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Sankt Martin am Grimming

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Sankt Martin am Grimming (Ehemalige Gemeinde)
Historisches Wappen von Sankt Martin am Grimming
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Sankt Martin am Grimming (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Liezen (GB), Steiermark
Gerichtsbezirk Schladming
f5
Koordinaten 47° 29′ 23″ N, 13° 59′ 0″ Of1
Höhe 716 m ü. A.
Einwohner der stat. Einh. 764 (31. Oktober 2013)
Gebäudestand 287 (2001f1)
Fläche 37,62 km²
Postleitzahl 8954f1
Vorwahl +43/3684f1
Statistische Kennzeichnung
Gemeindekennziffer 61261
Zählsprengel/ -bezirk Mitterberg; St.Martin am Grimming (61261 000, 001)

Lage der ehemaligen Gemeinde im Bezirk Liezen
Eigenständige Gemeinde bis Ende 2014;

KG: 67201 Diemlern, 67205 Lengdorf, 67210 St. Martin
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

St. Martin am Grimming auf einer Luftaufnahme vom 17. August 2011

Sankt Martin am Grimming ist eine ehemalige Gemeinde mit 764 Einwohnern (Stand: 31. Oktober 2013)[1] im Gerichtsbezirk Schladming, im Ennstal in der Steiermark. Seit 2015 ist sie im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform mit der Gemeinde Mitterberg unter dem Namen „Mitterberg-Sankt Martin“ zusammengeschlossen.[2]

Geografie

Geografische Lage

Die ehemalige Gemeinde St. Martin am Grimming liegt zwischen Stainach und Gröbming an der Ennstal Bundesstraße in 700 m Seehöhe und bestand aus mehreren malerisch gelegenen Ortschaften am Fuße des Grimmings, der unmittelbar nördlich der zur ehemaligen Gemeinde gehörenden Ortschaften Espang, Oberstuttern, Diemlern, St. Martin, Prenten und Salza gleichsam als Schutzwall gegen den rauen Norden emporragt. Südlich der ehemaligen Gemeinde, in der Mitte des Tales, erstreckt sich der 800 m hohe und ca. 10 km lange waldreiche Mitterberg (eine eiszeitliche Moräne), auf dessen Hochplateau einige Ortschaften liegen. Durch seine geringe Höhe, wird ein herrlicher Blick von St. Martin aus in südwestlicher Richtung auf die weit in den Sommer hinein schneebedeckten Niederen Tauern freigegeben.

Im Ortsbereich von St. Martin am Grimming liegt der romantische Salza-Stausee, von dem eine Zeitung schrieb: „Nicht alles, was von Menschenhand gemacht worden ist, wird von den Naturschützern abgelehnt. Beispiel: Das Salza-Kraftwerk bei St. Martin am Grimming. Schon 1948 wusste man Technik und Natur geschmackvoll zu vereinen.“

Die älteste Nachricht über St. Martin am Grimming stammt aus dem Jahre 1201, in dem am 28. August Herzog Leopold in Admont weilte und dem Kloster die St.-Martin-Kapelle „im Dorfe Eich“ mit all ihren Rechten, ihrem Besitz und den hörigen Bauern schenkte. Nach der Urkunde, die Herzog Leopold in Admont ausstellte, lag das Dorf Eich, wie St. Martin früher hieß, im landesfürstlichen Besitz Pürgg und war von jeher von der Mutterpfarre Gröbming frei gemacht.

Gliederung

Das Gebiet der ehemaligen Gemeinde umfasste folgende sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[3]):

  • Diemlern (121)
  • Oberlengdorf (117)
  • Salza (119)
  • Sankt Martin am Grimming (244)
  • Tipschern (112)
  • Unterlengdorf (44)

Die ehemalige Gemeinde bestand aus den drei Katastralgemeinden Diemlern, Lengdorf und St. Martin.

Ehemalige Nachbargemeinden

Wappen der ehemaligen Gemeinde

Roter Schild, der durch ein silbernes Schwert geteilt wird, deutet auf den Rittermantel des hl. Martin hin, der durch sein Schwert den Mantel teilt (Martinslegende) und bezieht sich so auf den Gemeindenamen.

Die zwei Rauten rechts oben sind dem Stiftswappen Admont entnommen und verweisen auf die seinerzeitige Untertänigkeit (Steuerabhängigkeit) der beiden Katastralgemeinden Diemlern und St. Martin. Der goldene Kesselhaken links unten erinnert an die seinerzeitige Zugehörigkeit der Katastralgemeinde Lengdorf zum Stift Göß. Das Wappen des Stiftes Göß war ein schwarzer Kesselhaken im goldenen Schild.

Das Gemeindewappen sollte die reiche geschichtliche Vergangenheit der ehemaligen Gemeinde St. Martin am Grimming symbolisieren, hinter dem eine nach außen und innen einige Gemeindebevölkerung steht.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 1970: Josef Krainer (1903–1971), Landeshauptmann
  • Johann Stenitzer, Altbürgermeister

Söhne und Töchter der ehemaligen Gemeinde

Literatur

  Commons: Sankt Martin am Grimming  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Land Steiermark: Endgültiger Bevölkerungsstand am 31. Oktober 2013 (Excel-Datei, 85 KB; abgerufen am 2. Mai 2015)
  2. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 19. Dezember 2013 über die Vereinigung der Gemeinden Mitterberg und Sankt Martin am Grimming. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 30. Dezember 2013. Nr. 191, 38. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 765.
  3. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011


Mehr über den Grimming in: Der GrimmingMonolith im EnnstalJosef Hasitschka et al.Schall-Verlag2011jetzt im Buch blättern

-- Bruns Valentina, Mittwoch, 30. September 2015, 07:43