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vom 19.06.2017, aktuelle Version,

Crossing Europe

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Crossing Europe 2008: Moviemento-Kino und O.K. Offenes Kulturhaus OÖ

Crossing Europe Filmfestival Linz ist ein seit 2004 jährlich Ende April in Linz stattfindendes, sechstägiges Filmfestival. Es versteht sich als Präsentationsfläche des vielfältigen, zeitgenössischen europäischen Filmschaffens mit Schwerpunkten in gesellschaftspolitischen Fragen, Jugend- und Musikkultur.

Crossing Europe hat sich der Idee verschrieben, die Lust auf künstlerisches Autorenkino aus Europa beim Publikum zu wecken, die Besucher mitzunehmen auf eine – manchmal auch unbequeme – Reise quer durch das Europa von heute, dabei den Blick auf gesellschaftspolitische Schieflagen und soziale Wunden zu schärfen. Jahr für Jahr tritt das Festival an, eine junge Regiegeneration aus Europa einer breiteren Öffentlichkeit in Österreich zu präsentieren und diese Arbeiten mit Geld- & Sachpreisen auszuzeichnen.

Rund 160 herausragende handverlesene Spiel-, Dokumentar und Kurzfilme aus ganz Europa werden in Linz auf der Leinwand gezeigt – darunter jedes Jahr etliche Uraufführungen sowie international ausgezeichnete Filme, die erstmals in Österreich präsentiert werden. Zu sehen sind zahlreiche filmische Highlights der vergangenen Festivalsaison (von A-Festivals in Berlin, Cannes, Locarno, Venedig, Karlovy Vary, Warschau oder San Sebastían) genauso wie ausgewähltes lokales Filmschaffen.

Dabei geht es Crossing Europe, als zweitgrößtes internationales Filmfestival Österreichs, auch um die Präsentation von Filmen aus sogenannten „low capacity countries“, also Ländern mit einer kleineren bzw. strukturschwachen Filmwirtschaft und um Produktionen, die trotz internationaler Festivalerfolge keinen Platz mehr im regulären Kinobetrieb finden.

2018 wird das Festival vom 25. bis zum 30. April abgehalten.

Geschichte

Das Festival wurde 2004 von Wolfgang Steininger[1] dem Betreiber der Programmkinos Moviemento und City-Kino in Linz sowie Gründer des Festivals Neuer Heimatfilm in Freistadt gegründet. Nicht zuletzt in Hinblick auf die anstehende EU-Osterweiterung sowie der Bewerbung von Linz als Europäische Kulturhauptstadt sollte der europäische Film Thema des Festivals sein. Im Sommer 2003 beauftragte er die vormalige Intendantin der Diagonale, Christine Dollhofer, mit der Vorbereitung des Festivals.[2]

Die erste Ausgabe des neuen Filmfestivals fand zwischen 4. und 9. Mai 2004 an sechs Tagen statt – wobei am ersten Tag nur eine Vorstellung des Eröffnungsfilms am „Arenaplatz“ (seit 2007 „OK Platz“) vor dem Moviemento-Kino zu sehen war – mit den sieben Programmschienen „Wettbewerb Europäisches Kino“, „Panorama Europa“, „Tribute“, „Panorama Special“, „Arbeitswelten“, „Local Artists“ und „Atelier“ (im darauffolgenden Jahr zu „Artist in Residence“ umbenannt). Festivalkinos, mit je zwei Sälen, waren die beiden Programmkinos „Moviemento“ und „City-Kino“. Ausgewählte Vorstellungen über Musikgruppen fanden im Kulturzentrum KAPU statt, drei „Local Artists“-Vorstellungen wurden in der Landesgalerie Linz abgehalten. Bei einem Budget von 260.000 Euro[3], wovon etwa zwei Drittel öffentliche Förderungen waren, wurden 181 Filme gezeigt. Das Rahmenprogramm aus Diskussionen mit Regisseuren, Präsentationen von Filmprojekten, Musikveranstaltungen am Ende jedes Festivaltages („Nightline“) sowie Eröffnung, Pressegespräch und Preisverleihung umfasste 14 Programmpunkte, die allesamt in der „Festivallounge“ am Mediendeck des Offenen Kulturhauses „O.K“ abgehalten wurden. Insgesamt wurde die erste Ausgabe des Festivals von rund 8.500 Personen besucht.[4] Aus 12 Wettbewerbsfilmen wählte die Jury Kako ubiv svetec (How I killed a Saint) der mazedonischen Regisseurin Teona S. Mitevska zum Gewinner des ersten, mit 10.000 Euro dotierten, Crossing Europe Award European Competition. Der mit 6.000 Euro dotierte Local Artist Award ging an Michaela Schwentners sechsminütiges Musikvideo Jet.

Regisseurin Pia Marais (links) bei Empfang des Hauptpreises 2007 neben Festivalleiterin Christine Dollhofer und Kulturhauptstadtintendanten Martin Heller.
Verleihung der Landeskulturmedaille von Landeshauptmann Josef Pühringer an den in Linz geborenen israelischen Filmproduzenten und -regisseur Micha Shagrir im Rahmen der Eröffnung des Festivals 2009.

