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vom 23.04.2018, aktuelle Version,

Schloss Sprechenstein

Schloss Sprechenstein
Schloss Sprechenstein

Schloss Sprechenstein

Alternativname(n): Castel Pietra
Entstehungszeit: um 1240 erbaut und um 1500 umgestaltet
Geographische Lage 46° 53′ 1,3″ N, 11° 27′ 18,4″ O
Höhe: 1073 m s.l.m.
Schloss Sprechenstein (Südtirol)
Schloss Sprechenstein

Das Schloss Sprechenstein (italienisch Castel Pietra) ist eine Burg auf 1073 m Höhe in der Gemeinde Freienfeld in Südtirol. Sie befindet sich knapp südöstlich von Sterzing im Wipptal. Die Gesamtanlage ist in zwei miteinander verbundene Baugruppen gegliedert und liegt genau gegenüber von Burg Reifenstein. Kennzeichnend für Sprechenstein ist sein Rundturm.

Die Burg befindet sich in einem guten Zustand und ist bewohnt. Sie gehörte lange Zeit dem Geschlecht der Grafen und Fürsten von Trautson, seit 1775 den Fürsten von Auersperg-Trautson.

Umgeben von hohen Burgmauern befindet sich in der Burg die 1511 vollendete Erasmuskapelle (dem heiligen Erasmus geweiht). Die Burgkapelle ist in einem frühgotischen Stil gehalten.

Ebenso befinden sich in der Burg Fürstenzimmer für Fürsten auf Durchreise, die auch heute noch mit gut erhaltenen alten Möbeln im Renaissance-Stil ausgestattet sind.

Derzeit ist die Burg für Besucher nicht zugänglich.

In den Jahren 2007 bis 2008 wurde der stark beschädigte, zum Schloss Sprechenstein gehörige Bauernhof bis auf zwei noch gut erhaltene Mauern abgerissen und neu aufgebaut. Daneben wurde ein weiteres, fünfstöckiges Gebäude errichtet, das neben einer Burgschenke und einer Käserei, auch drei Ferienwohnungen und eine Privatwohnung beinhaltet. Auch im Schloss selber wurden mehrere kleinere Umbauten vorgenommen.

Im Herbst 2008 wurde die Hofanlage durch den Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder feierlich eingeweiht und auch Landesrat Hans Berger und der Bürgermeister der Gemeinde Freienfeld Armin Holzer hielten Ansprachen und betonten die Wichtigkeit solcher Projekte, die zur Pflege der Südtiroler Kulturschätze und Landwirtschaft beitragen. In der Käserei wird bereits Milchverarbeitung betrieben, die endgültige Eröffnung der Burgschenke erfolgte Anfang Sommer 2009.

Bilder

Literatur

  • Adelheid Zallinger: Sprechenstein. In: Oswald Trapp (Hrsg.), Tiroler Burgenbuch. III. Band: Wipptal. Verlagsanstalt Athesia, Bozen 1982, S. 101–140.
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