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vom 27.04.2016, aktuelle Version,

Rudolf Scharizer

Rudolf Scharizer (* 1. April 1859 in Freistadt; † 14. Dezember 1935 ebenda) war ein österreichischer Mineraloge und Petrograph.

Leben

Scharizer studierte 1877 bis 1880 Mineralogie, Geologie und Chemie an der Universität Wien und war Demonstrator bei dem Mineralogen Albrecht Schrauf. 1882 absolvierte er die Lehramtsprüfung für Gymnasien (Mathematik, Physik, Naturgeschichte) und ein Probejahr am Akademischen Gymnasium in Wien. 1883 wurde er bei Schrauf und Gustav Tschermak promoviert (Der Basalt von Ottendorf in Österreichisch-Schlesien), wurde Assistent am Mineralogischen Museum der Universität Wien und 1886 Privatdozent für chemische Mineralogie an der Hochschule für Bodenkultur in Wien, an der er sich 1885 habilitierte. 1888 wurde er Privatdozent für Mineralogie an der Universität Wien und unternahm 1888/1889 eine Studienreise durch Europa. 1891 wurde er außerordentlicher Professor und 1894 Professor an der Universität Czernowitz, an der er 1896/1897 Dekan und 1902/1903 Rektor war. 1909 wurde er ordentlicher Professor an der Universität Graz, deren Rektor er 1916/1917 war. 1930 wurde er emeritiert und befasste sich mit Heimatforschung.

Er befasste sich vor allem mit Eisensulfat-Mineralien und der Paragenese von Mineralien und schrieb ein Lehrbuch der Mineralogie und Geologie für Mittelschulen.

1895 wurde er Mitglied der Leopoldina[1] und 1927 Ehrenmitglied des Naturwissenschaftlichen Vereins der Steiermark. 1921 wurde er Hofrat.

Schriften

  • Die Eisensulfate. In: Cornelio August Doelter, Hans Leitmeier: Handbuch der Mineralchemie. Theodor Steinkopff, Dresden/Leipzig 1929.
  • mit Franz Angel: Grundzüge der Mineralparagenese. J. Springer, Wien 1932.
  • Lehrbuch der Mineralogie und Geologie für die oberen Klassen. 1892 (viele Neuauflagen bis 1919).

Literatur

Einzelnachweise

  1. Mitgliederverzeichnis Leopoldina, Rudolf Scharizer