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vom 24.06.2017, aktuelle Version,

SC Ritzing

SC Ritzing
Basisdaten
Name Sportclub Ritzing
Sitz Ritzing
Gründung 1963
Farben blau-gelb
Vorstand Harald Reiszner (Obmann)
Robert Hochstaffl (Manager)
Website http://www.sc-ritzing.at/
Erste Mannschaft
Trainer Stefan Rapp
Stadion Sonnenseestadion
Plätze 5.000
Liga II. Liga Mitte
2016/17 2. Platz (Regionalliga Ost)
Heim
Auswärts
Das bundesligataugliche Sonnenseestadion ist die Heimstätte des SC Ritzing
Die Mannschaft des SC Ritzing für die Saison 2016/17

Der Sportclub Ritzing ist ein Fußballklub aus dem burgenländischen Ort Ritzing in Österreich, nahe der ungarischen Grenze. Der Verein spielte zuletzt in der Regionalliga Ost, der dritthöchsten Spielklasse in Österreich. Die Vereinsfarben sind blau-gelb.

Geschichte

Der SC Ritzing wurde im Jahre 1963 gegründet und spielte zunächst mehrere Jahre in der niedrigsten Spielklasse des Burgenlands, der 2. Klasse C. 1985 gewann der Verein den Meistertitel dieser Klasse und stieg in die nächsthöhere Liga, die 1. Klasse auf, konnte sich jedoch nicht in ihr halten. Es brauchte mehr als ein Jahrzehnt, bis den Burgenländern im Jahr 1997 erneut ein Aufstieg, dieses Mal mit zehn Punkten Vorsprung vor dem SV Lutzmannsburg in die 1. Klasse gelang. Damit begann die bislang erfolgreichste Zeit des Sportclubs. Bereits 1999 wurde der SC Ritzing Meister der 1. Klasse, ein Jahr später Meister der II. Liga und stieg somit in die Burgenlandliga, die vierthöchste Spielklasse Österreichs, auf.

Erster Aufstieg in die Regionalliga Ost

Auch hier konnte der SC Ritzing bald um den Titel mitspielen. Nach dem Vizemeistertitel 2002 und dem dritten Platz 2003 gelang 2004 der Meistertitel und Aufstieg in die Regionalliga Ost. In der Aufstiegssaison – unter Trainer Hans Reißner und Co-Trainer Gerhard Hellmann – konnten die Ritzinger die Liga dominieren; der Zweitplatzierte ASK Baumgarten lag zu Saisonende 16 Punkte hinter Ritzing.

Vor Beginn dieses Spieljahres bestritt der SC Ritzing wohl sein bekanntestes Spiel. Am 23. Juli 2003 empfing der Verein im Rahmen eines Freundschaftsspiels zum 40-jährigen Bestandsjubiläum den englischen Vizemeister Arsenal London. Durch zwei Treffer von Roland Sebesta[1] und Oliver El Senosy[2] konnte der damalige Viertligist überraschend mit 2:0 zur Pause in Führung gehen, musste aber in der 85. Minute noch den Ausgleich durch einen Foulelfmeter zum 2:2 hinnehmen.

Der SC Ritzing konnte sich mittlerweile in der Regionalliga etablieren und belegte in der Saison 2004/05 den elften Platz. Am 24. Juli 2005 wurde mit dem Sonnenseestadion, das rund 5.000 Besucher fasst, eines der wohl modernsten Stadien auf dieser Leistungsstufe eröffnet. Das Eröffnungsspiel bestritt der SC Ritzing wiederum gegen Arsenal, die dieses Mal im „Revanchespiel“ mit ihrer Bestbesetzung antraten und 5:2 gewannen.

Doch nach der dritten Saison in der Regionalliga Ost erfolgte der Abstieg zurück in die Burgenlandliga. Auch in dieser Liga belegte der SC Ritzing den letzten Platz und es erfolgte neuerlich ein Abstieg, diesmal in die II. Liga Mitte.

