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vom 22.04.2017, aktuelle Version,

Philharmonia Hungarica

Gedenktafel am Hotel Esplanade in Baden bei Wien

Die Philharmonia Hungarica war ein Orchester, das in Marl (Ruhrgebiet) beheimatet war.

Die Philharmonia Hungarica (von Ungarn) wurde 1956 von vor der Niederschlagung des Ungarischen Volksaufstands geflohenen Musikern im Hotel Esplanade in Baden bei Wien gegründet. Gründungsmitglied und erster Chefdirigent des Orchesters war Zoltán Rozsnyai, ein ehemaliger Leiter des Ungarischen Nationalorchesters.

Später verlegte das Orchester seinen Sitz nach Deutschland und wurde von der Bundesrepublik Deutschland subventioniert. Durch das Engagement von Rozsnyai sowie des Ehrenpräsidenten Antal Doráti wurde die Philharmonia Hungarica bald zu einem bekannten Orchester in Europa.

Bekannt wurde das Orchester insbesondere durch die Einspielung sämtlicher 104 Sinfonien von Joseph Haydn für Decca mit Antal Dorati, ein sehr großes Projekt, das aber innerhalb relativ kurzer Zeit abgewickelt wurde.

Mit der politischen Wende war der ursprüngliche Daseinszweck erfüllt, die künstlerische Qualität ging nachweislich spürbar zurück und die Einstellung öffentlicher Förderung bedeutete das Aus für den Klangkörper mit ca. 100 Mitgliedern. Letzte Konzerte fanden 2004 statt. Die Namensrechte des Orchesters werden mittlerweile anderweitig genutzt. Prominente Chefdirigenten waren Yehudi Menuhin und Justus Frantz. Am 23. Oktober 2006 gab in Marl die Neue Philharmonia Hungarica, die sich teilweise aus Musikern des ehemaligen Orchesters zusammensetzt, unter Leitung von Alois Springer ein Jubiläumskonzert zum 50. Jahrestag des Ungarnaufstandes und der Gründung des ehemaligen Orchesters.

Unter Leitung von Eberhard Schoener wirkte die Philharmonie auf Jon Lords Sarabande mit.