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vom 19.09.2019, aktuelle Version,

Schloss Eybesfeld

Schloss Eybesfeld

Schloss Eybesfeld liegt in der Gemeinde Lang im Bezirk Leibnitz in der Steiermark.

Geschichte

Der „Hof zu Jeeß“ wird 1571 erstmals zweifelsfrei als dem Stift Rein gehörig urkundlich genannt und hieß später nach einer Besitzerfamilie „Mallerhof“, ähnlich wie der nahegelegene „Klauberhof“. Er wurde zum Edelhof und befand sich durch Jahrhunderte in adeligem Besitz: 1593 kam der Mallerhof an die Breuner, von den Trauttmansdorff 1618 an die Globitzer, 1624 an die Hemeter und von diesen 1633/40 an Gottfried Freiherrn von Eibiswald. Dieser, kaiserlicher Rat, Kammerherr und Oberst-Erbland-Falkenmeister in Steiermark, baute den Hof zum adeligen Schloss aus und gab ihm den Namen "Eybesfeld". 1635 wurde mit dem Schloss ein Burgfried verbunden, 1643 erfolgte der Erwerb des Klauberhofes samt den zugehörigen Untertanen. Die insgesamt 55 Untertanen befanden sich fast alle in der näheren Umgebund des Herrschaftsbesitzes.

Der „Mallerhoff, aniezo Eybesfeld genanndt“ wurde 1667 an die Gräfinnen von Khißl vererbt, die ihn 1697 an Carl Ferdinand von Puchbaum verkauften, der gleichzeitig auch Herr auf Freibühel am Südhang des Buchkogels war. Seit 1743 im Besitz der Grafen von Wildstein kam das Schloss Eybesfeld 1791 an den bürgerlichen Pächter der Herrschaft Seggau Joseph Madl, später an die Edlen von Heupauer (auf Schwarzenegg) und 1844 an Emilie von Peché.

Seit 1853[1] nach anderen Quellen seit 1851,[2] als es der Jurist Dr. Sigmund Conrad erwarb, steht Schloss Eybesfeld in ununterbrochenem Besitz dieser Familie. Der Hofrat, Stellvertreter des Banus von Kroatien, Statthalter von Triest und Venedig, Landespräsident in Krain und schließlich Minister für Kultus und Unterricht wurde 1854 von Kaiser Franz Joseph I. mit dem Prädikat "von Eybesfeld" in den Ritterstand, 1870 in den Freiherrenstand erhoben und erhielt den Rang eines Geheimrates und einen Sitz im Herrenhaus des Reichsrates. Bertran Conrad-Eybesfeld, Sigmunds Nachkomme in vierter Generation, führt das Gut gemeinsam mit seiner Familie und positioniert es als Kultur- und Wirtschaftsfaktor des Leibnitzer Feldes.

Das historische Ensemble des 17. bis 19. Jahrhunderts, bestehend aus Schloss, Getreidekasten, Wirtschaftsgebäuden und Verwalterhaus, wurde in jüngster Zeit durch neue Wohnanlagen nach Plänen des Architekten Manfred Wolff-Plottegg erweitert.

Schloss Eybesfeld war von 2003 bis 2011 Firmensitz der Mikroelektronikfirma SensorDynamics AG, die im Jahr 2011 vom US-amerikanischen Halbleiterkonzern Maxim Integrated gekauft wurde. Heute beherbergen mehrere Gebäude des historischen Ensembles ein Halbleiterentwicklungszentrum des Konzerns.

Einzelnachweise

  1. Tafel vor Schloss Eybesfeld
  2. Kurze Geschichte von Schloß Eibesfeld, Dokumentation nach Archivalien aus dem Stiftsarchiv Rein und dem Steiermärkischen Landesarchiv. Danach datiert der Kaufvertrag vom 3. Oktober 1851.