2005 fand das Festival von 26. April bis 1. Mai an sechs Tagen statt, wobei am ersten Tag nur der Eröffnungsfilm Lost and Found (2005) in drei Vorstellungen im City-Kino vorgeführt wurde. Die Veranstaltungsorte Landesgalerie und Arenaplatz wurden nicht mehr für Filmvorführungen miteinbezogen. Das Festivalbudget blieb mit 250.000 Euro in etwa gleich und lag somit weiter deutlich hinter dem mit öffentlichen Geldern stärker geförderten Diagonale in Graz zurück.[5] In 100 Vorstellungen wurden 150 Filme aus 30 Ländern vorgeführt. Eine Neuerung war, dass vormittags kinder- und jugendgerechte Festivalfilme eigens für Schulklassen vorgeführt wurden. Das Rahmenprogramm bot 20 weitere Veranstaltungen. Insgesamt wurden 12.000 Besucher gezählt. Seit 2005 ist Crossing Europe auch (einziges österreichisches) Mitglied von Centeast, der Vereinigung mittel- und osteuropäischer Filmfestivals.[6]

2006 wurde die Festivalabwicklung vom Moviemento an die neu gegründete Crossing Europe GmbH übergeben. Das Budget erhöhte sich zum Teil auch wegen erstmaliger Förderung durch das MEDIA-Programm der EU auf 300.000 Euro, wovon rund die Hälfte öffentliche Fördermittel ausmachten. Der erste der sechs Festivaltage wurde nun bereits mit acht Vorstellungen bespielt, was in den folgenden Jahren beibehalten wurde, und allgemein bekam der europäische Animations- und Kurzfilm eine größere Aufmerksamkeit zugesprochen. Nachdem 2005 mit „Short Matters“ erstmals zwei europäische Kurzfilmprogramme erstellt wurden, wurden 2006 und 2007 „European Animation Highlights“ präsentiert und ergänzend zu den oberösterreichischen Local-Artists-Kurzfilmprogrammen finden seit 2006 Kooperationen mit österreichischen Kurzfilmfestivals statt, die für Crossing Europe eine Auswahl neuer und ausgezeichneter Kurzfilmproduktionen zusammenstellen. Als neue Programmschiene wurde „Austrian Screenings“ eingeführt, wo neue, vor Kinostart stehende, österreichische Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme vorgestellt wurden. Mit dem vom Filmmagazin Ray gesponserten Publikumspreis für einen europäischen Wettbewerbsfilm wurde ein dritter Preis ins Leben gerufen. Das Festival 2006 endete nach 110 Vorstellungen von 160 Filmen aus 27 Ländern mit 12.000 Besuchern.[7]

2007 betrug das Budget, auch dank erstmaliger Förderung aus dem „Kulturhauptstadt 2009“-Topf der Stadt Linz, 350.000 Euro. Das Festival verzeichnete erneut eine Steigerung bei den Besucherzahlen. 120 Filme aus 29 Ländern sowie das Rahmenprogramm erreichten 13.000 Besucher.[8]

2008 wurde die neue Programmsektion „Nachtsicht“ eingeführt, die sich dem europäischen Genrefilm widmet. 2008 waren fünf Horrorfilme zu sehen. Erneut waren österreichische Filmfestivals zu Gast: das Youki – Internationales Jugend-Medienfestival sowie die Wiener Video- und Filmtage (WVFT). Die Zahl der Filmvorstellungen wurde mit der Eröffnung eines zusätzlichen Kinosaals im Moviemento auf 132, inklusive aller Rahmenveranstaltungen, erhöht. Die Festivaldauer betrug sechs Tage, vom 22. bis 27. April. Inklusiver aller Kurzfilme wurden hierbei rund 150 Filme aus 32 Ländern gezeigt. Die Besucheranzahl konnte somit auf rund 16.000 erhöht werden.[9]

2009 fand das Festival aufgrund zusätzlicher finanzieller Mittel aus dem Kulturhauptstadt-2009-Budget einen Tag länger, also sieben Tage, statt. Die Zahl der gezeigten Filme erhöhte sich auf 177 (inkl. Kurzfilme) aus 33 Ländern, die in 180 Vorstellungen gezeigt wurden. 130 Regisseure und andere an den gezeigten Filmen beteiligte Personen waren zu Gast und bei den Vorführungen ihrer Filme anwesend. Insgesamt 570 akkreditierte Gäste wurden gezählt. Die Besucherzahl erhöhte sich auf knapp 18.000.[10]

2010 musste das Festival nach drei Jahren Förderung aus dem Linz-’09-Topf mit geringeren Mitteln als im Vorjahr auskommen. Die Festivaldauer betrug nun wieder sechs Tage, an denen 117 Filme aus 25 Ländern in 133 Vorstellungen vorgeführt wurden. 115 Regisseure und Filmschaffende waren nach Vorführungen ihrer Filme für Gespräche mit dem Publikum anwesend, insgesamt wurden 600 Akkreditierungen an Filmschaffende, Branchengäste, Medienvertreter und Filmstudenten vergeben. Aufgrund des Vulkanausbruches in Island fehlten zu Festivalbeginn noch 75 internationale Gäste und 5 % der Filmkopien; mit Verspätung trafen die meisten Gäste sowie sämtliche Filmkopien jedoch noch ein.

Inklusive der 12 Rahmenveranstaltungen, wie etwa der „Nightline“, zählte das Festival rund 17.000 Besucher. Die Auslastung der Kinos erhöhte sich jedoch stark, da die 133 Kinovorstellungen 2010 gleich viele Eintritte (deren Zahl nicht gesondert ausgewiesen wird) verzeichneten wie die 180 Vorstellungen im Vorjahr.[11]

2011 wurden in 155 Vorstellungen 160 Filme aus 35 Ländern gezeigt.[12] Inklusive Rahmenprogramm wurden damit von 12. bis 17. April 19.000 Besucher erreicht.[13]

2012 fand das Festival vom 24. bis 29. April statt. In 160 Vorstellungen wurden 146 Filme aus 43 verschiedenen Ländern gezeigt. Das Festival erreichte damit 21.000 Besucher.[14] Als neuer Ort konnte 2012 erstmals der Ursulinensaal im Oberösterreichischen Kulturquartier (vormals als Ursulinenhof bekannt) bespielt werden.[15]

Das 10-Jahres-Jubiläum wurde vom 23. bis 28. April 2013 mit einer neuen Spielstätte, dem Kulturquartier Oberösterreich, und rund 20.000 Besuchern begangen. Insgesamt wurden 162 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus 40 Ländern (davon 96 Österreich-Premieren) gezeigt.[16] Im Herbst desselben Jahres wurde das Festival vom Land Oberösterreich mit dem Großen Landeskulturpreis für initiative Kulturarbeit ausgezeichnet.[17] Für die Festivalausgabe 2014 wurden über 1000 Filme eingereicht.[18]

Sektionen

Das Filmprogramm des Festivals ist in mehrere Sektionen, bzw. Programmschienen, gegliedert. In vier davon – Wettbewerb Europäisches Kino, European Documentary Award, New Vision Award und Local Artists (seit 2010 geteilt in Geld- sowie Atelierpreis) – werden Preise von Jurien vergeben.

