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vom 20.05.2018, aktuelle Version,

Stella Rollig

Stella Rollig (* 1960 in Wien) ist eine österreichische Kunst- und Kulturmanagerin, Autorin und Journalistin. Seit Jänner 2017 ist sie Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin des Belvederes in Wien. Davor war sie zwölf Jahre lang künstlerische Direktorin des Lentos Kunstmuseums Linz und seit 2011 zusätzlich des Stadtmuseums Nordico.

Leben

Geboren und aufgewachsen in Wien, studierte Stella Rollig hier von 1978 bis 1985 an der Universität Wien Germanistik und Kunstgeschichte.  Nach dem Studium war sie als Journalistin tätig,  zunächst im ORF-Hörfunk und von 1990 bis 1994 als freie Journalistin für die TageszeitungDer Standard“, und publizierte als Kunstkritikerin zahlreiche Beiträge in österreichischen und internationalen Kunstmagazinen.

Als Kuratorin war sie ab 1992 international gefragt, unter anderem in Österreich, den USA, Kanada und Russland, und arbeitete im Rahmen dieser Tätigkeit auch mit museum in progress zusammen. 1994 wurde sie zur Bundeskuratorin für bildende Kunst am Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst ernannt. Im selben Jahr gründete sie das Depot. Kunst und Diskussion im MuseumsQuartier, welches sie bis 1996 leitete. Ab 1996 übte sie diverse Lehrtätigkeiten aus, unter anderem an der Akademie der Bildenden Künste München, in The Banff Centre for the Arts in Banff (Kanada), an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz, an der FH Joanneum in Graz und an der Zürcher Hochschule der Künste.

2002 bis 2004 war Rollig Kuratorin am O.K Centrum für Gegenwartskunst in Linz, wo sie ab 2004 auch die Leitung des Lentos Kunstmuseums übernahm. Bis 2016 war sie künstlerische Direktorin des Lentos Kunstmuseums Linz, sowie ab 2011 als Direktorin der Museen der Stadt Linz auch des Stadtmuseums Nordico. Im Rahmen dieser Tätigkeit zeigte sie mehr als 120 Ausstellungen und Projekte u. a. mit Gilbert & George, VALIE Export, Kutluğ Ataman, Olafur Eliasson und Cathy Wilkes. Themenbezogene Ausstellungen, die unter ihrer Leitung realisiert wurden, waren etwa "See this Sound" (2009), "Der nackte Mann" (2012) oder "Rabenmütter" (2015).

Von 2010 bis 2011 gestaltete sie als Kunstkuratorin des Österreichischen Parlaments die Ausstellungen Zeichnung und Fotografie I + II

2017 übernahm sie gemeinsam mit Wolfgang Bergmann (wirtschaftlicher Geschäftsführer) die Leitung der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien und ist seitdem Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin des Hauses.

Regelmäßig ist sie als Jurymitglied bei diversen Preisen und Festivals vertreten, wie u. a. beim Filmfestival Split, dem Stuttgarter Filmwinter, Cittadellarte Fondazione Pistoletto, Diagonale, Festival des österreichischen Films, Otto Mauer-Preis, Österreichischer Grafikpreis, Filmfestival Crossing Europe oder dem Friedrich Kiesler Preis.

Darüber hinaus war sie Mitglied in folgenden Steuerorganen:

Am 9. Oktober 2017 wurde Stella Rollig von Bürgermeister Klaus Luger das Große Ehrenzeichen der Stadt Linz für ihre Verdienste im Bereich Kultur verliehen.

Auszeichnungen

Quellen

Einzelnachweise