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vom 12.11.2014, aktuelle Version,

Schloss Krottenhof

Schloss Krottenhof

Schloss Krottenhof nach Georg Matthäus Vischer 1681 (einzige bekannte Darstellung)

Daten
Ort Bärnbach
Baujahr vor 1400 als Landgut
Koordinaten 47° 4′ 18″ N, 15° 7′ 46″ O
Besonderheiten
nicht mehr erhalten

Schloss Krottenhof (auch Alt Khainach, nicht zu verwechseln mit Schloss Alt-Kainach) war ein Schloss nahe der Schlösser Alt-Kainach und Kleinkainach in Bärnbach, Bezirk Voitsberg, Steiermark.

Architektur

Der Krottenhof, wurde in seiner letzten Form noch vor 1550 von Christoph von Stadl in Form eines regelmäßigen Viereckes mit vier vorspringenden Ecktürmen und Innenhof errichtet. An der Eingangsseite war ein Dachreiter mit Turmuhr angebracht, eine zusätzliche Umfassungsmauer war im Torberreich mit Schießscharten gesichert und ansonsten mit Plankenzäunen durchbrochen. Zum Schloss gehörte eine große Parkanlage mit Nebengebäuden.

Geschichte

Der Krottenhof, ein Ansitz in Kleinkainach, östlich oder nordöstlich des heutigen Schlosses Alt-Kainach gelegen, entstand vermutlich aus einem Bauernhof und wurde laut Robert Baravalle im 14. Jh. von den Krottendorfer zum Edelsitz ausgebaut. Dieser kam im Jahre 1490 durch Armenia (eine Tochter von Georg Krottendorfer) an Bernhard Stadler, der ihn seinem Sohn Christoph weitervererbte. 1550 wurde der Besitz mit der Herrschaft Kainach vereint, und im 17 Jh. als der Stadlerische Sitz Khrottenhoff zu Alt Kainach bezeichnet. Die Herrschaft Kainach kam über die Saurauer als Saurauischer Krottenhof oder Saurisches Schloss an die Wagensperg. 1681 wurde das Schloss als ALT KHAINACH bezeichnet. 1731 bestand das Schloss noch, jedoch wurde es 1790 demoliert und das Baumaterial zum Bau anderer Gebäude verwendet.

Literatur

  • Walter Brunner (Hrsg.): Geschichte und Topographie des Bezirkes Voitsberg. Band 2: Bezirkslexikon. Graz 2011, DNB 1016216432.
  • Robert Baravalle: Burgen und Schlösser der Steiermark. Graz 1961, DNB 577050249.
  • Reinhard Härtel: Die Schlösser zu Kainach. In: Blätter für Heimatkunde. Graz 1971, H. 2, S. 40–51.