In den anderen Sektionen werden herausragende europäische Filmproduktionen, für die großteils kein Kinostart in Österreich vorgesehen ist, gezeigt. Häufig handelt es sich hierbei um international ausgezeichnete Produktionen oder um neue Werke junger Filmschaffender, die dem Linzer Publikum, aber auch Kinobesitzern und Filmverleihern, vorgestellt werden sollen. In zwei Sektionen – Austrian Screenings und Local Artists – werden innovatives oberösterreichisches Filmschaffen sowie neue österreichische Filmproduktionen vorgestellt. In Tributes und Specials werden jährlich neue Schwerpunkte gesetzt.

Wettbewerb Europäisches Kino

Stefan Arsenijević 2008 bei der Publikumsdiskussion nach der Österreich-Premiere seines im Wettbewerb laufenden Films Love and Other Crimes.

Für den Wettbewerb Europäisches Kino kommen nur Erst- und Zweitwerke europäischer Regisseure infrage. Der Wettbewerb umfasst neun oder zehn Filme. Allesamt Erstaufführungen in Österreich.

Der Gewinner des Wettbewerbs Europäisches Kino wird von einer jährlich wechselnden, drei- bzw. fünfköpfigen Jury ermittelt. Zudem erhält einer der Filme am Ende des Festivals den Ray-Publikumspreis, der durch die Auswertung der im Kino nach jeder Wettbewerbsfilmvorstellung vom Publikum ausgefüllten Stimmzettel ermittelt wird. Preisempfänger ist jeweils der Regisseur.

Local Artists (mit Wettbewerb)

In der Programmschiene Local Artists werden Filme aller Art – Kurz-, Lang-, Spiel-, Dokumentar-, Experimental- und Animationsfilme – gezeigt, die von oberösterreichischen Regisseuren hergestellt wurden bzw. ein Oberösterreich-Bezug haben. Für den Wettbewerb kommen jedoch nur jene Filme infrage, die nicht bereits in Kinos gestartet sind oder ein Kinostart vorgesehen ist, die noch keinen Filmverleih haben sowie Fernsehproduktionen. Auch Specials nehmen nicht am Wettbewerb teil. Die Zahl der für den Local Artist Award Nominierten variiert stark, da auch die zahlreichen Kurzfilme berücksichtigt werden.

Im Rahmen der Local Artists werden mehrere Kurzfilmprogramme gezeigt, die jeweils eine Reihe von Musikvideos, Kurz-, Experimental- und Animationsfilmen aus Oberösterreich präsentieren. Ab 2006 werden diese durch Kurzfilmprogrammen, die von österreichischen Kurzfilmfestivals eigens zusammengestellt und in Linz präsentiert werden, ergänzt. So war von 2006 bis 2009 das Jugendfilmfestival YOUKI mit einem eigenen Programm zu Gast (und 2006 zusätzlich Sixpack Film in der Sektion „Austrian Screenings“). Jeweils zusätzlich waren 2007 die Vienna Independent Shorts und 2008 die Wiener Film- und Videotage zu Gast. Seit 2009 gibt es für andere österreichische Festivals keine eigenen Gastprogramme mehr, als Teil der Panorama-Sektion oder in Specials werden jedoch in variierender Anzahl eigens zusammengestellte Programme anderer europäischer Filmfestivals oder Filmschulen gezeigt.

2008 wurden erstmals alle Local Artist-Filme im Rahmen sieben thematisch zusammengestellter Programme gezeigt, die jeweils zwischen 70 und 100 Minuten lang sind und die zwischen zwei und 14 Filme beinhalteten. Die Zahl und Benennung der verschiedenen Programme variiert von Jahr zu Jahr, die Struktur wurde aber beibehalten. So kamen 2008 zwei Specials hinzu: die „Masterclass“ mit aktuellen Arbeiten von Dozenten der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz, darunter Mara Mattuschka, sowie ein Programm aus Filmen des Linzer Experimentalfilmers Dietmar Brehm (wie auch 2009 und 2011).

Panorama

Weitere ausgewählte europäische Spiel- und Dokumentarfilme, die nicht am Wettbewerb teilnehmen, werden vorgestellt. Es handelt sich häufig um Filme, die bereits an Festivals für Beachtung gesorgt haben, deren Filmstart in Österreich aber bislang nicht vorgesehen ist. Es handelt sich daher häufig um Österreich-Premieren. 2010 wurde „Panorama Europa“, so der bisherige Titel, in „Panorama Fiction“ und „Panorama Docs“ aufgeteilt. Analog zu dieser Umbenennung wurde in der neugeschaffenen Kategorie „Panorama Documentary“ erstmals ein Preis vergeben, der Crossing Europe Award European Documentary, der mit dem Ankauf und Ausstrahlung durch den ORF dotiert ist. Von 2010 bis 2012 wurde an einen der Spielfilme der Sektion Panorama Fiction der New Vision Award vergeben.

Panorama Special (2005 bis 2009)

Thomas Heise wurde 2007 ein Special in der Sektion Panorama Special gewidmet und 2008 (Bild) war er in der Sektion „Arbeitswelten“ erneut mit mehreren Filmen am Festival vertreten.

Analog zur Sektion „Panorama Europa“ (ebenfalls bis 2009) gab es das „Panorama Special“, das jährlich wechselnde Spezialprogramme zu bestimmten Schwerpunkten und Regisseuren beinhaltete.

Der Schwerpunkt 2004 lautete „Closer View“ und war den EU-Beitrittsländern Tschechien und Slowakei gewidmet. 2005 setzte sich das Panorama Special aus einer Auswahl europäischer Hip-Hop-Videos, ausgewählten Festivalfilmen des Filmfestival Cottbus sowie zwei europäische Kurzfilmprogrammen unter dem Titel „Short Matters!“ zusammen. 2006 und 2007 beinhaltete es auch ein eigenes Programm ausgewählter europäischer Animationsfilme, die unter dem Titel „European Animation Highlights“ von den Animationsfilmkünstlern Thomas Renoldner und Igor Prassel zusammengestellt wurden. Zudem waren 2006 mehrere Musikdokumentationen, spanische Kurzfilme unter dem Titel „Mirador 06“ und „drei Filme von Thomas Heise“ zu sehen. Weitere Specials 2007 waren „Belle de Jour / Belle toujours“ über die beiden gleichlautenden Filme der Regisseure Luis Buñuel und Manoel de Oliveira sowie ein Programm aus drei ausgewählten rumänischen Filmen.

Die Specials 2008 waren die „Kenedi-Trilogie“ Želimir Žilniks und drei Filme des Dokufests Prizren, dem 2002 gegründeten, ältesten Filmfestival des Kosovo. 2009 wurden im Rahmen des Linz-09-Projekts Extra Europa drei Specials Filmschaffenden aus drei europäischen Nicht-EU-Ländern – Schweiz, Türkei und Norwegen – gewidmet. Diese waren Young Turkish Cinema, Animationsfilme des Fantoche-Animationsfestival in der Schweiz sowie norwegische Film- und Videokunst vom Tromsø International Film Festival. 2010 gab es keine Panorama Specials, stattdessen wurde außerhalb der Sektionen ein Kurzfilmprogramm von NISI MASA, einem europäischen Netzwerk junger Filmschaffender, in Vertretung durch das österreichische Mitglied kino 5 gezeigt. 2011 wurde eine eigene „Specials“-Sektion eingeführt.

Arbeitswelten

In „Arbeitswelten“ werden ausschließlich Spiel- und Dokumentarfilme gezeigt, die sich mit einem jährlich wechselnden Schwerpunkt „zeitgenössischer Arbeitsverhältnisse“ unter Schlagworten wie Neoliberalismus oder New Economy befassen und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft darstellen. Programmiert wird diese seit Start des Festivals bestehende Filmsektion von der Wiener Gruppe Kinoreal, bestehend aus den Cineasten Dominik Kamalzadeh (Filmkritiker, Der Standard), Michael Loebenstein (Kurator, Filmmuseum) und Dieter Pichler (Filmeditor und Redakteur der Filmzeitschrift kolik.film) in Kooperation mit der Arbeiterkammer Oberösterreich/Kultur.

Das erste Programm 2004 warf die Frage „Schöne neue Arbeitswelt?“ auf. Gezeigt wurden vier deutsche, eine französische und eine österreichische Arbeit. Darunter etwa Dunkler Lippenstift macht seriöser von Katrin Rothe (D 2003). Im zweiten Jahr wurden vier österreichische und deutsche Produktionen unter dem Titel Unsichtbare Gegner gezeigt. Darunter der Dokumentarfilmklassiker Postadresse Schlöglmühl (1990) des österreichischen Avantgardefilmers Egon Humer und die viel beachtete Dokumentation über eine vorbelastete Persönlichkeit der deutschen Wirtschaftspolitik Hat Otto Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen von Gerhard Benno Friedl (D/Ö 2004). 2006 stand im Zeichen der „Firmenpolitik“, dessen ethische Selbsteinschätzung und legale Handlungsspielräume mit drei finnischen und einem tschechischen Filmen hinterfragt wurden. Die Arbeitswelten 2007 zeigten vier deutsche und einen indischen Film zum Thema „Umbrüche und Aufbrüche“, wobei vor allem die Globalisierung mit ihren Begleiterscheinungen wie Outsourcing im Mittelpunkt stand. Die Arbeitswelten-Filme 2008 wurden zum Thema „Festung Europa, Rechtsradikale, Fremdenfeindlichkeit und Arbeitslosigkeit“ ausgewählt und stammen, bis auf einen britischen Film, allesamt aus Deutschland. 2009 waren die Wirtschaft im Zeichen der Globalisierung und soziale Folgen von zunehmend prekärer Arbeitsverhältnisse Thema. 2010 stand die Sektion unter dem Schlagwort „Welt 3.0“, neben Dokus zu gegenwärtigen Arbeitsrealitäten wurden zwei Filme über ehemalige und bestehende Industrielandschaften gezeigt (Milltown, Montana und Petropolis – Aerial Perspectives on the Alberta Tar Sands). 2011 waren globalisierungsbedingte Umbrüche in der „Arbeitswelt“ Schwerpunkt der gezeigten Filme, wobei der Fokus vor allem auf weibliche Arbeiter gerichtet war.

Tribute

Alexei Petrowitsch Popogrebski (Koktebel Film Company) im Interview mit einem ORF-Fernsehteam an der Eröffnungsfeier des Festivals 2010.

In der Sektion Tribute widmet sich Crossing Europe dem Gesamtwerk „außergewöhnlicher europäischer Regiepersönlichkeiten“. Dies beinhaltete ausgewählte Filmen sowie Diskussionen mit den anwesenden Regisseuren.