Zweiter Aufstieg in die Regionalliga Ost

In der Saison 2008/09 schaffte der SC Ritzing als erster der II. Liga Mitte unter Trainer Franz Ponweiser und Co-Trainer Karl Bruna den Aufstieg in die Burgenlandliga, ein Jahr später stieg man als Landesligameister in die Regionalliga Ost auf.[3]

In der Saison 2009/10 durfte der SC Ritzing abermals den Titel feiern. Mit einem Durchmarsch schaffte die Mannschaft von Trainer Franz Ponweiser die Rückkehr in die Regionalliga Ost. Keeper Hannes Weninger und Routinier Marek Kausich, den viele noch aus seiner Zeit bei Bundesligist SV Mattersburg kennen, waren Schlüsselspieler bei diesem Erfolg.

Vor dem Saisonstart 2010/11 schloss sich der SC Ritzing vorerst mit dem 2. Klasse Mitte-Verein ASK Lackendorf zum SC Ritzing/Lackendorf zusammen. Die 1b-Mannschaft trägt ihre Heimspiele auf der Sportanlage in Lackendorf aus und spielte in der 1. Klasse Mitte. Nach der Herbstsaison belegte die von Hans Reißner betreute Elf den 3. Platz. Am Ende der Saison wurde die 1b-Mannschaft Meister und stieg in die II. Liga Mitte auf. Schlüsselspieler in dieser Saison waren Keeper Christian Stibi, Abwehrspieler Thomas Reißner und Mittelfeldspieler Christopher Lapatschek.

Dieser Zusammenschluss wurde am Ende der Saison 2010/11 wieder aufgelöst und mit dem SC Unterfrauenhaid wurde eine neue Kooperation eingegangen. Die Spiele der 1b-Mannschaft fanden auf der Sportanlage in Unterfrauenhaid statt. Auch die Ostliga-Mannschaft zeigte bei ihrer Rückkehr in die dritthöchste Spielklasse auf. Am Ende der Meisterschaft belegte man Platz fünf. In der Saison 2011/12 belegte die Ostligamannschaft den 7. Platz und 1b-Mannschaft den 14. Platz. Auch diese Kooperation mit dem SC Unterfrauenhaid wurde per Ende der Saison aufgelöst.

Ab der Saison 2012/13 spielt der Verein wieder ohne Partnerverein und die Regionalliga-Mannschaft belegte den 14. Platz und konnte nur knapp dem Abstieg entrinnen; die 1b-Mannschaft den 15. Platz in der Endtabelle.

In der Saison 2013/14 wurde im Jänner 2013 bei der Regionalliga-Mannschaft auf Profibetrieb umgestellt. Neben Stefan Rapp wurde Robert Hochstaffl als Manager bestellt. Am Saisonende belegte der SC Ritzing den vierten Platz. Die 1b-Mannschaft wurde Zehnter.

Im Sommer 2014 schlitterte der Verein in ein Insolvenzverfahren. Das Landesgericht Eisenstadt eröffnete ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung. Ursache waren „Auffassungsunterschiede mit der burgenländischen Gebietskrankenkasse hinsichtlich der sozialversicherungsrechtlichen Komponente verschiedener Spielerverträge“. Diese machte aus dem Zeitraum von 2003 bis 2008 Forderungen von 300.000 Euro geltend, von denen letztlich 245.000 Euro rechtlich anerkannt wurden. Insgesamt standen Passiva von 571.000 Euro Aktiva von 106.000 Euro gegenüber. Um den Weiterbestand des Vereins zu sichern, wurde den Gläubigern ein Sanierungsplan mit einer Quote von 30 Prozent angeboten.[4]

