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vom 14.05.2016, aktuelle Version,

Pfarrkirche Windischgarsten

Katholische Pfarrkirche hl. Jakobus in Windischgarsten
Innenansicht
Schoißwohl-Kreuz

Die römisch-katholische Pfarrkirche Windischgarsten steht in der Gemeinde Windischgarsten im Bezirk Kirchdorf an der Krems in Oberösterreich. Sie ist dem heiligen Jakobus geweiht und gehört zum Dekanat Windischgarsten in der Diözese Linz. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz.[1]

Geschichte

Die Kirche wird 1119 erstmals urkundlich erwähnt. Die heutige Kirche wurde 1463 neu erbaut und vom 17. bis zum 19. Jahrhundert oftmals restauriert.

Kirchenbau

Kirchenäußeres

Die Kirche ist ein spätgotischer Bau. Im nördlichen Chorwinkel schließt der gotische, 1495 erbaute Kirchturm an die Sakristei an. Der 1870 erneuerte Kirchturm hat einen achtseitigen Spitzhelm.

Kircheninneres

Die gotische Kirche hat ein einschiffiges Langhaus mit vier Schiffsjochen. Darüber ist ein Netzrippengewölbe in Form eines sechsteiligen Rautensterns. Der spätgotische dreijochige Chor ist eingezogen und netzrippengewölbt. Er endet in einem 3/8-Schluss. Die Kernmauern des Langhauses sind zum Teil gotisch, wurden jedoch in der Barockzeit umgebaut und umgestaltet. Sie weisen breite, zum Teil stark eingezogene Streben auf. Im unteren Bereich sind Durchgänge und im oberen Bereich Emporen. Beide sind tonnengewölbt. Dadurch wird eine dreischiffige Wirkung des Langhauses bewirkt. Der mittlere Bereich des Langhauses ist flachhängekuppelgewölbt. Die zweijochige Empore steht in der Verlängerung des „Mittelschiffes“.

Ausstattung

Das Altarbild des Hochaltares entstand in der Art des Johann Karl von Reslfeld. Die Statuen von 1706 sind gefasst. Um 1770 entstanden die Seitenaltäre im Rokoko-Stil. Die Altarbilder dieser Altäre hängen in prächtigen Rahmen und stammen von Martin Johann Schmidt oder einem ihm nahestehenden Künstler. Die Ende des 18. Jahrhunderts errichtete Kanzel ist klassizistisch. In der Seitenkapelle befindet sich eine gute Muttergottesstatue aus dem zweiten Viertel des 17. Jahrhunderts. Sie stammt wahrscheinlich aus der Pfarrkirche Spital am Pyhrn. Die übrigen Statuen stammen aus dem 18. Jahrhundert. An der Außenseite der Kirche sind schön ausgeführte schmiedeeiserne Grabkreuze aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Besonders bemerkenswert ist das „Schoißwohl-Kreuz“ aus der Hand des Spitaler Künstlers Andreas Ferdinand Lindemayr aus der Zeit um 1720.

Orgel

Die Orgel befindet sich in einem barocken Gehäuse.

Literatur

  • DEHIO-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Oberösterreich. Windischgarsten. Pfarrkirche hl. Jakobus. Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1977, 6. Auflage, S. 383f.
  Commons: Pfarrkirche Windischgarsten  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Oberösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz.. Archiviert vom Original im Mai 2016. Bundesdenkmalamt, Stand: 26. Juni 2015 (PDF).