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vom 15.06.2016, aktuelle Version,

Raoul Korner

Basketballspieler
Raoul Korner
Spielerinformationen
Geburtstag 2. April 1974
Geburtsort Wien, Österreich
Position Point Guard
Vereine als Trainer
1999–2001 Osterreich BasketClubs Vienna
2001–2003 Osterreich Union Mattersburg 49ers
2003–2005 Osterreich UBM Arkadia Traiskirchen Lions
2005–2010 Osterreich Welser BC
2010–2013 Niederlande EiffelTowers Den Bosch
2013–2016 DeutschlandBasketball Löwen Braunschweig
Seit 02016 Deutschland medi Bayreuth
Nationalmannschaft als Trainer
2001–2003 Osterreich Österreichischer Basketballverband
0000000000000 B-Nationalmannschaft
0000000000000 A-Nationalmannschaft (AC)

Raoul Korner (* 2. April 1974 in Wien) ist ein österreichischer Basketballtrainer. Er ist derzeit Cheftrainer des deutschen Bundesligisten Medi Bayreuth.

Korner gewann in seiner Heimat Österreich sowie in den Niederlanden mit seinen jeweiligen Mannschaften je einmal die nationale Meisterschaft und den Pokalwettbewerb. Ab der Basketball-Bundesliga 2013/14 war er als Cheftrainer der New Yorker Phantoms aus Braunschweig der erste Österreicher, der verantwortlicher Trainer einer Mannschaft in der deutschen Basketball-Bundesliga ist.[1]

Karriere

Korner, bis 1996 selbst als Spieler aktiv, schloss 1997 sein Jurastudium ab und wurde bald danach professioneller Basketballtrainer.[2] In seiner zweiten Saison als verantwortlicher Trainer der BasketClubs Vienna in seiner Heimatstadt konnte er die Mannschaft 2001 unter die vier besten Mannschaften der „Österreichischen Basketball Bundesliga“ bringen, nachdem die Mannschaft in den beiden Spielzeiten zuvor jeweils nur den drittletzten Tabellenplatz belegt hatte. Korner wurde daraufhin als „Trainer des Jahres“ in Österreich ausgezeichnet und wechselte zum Ligakonkurrenten Union 49ers aus Mattersburg. Mit den 49ers gewann er in seiner ersten Saison 2001/02 mit dem nationalen Pokalwettbewerb 2002 seinen ersten Titel als Trainer[1] und konnte die Mannschaft in der Meisterschaft ebenfalls unter den besten vier Mannschaften platzieren. Erneut wurde Korner als Trainer des Jahres ausgezeichnet.[2] Nachdem sich die 49ers in der folgenden Saison nicht weiter verbessern konnten, wechselte Korner zum Konkurrenten UBM Lions aus Traiskirchen. Mit den Lions, die drei Jahre zuvor Double-Gewinner gewesen waren und in der Vorsaison auf den drittletzten Platz abgerutscht waren, gelang Korner keine signifikanten Erfolge und nur eine geringfügige Verbesserung in der Abschlusstabelle jeweils auf dem achten Platz.

Nach zwei Jahren übernahm Korner daher 2005 mit dem WBC aus Wels einen weiteren österreichischen Erstligisten. Im Pokalwettbewerb 2006 schlug man im Finale seine ehemalige Mannschaft aus Traiskirchen und holte den ersten Titelerfolg für den Verein, der 2003 in die höchste Spielklasse Österreichs zurückgekehrt war. Erstmals nach der Erstliga-Rückkehr zog man auch in die Finalserie der Meisterschaft ein, in der man dem Titelverteidiger Allianz Swans Gmunden unterlag. Auch in den folgenden beiden Meisterschafts-Play-offs scheiterte man jeweils an der Mannschaft aus Gmunden, jedoch vor dem Erreichen des Finales. 2009 verlor man knapp mit einem Punkt Unterschied das Finale des Pokalwettbewerbs gegen den amtierenden Meister BSC Panthers Fürstenfeld, doch in der Halbfinalserie der Meisterschaft 2008/09 konnte man gegen den Titelverteidiger bestehen und zog nach drei Jahren wieder in die Finalserie ein. Hier konnte man diesmal den „Angstgegner“ Swans Gmunden besiegen und die erste Meisterschaft für den Verein holen. Neben Mannschaftskapitän Armin Woschank gehörten der später in der deutschen Bundesliga aktive Brandon Thomas, der Deutsche Tilo Klette sowie Final-MVP Ricky Moore zu den wichtigsten Spielern beim Meisterschaftserfolg. In der folgenden Saison schied man als Titelverteidiger frühzeitig in der Play-off-Viertelfinalserie aus und Korner verließ den Verein.

Für die Saison 2010/11 bekam Korner die Möglichkeit, im Ausland die Mannschaft EiffelTowers aus ’s-Hertogenbosch in den Niederlanden zu übernehmen. Der niederländische Rekordmeister war zuletzt 2007 nationaler Meister geworden. Nach einem dritten Platz in der ersten Saison wurde Korner mit dem Verein 2012 erneut Meister. In der folgenden Saison 2012/13 verlor man zu Beginn das Finale im Supercup gegen Titelverteidiger ZZ Leiden, konnte sich aber im Halbfinale des Pokalwettbewerbs gegen diese Mannschaft durchsetzen und im Finale auch den niederländischen Pokalwettbewerb gewinnen. Als Hauptrundenerster und Titelverteidiger schied man jedoch in der Play-off-Halbfinalserie aus und konnte seinen Titel nicht verteidigen. Korner bekam anschließend die Möglichkeit, in die deutsche Basketball-Bundesliga zu wechseln und wurde Trainer der New Yorker Phantoms aus Braunschweig, die zuvor nur mit Mühe den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga 2012/13 erreicht hatten.

Nach drei Jahren in Braunschweig wechselte er am 3. Mai 2016 als neuer Head Coach zu Medi Bayreuth.[3]

Einzelnachweise

  1. 1 2 Raoul Korner Headcoach bei Braunschweig. Der Standard, 11. Juni 2013, abgerufen am 27. Oktober 2013.
  2. 1 2 Ute Berndt: Raoul Korner wird Cheftrainer bei den New Yorker Phantoms. Braunschweiger Zeitung, 11. Juni 2013, abgerufen am 27. Oktober 2013.
  3. Raoul Korner ist neuer Head Coach / Stäubli verlängert Sponsoring für 2 Jahre. In: medi bayreuth. 3. Mai 2016, abgerufen am 3. Mai 2016.