Meistertitel in der Regionalliga Ost

In der Saison 2014/15 wurde die Mannschaft weiter verstärkt. Stefan Rapp gelang es, eine schlagkräftige Mannschaft zu formen, die letztlich den Meistertitel vor dem SC-ESV Parndorf 1919 gewann. Damit wurde der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte erreicht. Trotz des Titelgewinns durfte der SC Ritzing jedoch nicht die Aufstiegsspiele in die Erste Liga aufsteigen, da ihr von der Bundesliga die Lizenz verweigert wurde, obwohl nach Ansicht des Vereins alle Bedingungen erfüllt wurden.[5] Da dies mit hohen Kosten verbunden gewesen wäre, verzichtete letztlich der Verein auf den Gang zum unabhängigen Schiedsgericht des Österreichischen Fußballbundes.[4] Anstelle der Ritzinger bestritten die Parndorfer die Aufstiegsspiele, scheiterten jedoch am SK Austria Klagenfurt.

Kampfmannschaft

Sportliche Leitung

Trainer Stefan Rapp
Torhüter Szabolcs Sáfár

Stand: 28. Juli 2016[6]

Funktion Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Manager Robert Hochstaffl Osterreich 03/2013 FC Wacker Innsbruck
Trainer Stefan Rapp 10.02.1972 Osterreich 01/2013 FC Wacker Innsbruck
Co-Trainer Dietmar Heger 09.02.1981 Osterreich 01/2014 SC Oberpullendorf
Torwarttrainer Szabolcs Sáfár 20.08.1974 Osterreich 07/2014 FC Wacker Innsbruck

Kader

Stand: 28. Juli 2016[7]

Tor
01 Ungarn Osterreich Szabolcs Sáfár
01 Osterreich Philipp Klar
01 Osterreich Philipp Marceta
 
 
 
 
 
Abwehr
08 Osterreich Martin Steiner
22 Osterreich Mario Sara
21 Osterreich Christoph Kobald
14 Osterreich Markus Nowotny
28 Osterreich Deni Stoilov
03 Kroatien Luka Jakara
04 Japan Toshirō Yatsuzuka
 
Mittelfeld
06 Osterreich Sebastian Punz
15 Tschechien Pavel Elias
20 Osterreich Daniel Wolf
27 Osterreich Mario Pollhammer
39 Osterreich Miroslav Beljan
10 Osterreich Herbert Rauter
29 Osterreich Michael Hofer
18 Ungarn Deutschland Lazar Aizenpreisz
Angriff
07 Osterreich Philipp Koglbauer
11 Tschechien Tomáš Jun
13 Kroatien Mario Pavec
17 Osterreich David Witteveen
23 Osterreich Philipp Plank  
 
 
 

Transfers

Neuzugang Daniel Wolf

Stand: 28. Juli 2016[8]

Zugänge: Abgänge:
Sommer 2016

Erfolge

  • Meister 2.Klasse C – 1985, 1997
  • Meister 1.Klasse Mitte – 1999
  • Meister II.Liga Mitte – 2000, 2008
  • Meister Landesliga – 2004, 2010
  • Meister Regionalliga Ost – 2015
  • Bgld. Hallenmaster – 2006
  Commons: SC Ritzing  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Transfermarkt.at – Roland Sebesta, Webseite www.transfermarkt.at, abgerufen am 15. Mai 2016
  2. Transfermarkt.at – Oliver El Senosy, Webseite www.transfermarkt.at, abgerufen am 15. Mai 2016
  3. Abschluss-Tabelle 2. Liga Mitte 2008/09, orf.at (abgerufen am 16. August 2009)
  4. 1 2 Mein Bezirk vom 30. Juli 2014: SC Ritzing: Der steinige Weg aus dem Schatten der Insolvenz (abgerufen am 5. August 2016)
  5. Der Standard vom 15. Mai 2015: Protestkomitee entscheidet: Nur Ritzing weiter ohne Lizenz (abgerufen am 5. August 2016)
  6. Transfermarkt.at: SC Ritzing – Mitarbeiter (abgerufen am 28. Juli 2016)
  7. Transfermarkt.at: Kaderliste SC Ritzing (abgerufen am 28. Juli 2016)
  8. Transfermarkt.at: Transfers SC Ritzing 2016/17 (abgerufen am 28. Juli 2016)