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vom 10.06.2022, aktuelle Version,

Seckau

Marktgemeinde
Seckau
Wappen Österreichkarte
Wappen von Seckau
Seckau (Österreich)
Seckau (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Murtal
Kfz-Kennzeichen: MT (ab 1.7.2012; alt: KF)
Fläche: 46,27 km²
Koordinaten: 47° 17′ N, 14° 47′ O
Höhe: 843 m ü. A.
Einwohner: 1.308 (1. Jän. 2022)
Bevölkerungsdichte: 28 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8732
Vorwahl: 03514
Gemeindekennziffer: 6 20 34
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Seckau 63
8732 Seckau
Website: www.seckau.at
Politik
Bürgermeister: Martin Rath (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(15 Mitglieder)
11
4
11  4 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Seckau im Bezirk Murtal
Lage der Gemeinde Seckau im Bezirk Murtal (anklickbare Karte) ObdachSpielberg
Lage der Gemeinde Seckau im Bezirk Murtal (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Gemeindeamt
Gemeindeamt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Seckau ist eine Marktgemeinde mit 1308 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2022) im Bezirk Murtal in der Steiermark. Die Gemeinde gilt als Fremdenverkehrsort und ist vor allem durch ihre Benediktinerabtei bekannt. Seckau ist als ehemaliger steirischer Bischofssitz auch einer der beiden Namensgeber der heutigen Diözese Graz-Seckau.

Geografie

Blick über die Seckauer Tauern vom Seckauer Zinken (links) bis zur Hochalm ( Wallfahrtskirche Maria Schnee); rechts unten Seckau

Der Ort liegt am Südfuß der Seckauer Alpen in einem Seitental des Murtals.

Gemeindegliederung

Die Marktgemeinde Seckau besteht aus fünf Ortschaften (Bevölkerung Stand 1. Jänner 2022[1]):

  • Dürnberg (206)
  • Hart (131)
  • Neuhofen (200)
  • Seckau (597)
  • Sonnwenddorf (174)

Die Gemeinde gliedert sich in drei Katastralgemeinden (Fläche: Stand 31. Dezember 2017[2]):

  • Dürnberg (2.108,89 ha)
  • Neuhofen (2.243,48 ha)
  • Seckau (274,13 ha)

Eingemeindungen

1948 wurden die Gemeinden Dürnberg und Seckau zusammengelegt.[3]

Nachbargemeinden

Gaal Sankt Marein-Feistritz
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Spielberg Kobenz

Klima

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Seckau
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1,5 3,5 8,0 12,5 17,5 20,8 23,1 22,4 18,1 13,1 6,4 1,7 Ø 12,4
Min. Temperatur (°C) −7,1 −5,9 −2,2 1,4 6,1 9,1 11,1 10,9 7,3 3,2 −1,6 −5,7 Ø 2,3
Temperatur (°C) −3,4 −2,0 2,0 6,3 11,4 14,6 16,6 15,8 11,8 7,2 1,7 −2,6 Ø 6,7
Niederschlag (mm) 29 30 40 49 82 108 125 122 85 64 45 39 Σ 818
Luftfeuchtigkeit (%) 67,7 59,9 57,6 56,2 57,0 57,1 56,5 58,5 61,3 65,4 70,6 73,7 Ø 61,8
T
e
m
p
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a
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u
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1,5
−7,1
3,5
−5,9
8,0
−2,2
12,5
1,4
17,5
6,1
20,8
9,1
23,1
11,1
22,4
10,9
18,1
7,3
13,1
3,2
6,4
−1,6
1,7
−5,7
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
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125
122
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45
39
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Geschichte

Das früheste Schriftzeugnis ist von 1142 und lautet „Seccowe“. Der Name geht auf slawisch seč (Holzschlag) und mittelhochdeutsch ouwe (Aue) zurück.[4]

1660 erhielt der Ort Seckau das Marktrecht.[5] Die politische Gemeinde Seckau wurde 1849/50 errichtet.

Bedeutend ist insbesondere die 1140 als Augustiner-Chorherrenstift gegründete Abtei Seckau (mit der Basilika Seckau), die 1883 durch Benediktiner neu besiedelt wurde und 1940–1945 wiederum aufgehoben war. Von 1940 bis 1945 befand sich in der Abtei eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt.

1218 bis 1782 war Seckau Bischofssitz der Diözese Graz-Seckau. 1886 stürzte der Nordturm der Basilika ein, woraufhin beide Türme zwischen 1891 und 1893 unter dem Gründungsabt Ildephons Schober wieder errichtet wurden. Weiters enthält der Gebäudekomplex das Abteigymnasium Seckau, eine katholische Privatschule.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Seckau mit Abtei Seckau
Wallfahrtskirche Maria Schnee auf der Hochalm
Kalvarienbergkirche am Tremmelberg

Wirtschaft und Infrastruktur

Tourismus

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Lobmingtal, Kobenz, Gaal, Spielberg, St. Marein-Feistritz und Zeltweg den Tourismusverband „Tourismus am Spielberg“. Dessen Sitz ist in Spielberg.[6]

Durch Seckau führt auch der Zentralalpenweg.

Politik

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

Bürgermeister

  • bis 2006 Johann Höbenreich (ÖVP)
  • 2006–2018 Simon Pletz (ÖVP)
  • seit 2018 Martin Rath (ÖVP)

Wappen

Das Gemeindewappen der Marktgemeinde Seckau wurde 2007 verliehen ist „geteilt in Hermelin und Rot“.[11] Es leitet sich ab vom mittelalterlichen Wappen der Seckauer Dompröpste.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 1972: Placidus Wolf, Abt des Stiftes Seckau 1957–1983[12]
  • 1974: Friedrich Niederl (1920–2012), Landeshauptmann der Steiermark 1971–1980[13]
  • 1985: Josef Krainer (1930–2016), Landeshauptmann
  • Athanasius Recheis (1926–2006), Abt des Stiftes Seckau 1984–1997
  • 2018: Simon Pletz, Bürgermeister von Seckau 2002–2018[14]

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

Commons: Seckau  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2022 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2022) (ODS)
  2. Regionalinformation.zip (Excel-Datei, 1.210 kB); abgerufen am 4. Jänner 2018
  3. Statistik Austria: Auflösungen bzw. Vereinigungen von Gemeinden ab 1945
  4. Fritz Frhr. Lochner von Hüttenbach: Zum Namengut des Frühmittelalters in der Steiermark (= Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark. Band 99). Böhlau Verlag, Wien 2008, S. 31 (historischerverein-stmk.at [PDF; 16,9 MB]).
  5. Markterhebung. (PDF) Marktgemeinde Seckau, abgerufen am 10. Juni 2022.
  6. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 325. ZDB-ID 1291268-2 S. 631.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Seckau. Land Steiermark, 13. März 2005, abgerufen am 2. Juli 2020.
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Seckau. Land Steiermark, 21. März 2010, abgerufen am 2. Juli 2020.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Seckau. Land Steiermark, 22. März 2015, abgerufen am 2. Juli 2020.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Seckau. Land Steiermark, 28. Juni 2020, abgerufen am 2. Juli 2020.
  11. Urkunde. (PDF) Steiermärkische Landesregierung, 19. März 2007, abgerufen am 10. Juni 2022.
  12. Murtaler Zeitung (19. 8. 1972), S. 1.
  13. Obersteirische Nachrichten (27. 9. 1974), S. 15.
  14. https://www.meinbezirk.at/epaper/murtaler-zeitung-judenburg-ausgabe-262018-e48977.html#page/12-13; abgerufen am 11. Juli 2018