Hallwang

Katholische Pfarrkirche hl. Martin in Hallwang
im Langhaus zum Chor

Die Pfarrkirche Hallwang steht auf ansteigendem Gelände in der Ortsmitte der Gemeinde Hallwang im Bezirk Salzburg-Umgebung im Land Salzburg. Die auf das Patrozinium Martin von Tours geweihte römisch-katholische Pfarrkirche gehört zum Dekanat Bergheim in der Erzdiözese Salzburg. Die Kirche steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).

Geschichte

Urkundlich wurde erstmals 1430 eine Kirche genannt. Der gotische Kirchenbau wurde von 1687 bis 1694 mit Gaspare Zuccalli dreischiffig erweitert, 1787 wurde die Kirche wieder auf ein Schiff zurückgebaut. Der gotische im Kern romanische Turm erhielt 1763 einen Helm nach einem Entwurf von Wolfgang Hagenauer. 1858 erfolgte die Erhebung zur Pfarrkirche. Die Kirche wurde 1971 außen und 1974 innen restauriert. Bei der Grabung 1974 wurde ein Bad eines römischen Gutshofes aus dem ersten und zweiten Jahrhundert aufgedeckt und darüber Reste der ersten Kirche aus dem neunten und zehnten Jahrhundert. Danach erfolgte ein Neubau der Romanik, der heutige Chor und der Turm sind im Kern erhalten.

Architektur

Der einschiffige barocke im Kern romanische Kirchenbau mit einem Westturm ist von einem Friedhof umgeben.

Kirchenäußeres

Das Langhaus und der Chor haben einen umlaufenden Sockel, beim vierten Langhausjoch besteht im Süden eine Böschung. Der eingezogene Chor schließt mit einer Rundapsis. Der dreigeschoßige Turm vor der westlichen Giebelfassade zeigt eine Geschoßteilung mit Kaffgesimse, aufgesetzt als viertes Geschoß besteht ein oktogonaler barocker Aufsatz mit einem Zwiebelhelm mit Schindeln mit Laterne mit den Jahresangaben 1849 und 1927. Das spätgotische Westportal ist gekehlt und gestäbt und hat einen geraden Sturz. Das Turmerdgeschoß ist kreuzrippengewölbt mit Jahresangabe 1320 und mit einem runden Schlussstein. Südlich des Turmes ist ein eingeschoßiger Anbau als ehemalige Totenkapelle, es gibt einen Grabplatte Rupert Prätzl, Pfleger zu Radeck, gestorben 1480. Südlich am Chor steht ein zweigeschoßiger Sakristeianbau.

Ausstattung

Der Hochaltar mit einem barocken Aufbau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts verändert. Das Hochaltarblatt hl. Martin malte Johann Endfelder (1849).

Die Orgel baute Ludwig Mooser (1842). Eine Glocke nennt SMCA 1481.

Es gibt eine römische Grabplatte für Quintus Sabinius Euprepes und Sabinia Tertulla aus dem ersten Jahrhundert.

Literatur

  • Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Salzburg 1986. Hallwang, Pfarrkirche hl. Martin, Pfarrhof, S. 159–160.
Commons: Pfarrkirche St. Martin (Hallwang)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien