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Schöder

Schöder
Wappen Österreichkarte
Wappen von Schöder
Schöder (Österreich)
Schöder
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Murau
Kfz-Kennzeichen: MU
Fläche: 74,93 km²
Koordinaten: 47° 11′ N, 14° 6′ O
Höhe: 901 m ü. A.
Einwohner: 971 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 13 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8844
Vorwahl: 03536
Gemeindekennziffer: 6 14 28
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schöder 12
8844 Schöder
Website: www.schoeder.steiermark.at
Politik
Bürgermeister: Alois Gruber (Schöder 2000 Alois Gruber)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)

9 Schöder 2000 Alois Gruber, 2 ÖVP, 2 SPÖ, 2 Liste Buntstift für Schöder

Lage der Gemeinde Schöder im Bezirk Murau
KrakauMühlenMurauNeumarkt in der SteiermarkNiederwölzOberwölzRantenSankt Georgen am KreischbergSankt LambrechtSt. Peter am KammersbergScheiflingSchöderStadl-PredlitzTeufenbach-KatschSteiermark Lage der Gemeinde Schöder im Bezirk Murau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Schöder ist eine Gemeinde mit 971 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Murau in der Steiermark, Österreich.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde Schöder liegt am Fuße des Sölkpasses, der eine Verkehrsverbindung über die Niederen Tauern vom Murtal ins Ennstal herstellt.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde setzt sich aus den drei Katastralgemeinden Schöder, Schöderberg und Baierdorf zusammen. Diese unterteilen sich weiter in Dörfer, Weiler und Einzelsiedlungen.

Geschichte

Die politische Gemeinde Schöder wurde 1849/50 errichtet.[1]


Sport

TUS Schöder

Der TUS Schöder ist der größte Sportverein in der Gemeinde Schöder und gliedert sich in mehrere Sektionen. Die Schwerpunkte liegen im Winter bei Ski alpin und im Sommer bei Fußball. Die Kampfmannschaft des TUS Schöder spielt aktuell in der Gebietsliga Murtal.

TC Schöder

Neben dem TUS Schöder gibt es als zweiten Sportverein noch den Tennisclub Schöder, der auf seiner Anlage regelmäßig Sportveranstaltungen abhält und auch immer wieder über die Gemeindegrenzen hinaus erfolgreiche Spieler hervorbringt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Vereinsleben

Kennzeichnend für das Dorf sind seinen vielen Vereine. So zählt die Gemeinde folgende Vereine: Stammtisch FC - Neuwirt, Landjugend Schöder, Musikverein "Edelweiß" Schöder, Chorgemeinschaft (Verein), Freiwillige Feuerwehr, Turn- und Sportunion, SC Schöderberg, Tennisverein, Reitergruppe Schöder, Hutclub, Junggesellenverein, Modellflugverein Schöder-Ranten.

Das Vereinsleben spielt in Schöder wie auch in anderen ähnlich kleinen Gemeinden und Ortschaften eine große Rolle. Die Vereine sollen einen gewissen Zusammenhalt, Freundschaft und gutes Auskommen zwischen den Einwohnern Schöders symbolisieren.

Es werden jährlich viele Feste und Bälle von den verschiedenen kooperierenden Vereinen veranstaltet. Als Beispiele wären der alljährliche Pferdermarkt, das Dorffest (alle zwei Jahre durchgeführt), das Osterkränzchen, der Sportlerball, das Vereinefußballturnier, der Verkehrtenball, der Feuerwehrball zu nennen.

Bauwerke

Bedeutend für die Kultur der Gemeinde ist die Schöderer Marienkirche, die vor kurzem aufwendig restauriert wurde. Hierbei wurden auch neue Fresken freigelegt. Die Wallfahrtskirche Maria Schöder wurde im 12. Jahrhundert erbaut und brannte schon einmal fast zur Gänze nieder.

„Dem Volksschriftsteller Fridolin von Freytal Geistl. Rat, Dechant und Pfarrer von Schöder 1877 - 1898 geboren zu Pusterwald am 12.7.1832, gestorben zu Schöder 12.2.1903 zum 30. Todestag von seinen Verehrern am 26.2.1933 gewidmet.“

Inschrift Gedenktafel Kirchenmauer

Ein weiteres bedeutendes Bauwerk steht in Baierdorf, einer Katastralgemeinde von Schöder. Der so genannte Baierdorfer Wehrturm wurde im 11. Jahrhundert unter Erzbischof Gebhart erbaut. Der Wehrturm ist 29 m hoch und birgt 6 Stockwerke. Im 6. Geschoß wohnten bis 1641 die Turmwächter von Baierdorf. Der Turm diente vor allem als Kornspeicher für das Getreide das vom Salzburger Erzbischof als Zehent eingehoben wurde. Dieser zehnte Teil der Ernte war die Steuer der Bauern an das Erzbistum. Das Fresko des Hl. Christopherus wurde im 16. Jahrhundert aufgemalen und ist das zweitälteste und flächengrößte Fresko der Steiermark.

Zwar kein Bauwerk, aber auf jeden Fall eine Sehenswürdigkeit: Der Künstner Wasserfall, der höchste Wasserfall der Steiermark.

Wirtschaft und Infrastruktur

In der Gemeinde Schöder gibt es kaum industrielle Betriebe. Darum sind auch Arbeitsplätze rar.

Tourismus

Das Dorf Schöder ist bekannt für seinen Pferdemarkt, der alljährlich am letzten Wochenende im August stattfindet. Zudem war Schöder Schauplatz des Spielfilms Die Leute von St. Benedikt und des Spielfilms "Jakob, der Letzte". Des Weiteren gibt es einen Schilift, sowie diverse Sportplätze (Tennisplatz, Fußballplatz, Reithalle).

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Otto Ponholzer (* 2. Februar 1908 in Baierdorf), Architekt, Bürgermeister-Stellvertreter (1953-1956) und Stadtrat (1949-1953) der Stadt Salzburg
  • Ina Duscha (* 10. Dezember 1935), Schauspielerin
  • Manfred Wolff-Plottegg (* 16. Juli 1946), Architekt und Designer
  • Willi Pürstl (* 10. Jänner 1955), Skispringer, Sieger der 23. Vierschanzentournee (1974/1975), danach Trainer von Skisprungnationalteams, wie z.B.: Spanien und Kanada, 1988 wanderte er nach Kanada aus

Literatur

  • Walter Brunner: Schöder. Festschrift zur 800-Jahr-Feier. Schöder 1981

Einzelnachweise

  1. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark, 21. Stück, 07.10.1850, Nr. 378.
  Commons: Schöder  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien