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vom 16.10.2018, aktuelle Version,

Pusterwald

Pusterwald
Wappen Österreichkarte
Wappen von Pusterwald
Pusterwald (Österreich)
Pusterwald
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Murtal
Kfz-Kennzeichen: MT (ab 1.7.2012; alt: JU)
Fläche: 105,29 km²
Koordinaten: 47° 19′ N, 14° 23′ O
Höhe: 1072 m ü. A.
Einwohner: 450 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 4,3 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8764
Vorwahl: 03574
Gemeindekennziffer: 6 20 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pusterwald 51
8764 Pusterwald
Website: www.pusterwald.steiermark.at
Politik
Bürgermeister: Julius Koini (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(9 Mitglieder)
5
3
1
5  3  1 
Insgesamt 9 Sitze
Lage von Pusterwald im Bezirk Murtal
FohnsdorfGaalLobmingtalHohentauernJudenburgKnittelfeldKobenzMaria Buch-FeistritzObdachPöls-OberkurzheimPölstalPusterwaldSankt Georgen ob JudenburgSankt Marein-FeistritzSankt Margarethen bei KnittelfeldSankt Peter ob JudenburgSeckauSpielbergUnzmarkt-FrauenburgWeißkirchen in SteiermarkZeltwegSteiermark Lage der Gemeinde Pusterwald im Bezirk Murtal (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Pusterwald ist eine Gemeinde mit 450 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) im Bezirk Murtal in der Steiermark. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Judenburg.

Kriegerdenkmal von Franz Xaver Ölzant

Geografie

Geografische Lage

Das Gemeindegebiet liegt in den Wölzer Tauern der Niederen Tauern und erstreckt sich vertikal von 951 bis auf 2363 m ü. A. (Hohenwart).

Nachbargemeinden sind, beginnend im Norden im Uhrzeigersinn: Bretstein, Sankt Oswald-Möderbrugg, Oberzeiring, Schönberg-Lachtal, Oberwölz Umgebung, Donnersbachwald.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde und Ortschaft Pusterwald.

Geschichte

Pusterwald wurde im Jahre 1318 erstmals urkundlich erwähnt, das Tal wurde schon 1294 als Freytal erstmals erwähnt. Die heutige Kirche wurde 1430 erbaut. Herren waren unter anderen die Grafen von Montfort. Zwischen 1589 und 1738 gehörte Pusterwald zur Herrschaft derer von Herberstein und bildete ein eigenes Amt. 1849/50 wurde die politische Gemeinde Pusterwald errichtet.[1] 1934 fiel der siebenjährige Viktor Heinisser einem Raubmord zum Opfer. Der Täter aus Pusterwald wurde bald darauf verhaftet, zum Tode verurteilt und am 4. Jänner 1935 im Hof des Kreisgerichtes Leoben hingerichtet. 2000 wurde Pusterwald zum schönsten Blumendorf der Steiermark gewählt, 2003 zum schönsten Gebirgsblumendorf.

Bevölkerung

Die Gemeinde hatte laut Volkszählung 2001 572 Einwohner. 92,7 % der Bevölkerung besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft. Zur römisch-katholischen Kirche bekennen sich 92,1 % der Einwohner, zur evangelischen Kirche 3,1 %, 1,9 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gibt es 19 Arbeitsstätten mit 44 Beschäftigten in der Gemeinde sowie 161 Auspendler und 16 Einpendler. Es gibt 59 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 31 im Haupterwerb), die zusammen 6.235 ha bewirtschaften (1999).

Die Verkehrserschließung erfolgt über die L528 Pusterwaldstraße.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 9 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 aus Mandataren der folgenden Parteien zusammen:

Die ÖVP stellt mit Julius Koini den Bürgermeister.

Wappen

Das Wappen wurde der Gemeinde von der steirischen Landesregierung am 1. Mai 1974 verliehen. Die Beschreibung lautet: „In von Silber zu Grün erniedrigt geteiltem Schild oben drei nebeneinanderstehende grüne Fichten, unten ein anstoßender silberner Sparren.

Tourismusverband

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Pölstal und Pöls-Oberkurzheim den Tourismusverband „Region Pölstal“. Dessen Sitz ist die Gemeinde Pölstal.[2]

Ehrenbürger

  • 1881: Johann Freiherr von Vernier-Rougemont, Bezirkshauptmann von Judenburg
  • 1933: Otto Habsburg (1912–2011), Schriftsteller, Publizist und Politiker
  • 1953: Josef Krainer (1903–1971), Landeshauptmann
  • 1953: Dr. Cyrill Ludvik, Bezirkshauptmann von Judenburg
  • 1996: Josef Krainer (1930–2016), Landeshauptmann a. D.
  • 1999: Waltraud Klasnic (* 1945), Landeshauptmann
  • 2001: DI Josef Riegler (* 1938), Vizekanzler a. D.
  • 2001: RR OAR Gustav Hafner
  • 2013: Simon Pojer

Literatur

  • Fridolin von Freythall (1832–1903) hat in der Novelle „Das Hochgericht vom Birkachwald“ die Pusterwalder Legende vom Bruckenbauer Lex literarisch bearbeitet.
  • Günther Schwab (1904–2006) der österreichische Schriftsteller, Erzähler und Essayist, aber auch Drehbuch- und Hörspielautor war in Pusterwald als Forstverwalter tätig. Er schrieb u. a. den autobiografischen Schlüsselroman Die Leute von Arauli (1976), der seine Pusterwalder Zeit von 1936 bis 1945 behandelt.
  • Johann Tomaschek: 700 Jahre Pusterwald. Ortsgeschichte und Häuserbuch. Pusterwald 2004.

Einzelnachweise

  1. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark, 21. Stück, 7. Oktober 1850, Nr. 378.
  2. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 316. ZDB-ID 1291268-2 S. 628–629.
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