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vom 26.09.2016, aktuelle Version,

Schreiende Brunnen

Schreiende Brunnen
Lage
Land oder Region Bezirk Kitzbühel, Tirol, (Österreich)
Koordinaten 47° 26′ 3″ N, 12° 34′ 43″ O
Höhe 980 m ü. A.
Schreiende Brunnen (Österreich)
Schreiende Brunnen
Schreiende Brunnen
Lage der Quelle
Geologie
Gebirge Ostalpen
Quelltyp Karstquelle
Hydrologie
Flusssystem Donau
Vorfluter Fieberbrunner AcheGroßacheAlzInnDonauSchwarzes Meer
Schüttung 76 l/s

BW

Die Schreienden Brunnen sind eine Karstquelle in den Kitzbüheler Alpen in Tirol.

Die Quelle, die als Schleierwasserfall austritt, befindet sich in einer Seehöhe von 980 m ü. A.[1] im Hörndlinger Graben bei Fieberbrunn. Das Wasser fließt nach kurzer Strecke der Schwarzache zu. Schon früh wurde vermutet, dass es sich dabei um den Abfluss des 3 km westlich liegenden Wildsees handelt. Markierungsversuche zeigten, dass die Schreienden Brunnen tatsächlich von Wasser aus dem Wildsee, dessen Abfluss nach kurzer Strecke in einem Ponor im Karst verschwindet, gespeist werden.[2]

Seit 1998 befindet sich an den Schreienden Brunnen eine Quellmessstelle des Hydrographischen Dienstes Tirol. Typisch für eine Karstquelle wächst die Wasserführung bei Niederschlägen oder zur Schneeschmelze rasch an.[3] Die mittlere Quellschüttung beträgt 76 l/s (Reihe 1998–2010), das Minimum 18 l/s (gemessen am 6. März 2001), das Maximum 361 l/s (6. September 2001).[4] Die Wassertemperatur schwankt zwischen 5 und 7 °C, die Leitfähigkeit zwischen 128 und 384 μS/cm bei einem Mittelwert von 266 μS/cm.[4]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. eHYD - der Zugang zu hydrographischen Daten Österreichs
  2. Heimatverein Pillersee (Hrsg.): Loder. Rund um den Fieberbrunner Hausberg. Kammbergschriften, Nr. 13, 2009 (PDF; 1,9 MB)
  3. D. Vanham, E. Fleischhacker, W. Rauch: Technical Note: Seasonality in alpine water resources management – a regional assessment. In Hydrology and Earth System Sciences, 12 (2008), S. 91-100, doi:10.5194/hess-12-91-2008
  4. 1 2 Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2010. Wien 2012, S. Q32 (PDF; 13,2 MB)