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vom 12.07.2018, aktuelle Version,

Südtirol Pass

Der Südtirol Pass ist eine Chipkarte, die als elektronischer Fahrschein für die im Verkehrsverbund Südtirol zusammengeschlossenen Verkehrsmittel dient. Diese umfassen alle öffentlichen Bus-, Eisenbahn- und Seilbahnangebote im Nah- und Regionalverkehr der autonomen italienischen Provinz Südtirol. Der per Contactless-Entwertung funktionierende Südtirol Pass wurde am 14. Februar 2012 in Betrieb genommen und ersetzte eine Bandbreite diverser herkömmlicher Fahrkarten. Seine Einführung brachte dank der Niedrigschwelligkeit des neuen Systems einen rasanten Anstieg der Fahrgastzahlen in ganz Südtirol mit sich. Mehr als die Hälfte der Südtiroler besitzt einen Südtirol Pass.[1]

Gültigkeit

Der Südtirol Pass ist in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, die im Südtiroler Verkehrsverbund zusammengeschlossen sind, gültig. Diese umfassen:

Auf den Eisenbahnstrecken besitzt der Südtirol Pass Gültigkeit auf der Brennerbahn zwischen den Bahnhöfen Brenner und Trient, auf der gesamten Pustertalbahn, der Bahnstrecke Bozen–Meran und der Vinschgaubahn. Darüber hinaus kann der Südtirol Pass auch auf den Streckenabschnitten der Brennerbahn vom Brenner weiter bis zum Bahnhof Innsbruck sowie auf der Drautalbahn vom Bahnhof Innichen weiter bis zum Bahnhof Lienz genutzt werden. Allerdings kommt auf den österreichischen Streckenabschnitten der ÖBB-Tarif zur Anwendung.

Nutzung

Der Südtirol Pass funktioniert contactless, also indem man die Chipkarte in die Nähe eines Entwerters hält. Die entsprechenden Entwerter befinden sich bei Bussen in den Fahrzeugen, bei allen Eisen- und Seilbahnen in den Stationen.

Bei den Stadtbussen, Luftseilbahnen, der Mendel- und der Rittner Bahn genügt eine einzige Entwertung, da jeweils ein Einheitstarif für die gesamte Fahrt verrechnet wird. Auch bei den Regionalzügen reicht eine einzige Entwertung, allerdings muss vor Fahrtantritt per Zahlencode die gewünschte Endstation eingetippt werden. Bei Regionalbussen muss man sowohl bei Fahrtantritt als auch bei Fahrtende entwerten, damit exakt die gefahrene Strecke verbucht werden kann.

Tarife/Preise

Die Preise sind nach Kilometern gestaffelt, die Schwellenwerte sind 1.000, 2.000, 10.000 und 20.000 Kilometer. Mit jedem Schwellenwert, den man innerhalb eines Jahres erreicht, wird der Kilometertarif günstiger. Ab 20.000 Kilometer sind die Fahrten kostenlos. Bezahlt werden kann per Bankeinzug oder per aufladbarem Online-Konto.

Varianten

Den Südtirol Pass, für dessen Erwerb man eine italienische Steuernummer benötigt, gibt es in fünf Ausführungen:

  • Südtirol Pass – kann von jeder Person mit Wohnsitz in einem EU-Land oder in der Schweiz beantragt werden.
  • Südtirol Pass abo+ – kann von jeder Person, die am 31. Dezember eines Jahre noch 26 Jahre alt ist und in Südtirol eine Schule/Hochschule besucht oder eine Grundausbildung im Sozialbereich macht, beantragt werden. Der Wohnsitz kann in Südtirol oder außerhalb Südtirols sein.
  • Südtirol Pass 65+ – kann von jeder Person, die 65 Jahre alt oder älter ist und die italienische Staatsbürgerschaft besitzt, beantragt werden. Der Wohnsitz kann in Südtirol oder im Ausland sein, in letzterem Fall muss aber im AIRE-Register eine Eintragung in einer Südtiroler Gemeinde vorliegen.
  • Südtirol Pass free – kann von jeder Person mit Wohnsitz in Südtirol beantragt werden, die einen festgelegten Invaliditätsgrad aufweist oder wegen einer dauerhaften körperlichen Beeinträchtigung den Entwertungsvorgang nicht durchführen kann.
  • EuregioFamilyPass Südtirol – kann von allen Familien, die in Südtirol leben, beantragt werden, die mindestens ein minderjähriges Kind haben. Zudem ist der EuregioFamilyPass eine Ermäßigung in verschiedenen Südtiroler Freizeiteinrichtungen.

Einzelnachweise

  1. Öffentlicher Nahverkehr: Landesregierung passt Ticket-Preise an. Pressedienst der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol, 11. November 2014, abgerufen am 19. Januar 2015.