Die bisherigen Tributes:

  • 2004: Matteo Garrone (Italien) und Priit Pärn (Estland)
  • 2005: Maja Weiss und Peter Braatz (Slowenien/Deutschland)
  • 2006: Susanna Helke und Virpi Suutari (Finnland)
  • 2007: Marc Recha (Spanien)
  • 2008: Lithuanian Documents – Audrius Stonys, Arunas Matelis und Sharunas Bartas (alle Litauen)
  • 2009: Ursula Meier (Schweiz), Lionel Baier (Schweiz)
  • 2010: Koktebel Film Company (Russland)
  • 2011: Nanouk Leopold und Stienette Bosklopper (Niederlande)
  • 2012: Anca Damian (Rumänien)
  • 2013: Przemysław Wojcieszek (Polen)
  • 2014: Joanna Hogg (England)
  • 2015: Sergei Loznitsa (Weißrussland)
  • 2016: Helena Třeštíková (Tschechien)

Austrian Screenings

Seit 2006 gehören die „Austrian Screenings“ zum Programm von Crossing Europe. Hierbei werden ausgewählte neue österreichische Filme, die noch vor Kinostart stehen, dem Festivalpublikum vorgeführt. 2006 waren dies unter anderem der Dokumentarfilm Unser täglich Brot (Regie: Nikolaus Geyrhalter, 2005), der Spielfilm Kotsch (Regie: Helmut Köpping) sowie das Kurzfilmprogramm Sixpack-Shorts und 2007 zählte der unter anderem an der Berlinale ausgezeichnete, Vergangenheitsbewältigung thematisierende Dokumentarfilm Kurz davor ist es passiert (Regie: Anja Salomonowitz, 2006) sowie Sabine Derflingers Spielfilm 42 Plus (2007) dazu. 2008 sind ebenfalls bereits international beachtete Filme zu sehen, etwa Götz Spielmanns Revanche, das auf der Berlinale uraufgeführt wurde, und Back to Africa von Othmar Schmiderer. 2011 waren als „Austrian Screenings“ Die Vaterlosen von Marie Kreutzer und Schwarzkopf von Arman T. Riahi zu sehen. 2012 wurden Kuma von Umut Dağ und Outing von Sebastian Meise und Thomas Reider präsentiert.

Den akkreditierten Fachgästen, dies sind jährlich etwa 400 bis 750, wird zudem die Möglichkeit geboten, neue österreichische Filme jeder Art sowie von East Silver Caravan, einer Initiative des Dokumentarfilmfestivals Jihlava, ausgewählte osteuropäische Dokumentarfilme vor Kinostart in der Crossing Europe Video Library zu sichten.

Nachtsicht

2008 wurde mit „Nachtsicht“ eine neue Programmschiene eingeführt, die dem europäischen Genrefilm, insbesondere dem Horrorfilm (2011) oder „unvernünftigen und der herkömmlichen Produktionslogik widersprechenden Filmen“ (2012) gewidmet ist.

OK Artist in Residence

Der OK Artist in Residence ist ein Künstler aus dem Cross-over Bereich Kunst/Film, der mit einer Ausstellung im Offenen Kulturhaus O.K. sowie mit einem Filmprogramm in den Festivalkinos vertreten ist.

Bisherige OK Artists in Residence:

  • 2004: Siegfried A. Fruhauf, österreichischer Experimentalfilmer
  • 2005: Corinna Schnitt, deutsche Fotografin, Film- und Videokünstlerin
  • 2006: Viktor Alimpiev, russischer Künstler
  • 2007: Sejla Kameric, bosnische Künstlerin
  • 2008: Lida Abdul, afghanische Performance- und Videokünstlerin
  • 2009: Inger Lise Hansen, norwegische Videokünstlerin
  • 2010: Rainer Gamsjäger, österreichischer Videokünstler
  • 2011: Harald Hund und Paul Horn, österreichische Film-/Videokünstler
  • 2012: Heidrun Holzfeind (AT), Christoph Draeger (CH)
  • 2013: Omer Fast (IL/DE)
  • 2014: Fernando Sánchez Castillo (ES), Gabriele Edlbauer (AT)
  • 2015: Ryan Gander (UK)

Specials

2011 wurde eine eigene Kategorie für Sonderprogramme (Kurzfilmprogramme von Filmfestivals oder -schulen und einzelner Filmschaffender u. a.) eingeführt und somit Panorama Specials endgültig abgelöst. Auch das Filmprogramm der OK Artists in Residence wird als Teil dieser neuen Kategorie geführt.

Die 2011 präsentierten Specials waren eine Werkschau von Flipt! Österreichisches Daumenkino-Festival (in der neuen Festival-Außenstelle Atelierhaus Salzamt Linz) sowie ein Filmprogramm im bb15 – Raum für Gegenwartskunst. Weiters wurde eine Auswahl von Werken der Sam Spiegel Film- and Television School in Jerusalem und ein Film von dessen Direktor Renen Schorr. Weiters wurden in einem Programm Kurzfilme des slowenischen Festivals für mittel- und osteuropäischen Animationsfilm Animateka gezeigt.

Ebenso eine eigene Sektion war dieses Jahr die sowjetischen und DDR-„Western“-Filme („Red Westerns“), die in Kooperation mit dem Int. Filmfestival Rotterdam gezeigt wurden.

Demokratisierte Nutzung, Gestaltung und Transformation des urbanen Raums

Seit 2010 widmet sich in Kooperation mit dem Architekturforum Oberösterreich (AFO) „eine eigene Filmreihe den Möglichkeiten demokratisierter Nutzung, Gestaltung und Transformation des urbanen Raums“.[19]

2010 stand die Filmreihe unter dem Titel „Reclaiming Space“ mit Filmen über Aktionen im öffentlichen Raum (zwei österreichische Kurzfilme, Body Trail und Corners), Street Art (Street Art – die vergängliche Rebellion, Deutschland), eine Hausbesetzung (This Moment is not the Same, Schweiz) und die Gentrifizierung in St. Pauli (Empire St. Pauli – von Perlenketten und Platzverweisen, Deutschland).

