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vom 29.12.2017, aktuelle Version,

Schwarz-orange Koalition

ÖVP
BZÖ

Als Schwarz-Orange bezeichnet man in Österreich eine Koalition zwischen der Österreichischen Volkspartei (ÖVP, schwarz) und dem Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ, orange).

Bundesebene

Nach der Spaltung der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) wurde aus der schwarz-blauen Koalition eine schwarz-orange. Von 2005 bis Anfang 2007 wurde Österreich von dieser Koalition regiert.

Da Schwarz-Blau auch nach der Nationalratswahl in Österreich 2008 keine Mehrheit besaß, stand beispielsweise die Möglichkeit einer Mitte-rechts-Koalition zwischen ÖVP, FPÖ und BZÖ im Raum, die aber früh von Josef Pröll und Heinz-Christian Strache ausgeschlossen wurde.[1] Bei einen Treffen zwischen Jörg Haider und Heinz-Christian Strache Ende 2008 schlossen diese eine ÖVP-FPÖ-BZÖ-Regierung nicht aus, meinten jedoch, dass die Eintscheidung darüber bei der ÖVP liege.[2]

Länderebene

Nach der Aufkündigung der orange-roten Koalition in Kärnten wurde eine orange-schwarze ins Spiel gebracht. In Kärnten gab es 2009 eine orange-schwarze Koalition unter Gerhard Dörfler, allerdings ist die Bezeichnung für diese Regierung seit der Abspaltung der Freiheitlichen in Kärnten vom BZÖ wieder blau-schwarze Koalition. Als Wunschkoalition nannte 2009 der Spitzenkandidat der FPÖ Mario Canori eine Zusammenarbeit mit dem BZÖ und falls diese beide Parteien keine Mehrheit besäßen, wäre eine zusätzliche Einbindung der ÖVP möglich.

Einzelnachweise

  1. Pröll winkt ab: Koalition mit FPÖ und BZÖ "nicht sehr wahrscheinlich". Kleine Zeitung, 10. Oktober 2008, abgerufen am 27. Oktober 2008.
  2. Strache nach Treffen mit Haider: "Schwarz-Blau-Orange liegt an ÖVP". derStandard.at, 8. Oktober 2008, abgerufen am 16. Dezember 2017.