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vom 16.07.2017, aktuelle Version,

Ständige Vertretung Österreichs bei der UNESCO

Osterreich   Ständige Vertretung Österreichs bei der UNESCO in Paris
Österreichische Behörde
Staatliche Ebene Bund
Stellung der Behörde Nachgeordnete Dienststelle
Aufsicht Außenministerium
Gründung 1948
Hauptsitz Frankreich Paris, 1, Rue Miollis
Behörden­leitung Ursula Plassnik
Bedienstete 4 [1]
Website

Der Ständige Vertreter Österreichs bei der UNESCO ist der diplomatische Vertreter der Republik Österreich bei der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, UNESCO).

Diese Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UNO) gilt als rechtlich eigenständige internationale Organisation. Sie koordiniert Bestrebungen im Bereich die Förderung von Erziehung, Wissenschaft und Kultur sowie Kommunikation und Information. Sitz der UNESCO ist Paris, der österreichische Vertreter steht im Rang einer Botschafters („UNESCO-Botschafter“).

Geschichte und Organisation

Die UNESCO wurde 1945/1946 begründet, Österreich trat am 13. August 1948 der UNESCO bei und ist bei ihr akkreditiert.[2] Seither gibt es auch die Vertretungstelle in Paris, die nationale Verbindungsstelle der UNESCO in Österreich, die Österreichische UNESCO-Kommission, entstand 1949.[2]

Die Vertretung untersteht dem Außenministerium (dzt. BMEIA),[1] das für Angelegenheiten der kulturellen Auslandsbeziehungen und für die Vertretung der Republik Österreich gegenüber der UNESCO zuständig ist. Der Vertreter steht in Botschaftrang, hat den Titel eines außerordentlichen und bevollmächtigen Botschafters, ist aber der Botschaft in Paris zugeordnet.[3] Zeitweise ist der Botschafter in Frankreich auch derjenige zur UNESCO.

Die Stelle unterhält den laufenden Arbeitskontakt zum UNESCO-Sekretariat. Sie vertritt Österreich in den diversen Stellen der Organisation (Generalkonferenz, sowie Exekutivrat, subsidiäre Organe, Komitees und Räte, und Gremien – die Teilnahme eines Landes erfolgt jeweils in gewissen Funktionsperioden) und unterstützt österreichische Anliegen.[2] Durch die weitgestreuten Agenden der UNESCO sind auch noch etliche andere Ministerien involviert: Bildungsministerium, Wissenschaftsministerium, Lebensministerium, Gesundheitsministerium, und auch das Bundeskanzleramt.[2]

Liste der Botschafter (Ständigen Vertreter) Österreichs bei der UNESCO

Liste lückenhaft
Name Amtszeit Anmerkungen
Osterreich  Österreich  UNESCO  UNESCO
Alwin Westerhof 00?0 –1979 danach Kulturattache in Belgien
Anton Prohaska[4] 1979 –1984 davor Büroleiter des UN-Generalsekretärs (Waldheim), dann Kabinettschef des Außenministers (Pahr); danach Botschafter in Saudi-Arabien, der Schweiz, in Frankreich und 2. Amtszeit bei der OECD
Tassilo Ogrinz 1998–2002(?) davor Botschafter in Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste), in Luxemburg, …, in Marokko
Anton Prohaska 2002(?)–2007(?) (2. Amtszeit), auch Botschafter in Frankreich
Harald Stranzl 2011–2015 davor stllv. Botschafter in Slowenien; Pressesprecher des Außenministeriums
Ursula Plassnik seit 2015(?) auch Botschafterin in Frankreich;
davor Kabinettschefin des Außenministers/Vizekanzlers/Bundeskanzlers (Schüssel); kurz Botschafterin in der Schweiz, dann Außenministerin, Nationalratsabgeordnete
Stand 2016

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1 2 Struktur österreichischer Vertretungen innerhalb der EU. Bericht des Rechnungshofes: Bund 2014/8, Wien 2014, S. 28 (Angabe zu den Mitarbeitern: Tab. S. 74; pdf, rechnungshof.gv.at)
  2. 1 2 3 4 Österreich und die UNESCO und Österreich in der UNESCO. Österreichische UNESCO-Kommission, unesco.at, beide abgerufen 16. Februar 2016.
  3. Österreichische Stellen: Andere Österreichische Stellen in Frankreich. Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten: Homepage der Österreichischen Botschaft Paris.
  4. Diplomat Anton Prohaska. In: der Standard online, 18. April 2008 (Nachruf)