2011 lautete das Thema „Stadt–Migration–Identität“, die vier gezeigten Filme waren aus Frankreich (Le Bateau en Carton / The Paper Boat und Qu’ils reposent en révolte (des figures de guerre) / Strange Fruit), Deutschland (Neukölln Unlimited) sowie der Schweiz (Pizza Bethlehem).

2012 wurde in Kooperation mit dem AFO das Thema „Transition Spaces – Nowhere Places“ bearbeitet, 2013 lautet der Schwerpunkt Randlagen.

Rahmenprogramm

DJ-Abendprogramm „Nightline“ im Mediendeck des OK Zentrums für Gegenwartskunst

Das Rahmenprogramm umfasst tägliche Präsentationen, Diskussionen mit Regisseuren wie „Meet the film directors“ oder in Kooperation mit dem Architekturforum Oberösterreich (AFO) der „AFO-Talk“, das „Nightline“-Nachtprogramm sowie eine während des Festivals andauernde Ausstellung des OK Artist in Residence. Seit 2009 werden im Rahmen des Festivals unter dem Titel Filmatelier österreichische Filmregisseure und -regisseurinnen zu „Screenings & Lectures“ nach Linz eingeladen[17] Umgekehrt werden einzelne Filmprogramme als „Crossing Europe zu Gast“ auch bei Kooperationspartnern wie dem Filmmuseum Wien oder dem Medienkulturhaus Wels aufgeführt.

Lokale und internationale DJs und Bands bespielen an jedem Festivaltag ab 22 Uhr bei freiem Eintritt das Mediendeck des O.K. Programmiert wird die Nightline von corridor.

Die ersten Nightlines 2004 und 2005 wurden überwiegend von österreichischen DJs abgewickelt und es fanden je zwei Konzerte internationaler Bands statt. Einer der Höhepunkte des Nachtprogramms der ersten beiden Jahre war DJ DSL. Ab 2006 spielten fast an jedem Festivaltag vor dem DJ-Programm Bands verschiedener Musikrichtungen. Auch das DJ-Programm wurde internationaler und es legten international bekannte Gruppen wie T.Raumschmiere und Funkstörung auf. Es traten unter anderem „Falkner 3“ – eine Kombination von Attwenger mit dem Rapper Hucky von Texta – und Gustav auf. 2008 fand jeden Tag, bis auf den letzten, ein Konzert statt – darunter der Wiener Musiker Didi Bruckmayr.

2010 beinhaltete die Nightline an 5 Tagen je ein Konzert und einen DJ bzw. ein DJ-Team, mit Ausnahme des Samstags, an dem vor dem DJ-Programm mit TV Buddhas (Israel) und Men (USA) zwei internationale Bands spielten. Das geplante Konzert von Lydia Lunch wurde aufgrund des Vulkanausbruches, der eine termingerechte Anreise verunmöglichte, abgesagt.

2011 hielt abermals vier Live-Konzerte sowie DJs an allen fünf Tagen bereit. Internationale Gäste waren die US-Band Dum Dum Girls sowie die deutschen DJs DJ Fett und DJ Phono, das übrige Programm wurde von lokalen und österreichweit bekannten Musikern und DJs bestritten. So gab es mit Flip, DJ Dan (zwei Texta-Mitgliedern) und der SK Invitational Rhythm Crew Hip Hop aus Linz, The Incredible Staggers sorgten für Rock und das Adalbert Günther Trio für elektronische Tanzmusik aus dem Linzer House-Label etage noir. Die Akustik-Techno-Gruppe Elektro Guzzi und die Münchner Band Candelilla zählten 2012 zu den bekanntesten Acts, während 2013 unter anderem die Linzer Popband Shy sowie das Berliner Duo DJ Sarah Farina & Mr. Chix auftraten.

Veranstaltungsorte

Besucher im Festivalzentrum, untergebracht im Offenen Kulturhaus O.K.

Der überwiegende Teil des Programms wird in den mittlerweile fünf (bis 2007 waren es vier) Kinosälen der Programmkinos Moviemento und City-Kino gezeigt, die nur wenig voneinander entfernt im Zentrum von Linz liegen. Täglich etwa ein Film mit Schwerpunkt Jugend- und Musikkultur aus verschiedenen Programmschienen werden im Kulturzentrum KAPU gezeigt, an mehreren Tagen wurden 2009 auch Filme im Jugendzentrum Ann & Pat gezeigt. Seit 2012 kann das Festival auch auf den Ursulinensaal, einem großen Mehrzwecksaal im Landeskulturzentrum Oberösterreich, das ebenfalls am OK-Platz liegt, zurückgreifen. Hier finden seither auch Festivaleröffnung sowie Preisverleihung statt.

Das Rahmenprogramm sowie die Ausstellung des OK Artist in Residence finden im O.K. Offenes Kulturhaus OÖ statt, das sich im Gebäude über dem Moviemento-Kino befindet. Am dortigen Mediendeck im Dachgeschoss finden sowohl die Nightline als auch Pressekonferenzen statt.

