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vom 15.05.2017, aktuelle Version,

Porträt des Kaisers Maximilian und seiner Familie

Familie des Kaisers Maximilian I.
Bernhard Strigel, nach 1515
Öl auf Lindenholz
72,8 × 60,4 cm
Kunsthistorisches Museum

Das Gemälde Porträt des Kaisers Maximilian und seiner Familie wurde von dem oberschwäbischen Meister Bernhard Strigel nach dem 24. März 1516 gemalt und ist das einzige signierte Bild von ihm.[1] Es wird im Wiener Kunsthistorischen Museum gezeigt.

Original

Das vom Memminger Maler Bernhard Strigel geschaffene Bild zeigt die sechsköpfige kaiserliche Familie in einem Raum. Sämtliche Personen sind durch Inschriften zu identifizieren. Kaiser Maximilian steht an der linken Bildseite, hält seinen Enkel Ferdinand I. im Arm und lässt seine rechte Hand auf dessen linken Oberarm ruhen. Der linke Arm des Herrschers liegt auf der Schulter von Karl V. Im Hintergrund ist Philipp der Schöne abgebildet. Er steht hinter seiner schon 1482 verstorbenen Mutter, Maria von Burgund. Vor Maria ist Maximilians Schwiegerenkel Ludwig II. abgebildet.

Maximilian und Ferdinand I. sind vor einem grünen Brokatvorhang abgebildet, während die anderen vier Personen vor einer Landschaft stehen. Das obere Drittel der Landschaft nimmt der Himmel ein. Maximilian, Philipp und Karl tragen ein Barett, Ferdinand und Ludwig ein Kränzchen im Haar. Mit Ausnahme von Ferdinand tragen alle Personen Halsketten. Maria von Burgund ist mit einer Haube und einem Schal geschmückt.

Replik im Strigel-Museum

Porträt des Kaisers Maximilian und seiner Familie
Anonymer Meister, 18. Jahrhundert
Öl auf Leinwand
56 × 47 cm
Antoniterkloster Memmingen

Eine Replik des Gemäldes aus dem späten 18. Jahrhundert ist im Strigelmuseum im ehemaligen Antoniterkloster in Memmingen ausgestellt. Es enthält die für Strigel typischen Kompositionen, ohne jedoch dem Original künstlerisch nahezukommen. Die Farben sind teilweise verändert. Auch sind die Personen eher schematisch dargestellt. Die Replik enthält Beigaben, die auf dem Original nicht vorhanden sind, so eine Inschrift auf der von Ludwig gehaltenen Pergamentrolle oder die Rose, die Ferdinand in seiner rechten Hand hält.

Literatur

  • Melanie Thierbach: Führer durch das Strigelmuseum. 1998, MZ-Verlagsdruckerei, Memmingen, ISBN 3-927001-28-X.
  • Josef Numberger: Die Familie des Kaisers Maximilians. In: Lueg ins Land. Heimatbeilage des „Allgäuer Beobachter“ und des „Schwäbischen Beobachter“. Jg. 3, 1936, ZDB-ID 1486262-1, S. 171ff.
  • Gertrud Otto: Bernhard Strigel. (= Kunstwissenschaftliche Studien. Bd. 33, ISSN 0170-9186). Deutscher Kunstverlag, München/ Berlin 1964.
  • Walter Braun: Maximilian I. und Bernhard Striel. In: Der Spiegelschwab. 4, 1966, ZDB-ID 1257186-6, S. 13.
  • Konrad Honold: Ein unbekanntes Bildnis Kaiser Maximilians I. von Bernhard Strigel. In: Tiroler Heimatblätter. Jg. 42, Heft 4/6, 1967, ISSN 0040-8115, S. 33–39.

Einzelnachweise

  1. Führer durch das Strigelmuseum. S. 41.