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vom 23.06.2016, aktuelle Version,

Reinhard Urbach

Reinhard Urbach (* 12. November 1939 in Weimar, Thüringen) ist ein österreichischer Theaterwissenschaftler, Dramaturg, Theaterleiter.

Reinhard Urbach studierte Germanistik, Geschichte und Theaterwissenschaft an den Universitäten in Köln, Bonn und Wien. Seine Promotion schrieb er über Arthur Schnitzler. Seit 1964 lebt er in Wien. Von 1968 bis 1975 war er Mitarbeiter der Österreichischen Gesellschaft für Literatur. Er unternahm ab 1970 Vortragsreisen und hatte verschiedene Gastprofessuren. Im Jahr 1975 gründete er als Literaturreferent des Kulturamts der Stadt Wien das Literarische Quartier in der Alten Schmiede. Er war von 1979 bis 1986 Chefdramaturg des Burgtheater und initiierte die Veranstaltungsreihe Literatur im März. Von 1988 bis 2002 war er Leiter des Theaters der Jugend in Wien. Seit 1990 lehrt er am Institut für Theaterwissenschaft in Wien. Er ist Verfasser mehrerer Publikationen zur österreichischen Literatur- und Theatergeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Arthur Schnitzler, Ferdinand Raimund und andere).

Er besitzt einen Teilnachlass von Otto Soyka.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Schnitzler-Kommentar zu den erzählenden Schriften und dramatischen Werke. München: Winkler 1974, ISBN 3-538-07017-2
  • Burgtheater Wien 1776 - 1986, Ebenbild und Widerspruch. 200 u. 10 Jahre. Hrsg. von R. U. und Achim Benning. Gestaltet von Christine de Grancy und Monika Gilsing. Wien: Schroll 1986, ISBN 3-7031-0623-9
  • R. U., Evelyne Polt-Heinzl u. Konstanze Fliedl: Schnitzlers Sprachen der Liebe. Wien: Picus 2010 (Wiener Vorlesungen 147)

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