Preise

Jurypreise
Kategorie gestiftet von seit Dotierung
(in Euro, 2015)
Crossing Europe Award – Best Fiction Film Linz Kultur, Land Oberösterreich / Kultur 2004 10.000
Crossing Europe Social Awareness Award – Best Documentary Film Land Oberösterreich / Soziales 2014 5.000
Crossing Europe Award – Local Artist Land Oberösterreich Kultur / Kultur, Synchro Film 2004 7.000
Crossing Europe Social Awareness Award – Local Artist Land Oberösterreich / Soziales 2014 4.000
Publikumspreise
Kategorie gestiftet von seit Dotierung
Crossing Europe Audience Award – Best Fiction Film Park Inn Radison Linz 2006 1.000
Creative Region Music Video Audience Award Creative Region Linz & Upper Austria (2013 als Jurypreis) 2013 1.500
sonstige Preisverleihungen im Rahmen des Crossing Europe Filmfestivals
Kategorie gestiftet von seit Dotierung
Crossing Europe Award – Local Artist Drehort Tabakfabrik Tabakfabrik Linz 2015 (Sachpreis)
Crossing Europe Award – Local Artist Atelierpreis Atelierhaus Salzamt Linz 2010 (Sachpreis)
Ehemalige Preise
Kategorie gestiftet von Zeitraum Dotierung
Crossing Europe Award European Documentary ORF 2010–2011 (Sachpreis: TV-Ausstrahlung)
FEDEORA Award for European Documentaries 2012–2014
New Vision Award Silhouette 2011–2012 5.000

Der Hauptpreis, der Crossing Europe Award European Competition, wird an den von der internationalen Jury aus dem Wettbewerb Europäisches Kino ausgewählten Film vergeben. Das Preisgeld beträgt seit 2004 gleich bleibende 10.000 Euro.

Der Crossing Europe Award Local Artist wird von einer anderen Jury an eine oberösterreichische Filmarbeit vergeben, wobei Kurz-, Experimental- und Animationsfilme unterschiedlicher Länge gleichermaßen berücksichtigt werden wie Spiel- oder Dokumentarfilme. Als Einschränkung gilt jedoch, dass der Film noch nicht im Kino gestartet oder im Fernsehen gezeigt worden sein darf. Dadurch sollen gezielt junge Filmschaffende gefördert werden. Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert, wovon bis 2010 2.000 Euro als Gutschein der Postproduktionsgesellschaft Synchro Film und – bis 2010 – 2.000 Euro in Form von 16 oder 35 mm Filmmaterial von Kodak überreicht werden. 2011 wurde der Kodakfilm-Sachpreis zugunsten eines auf 4.000 Euro erhöhten, vom Land Oberösterreich gestifteten, Preisgeldes eingestellt.

Seit 2006 wird als dritter Preis der Publikumspreis vergeben. Beim Kauf eines Tickets zu einem Film aus dem Wettbewerb Europäisches Kino, erhalten die Besucher Stimmzettel für den jeweiligen Film, die gegen Festivalende ausgewertet werden.

2010 und 2011 wurde der vom ORF gestiftete European Documentary Award verliehen. Diesen konnte ein europäischer Langdokumentarfilm (mind. 45 Minuten) aus den drei Dokumentarfilm-Programmschienen erhalten. Für die Auswahl verantwortlich war die ORF-Dokumentarfilmredaktion. Die Auszeichnung sah den Ankauf der Ausstrahlungsrechte durch den ORF sowie eine raschestmögliche Ausstrahlung im ORF-Fernsehprogramm vor. Seit 2012 wird der Preis von der Filmkritiker-Vereinigung FEDEORA, die eine dreiköpfige Jury stellt, vergeben. Seit 2010 wird der Local Artist Atelierpreis vergeben. Dem Ausgezeichneten steht für ein Jahr ein Atelier im Atelierhaus Salzamt Linz zu.

2011 wurde der New Vision Award (5.000 Euro) ins Leben gerufen. Dieser wurde vom Linzer Brillenhersteller Silhouette gesponsert, deren Marketing-Abteilung auch eines der drei Jury-Mitglieder entsendet. Die anderen zwei Jury-Mitglieder sind unabhängige Filmschaffende, 2011 etwa der österreichische Kameramann Martin Gschlacht und die französische Kuratorin Emilie Boucheteil. Kriterien für eine Auszeichnung ist eine „herausragende künstlerische Leistung im visuellen Bereich“. Der Preis wurde 2012 das letzte Mal vergeben.

Von 2012 bis 2014 vergaben zwei FEDEORA-Jurys, bestehend aus je drei Kritikern der FEDEORA Kritikervereinigung (Federation of Film Critics of Europe and the Mediterranean) den Fedeora Award an ausgewählte Dokumentarfilme. 2013 wurde in Kooperation mit Creative Region Linz & Upper Austria GmbH erstmals ein Preis für das beste Musikvideo eines in Linz lebenden oder arbeitenden Künstlers von der Local Artist Fachjury vergeben.

2014 neu geschaffen wurde der Social Awareness Award, der jeweils für den besten Dokumentarfilm aus den Kategorien Panorama Europa sowie Local Artists vergeben wird. Zudem wird der im Vorjahr in Kooperation mit Creative Region Linz & Upper Austria erstmals vergebene Music Video Award 2014 zu einem Publikumspreis umgewandelt, während der Creative Region Music Video Award – Residency neu geschaffen und von einer dreiköpfigen Fachjury vergeben wird.

Preisträger

Der Filmtitel wird in Originalsprache sowie gegebenenfalls in Klammer auch mit dem englischen Weltvertriebstitel angegeben.

Crossing Europe Competition – Fiction

Hauptwettbewerb der Spielfilme.

Crossing Europe Award – Best Fiction Film
Jahr Regisseur Filmtitel
2004 Leona S. Mitevska Kako ubi svetec (How I killed a Saint)
2005 Isild Le Besco Demi-Tarif (Half Price)
2006 Isabelle Stever Gisela
2007 Pia Marais Die Unerzogenen (The Unpolished)
2008 Isild Le Besco Charly
2009 Mahmut Fazıl Coşkun Uzak İhtimal (Wrong Rosary)
2010 Zvonimir Jurić, Goran Dević Crnci (The Blacks)
2011 Lluís Galter
Pia Marais
Caracremada
Im Alter von Ellen
2012 Anka Sasnal, Wilhelm Sasnal Z daleka widok jest piękny (It Looks Pretty from a Distance)
2013 Ektoras Lygizos to agori troi to fagito tou pouliou (Boy Eating the Bird’s Food)
2014 Thierry de Peretti
Liliana Torres
Les Apaches (Apaches)
Family Tour
2015 Ana Lungu
Ivan Ikić
Autoportretul unei fete cuminţi (Self-portrait of a Dutiful Daughter)
Varvari (Barbarians)
2016 Visar Morina
Rachel Lang
Babai
Baden Baden
2017 Hana Jušić Ne gledaj mi u pijat (Quit Staring at My Plate)

Crossing Europe Audience Award

Der Publikumspreis geht an einen der Wettbewerbs-Spielfilme.

Crossing Europe Audience Award
Jahr Regisseur Filmtitel
2006 Sergej Stanojkovski Kontakt
2007 Gérald Hustache-Mathieu Avril
2008 Stefan Arsenijević Ljubav i drugi zlocini (Love and other Crimes)
2009 Alexis Dos Santos Unmade Beds
2010 Séverine Cornamusaz Das Tier in meinem Herzen (Coeur animal)
2011 Ágnes Kocsis Pál Adrienn
2012 Andrew Haigh Weekend
2013 Marçal Forés Animals
2014 Carlos Marques-Marcet Long Distance [10.000 KM]
2015 Anatol Durbală Ce Lume Minunată (What a Wonderful World)
2016 Svetla Tsotsorkova Jajda (Thirst)
2017 Guðmundur Arnar Guðmundsson Hjartasteinn (Heartstone)

Crossing Europe Competition – Documentary

2010 wurde diese Auszeichnung erstmals vergeben und war bis 2011 mit einer ORF-TV-Ausstrahlung als Sachpreis dotiert. Von 2012 bis 2014 wurde dieser Preis von der FEDEORA-Jury als Fedeora Award European Documentary vergeben. 2014 wurde zusätzlich der Social Awareness Award ins Leben gerufen, der die FEDEORA-Jury ab 2015 ablöste.

Crossing Europe Award European Documentary
Jahr Regisseur Filmtitel
2010 Erik Gandini Videocracy
2011 Michael Madsen Into Eternity
Fedeora Award European Documentary
2012 Sebastian Mez
Special Mention: Melanie Jilg
Fernand Melgar
Special Mention: Manuela Frésil
Ein Brief aus Deutschland
Hauptfriedhof
Vol Special
Entrée du personnel
2013 Peter Liechti Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern
2014 Claire Simon Géographie Humaine
Crossing Europe Social Awareness Award for European Documentaries
2014 Luca Bellino, Silvia Luzi
Special Mention: Robert Kirchhoff
Dell’arte della Guerra (On the Art of War)
Kauza Cervanová (Normalization)
2015 Vladimir Tomic Flotel Europa
2016 Maya Kosa, Sérgio da Costa Rio Corgo
2017 Vitaly Mansky Rodnye (Close Relations)

Crossing Europe – Local Artist Awards

Crossing Europe Award Local Artist
Jahr Regisseur Filmtitel
2004 Michaela Schwentner
Special Mention: Rainer Gamsjäger
Special Mention: Regina Stefanschitz
Jet
Blowfeld
Nix gscheit’s drin
2005 Siegfried A. Fruhauf
Special Mention: Barbara Musil, Karo Szmit
Mirror Mechanics
SW-NÖ 04
2006 Gisela Hesser, Gregor Stadlober
Special Mention: Sofie Thorsen
Special Mention: Robert Praxmarer
Wir LAWOG-Frauen haben’s schön
Am Hauptplatz, im Wald
Fuge 1.6180339887 – Part 2
2007 Libertad Hackl
Lukas Marxt, Michael Petri
Special Mention: Oliver Stangl, Christian Tod
Bleiben will ich wo ich nie gewesen bin
Nach der Eishöhle
Fatsy
2008 Barbara Musil
Special Mention: Ernst Spießberger
Special Mention: Edith Stauber
Market Sentiments
Brachland
Eintritt zum Paradies 3€20
2009 Martin Music
Harald Hund, Paul Horn
Special Mention: HS Steinerkirchen
Drauf
Dropping Furniture
Romeo und Julia (Franz und Rosi)
2010 Michaela Mandel
Ella Raidel
Sinister Sisters Slaughterhouse
Slam Video Maputo
2011 Ella Raidel
Ludwig Löckinger
Subverses – China in Mozambique
Daschka
2012 Katharina Gruzei
Edith Stauber
Die Arbeiterinnen verlassen die Fabrik
Nachbehandlung
2013 Rainer Kohlberger
Special Mention: Florian Kofler
Humming, Fast and Slow
Pfitscher
2014 Selma Doborac
Special Mention: Kornelia Kugler, Hanna Bergfors
Es war ein Tag wie jeder andere im Frühling oder Sommer
Performance
2015 O.N.L.S.D., Leo Calice, Gerhard Treml
Felix Huber
Eden’s Edge – Three Shorts on the Californian Desert
Farfalla
2016 Selma Doborac
Siniša Vidović
Those shocking shaking Days
Korida
2017 Bernhard Sallmann
Marie Luise Lehner
Oderland. Fontane
Kaugummizigaretten
Crossing Europe Award Local Artist Atelierpreis (2010–2016)
Jahr Regisseur Filmtitel
2010 Gloria Gammer, Sigrid Nagele The Law of the Time von Ritornell
2011 Remo Rauscher The Streets of the Invisibles
2012 Susanna Flock Trying to Build a Sentence
2013 Miguel José Gonzalez-Gonzalez 2x10m² Ostseeblick
2014 Markus Burgstaller Untended Outskirts
2015 Vildan Duralic Untitled 014
2016 Maria Czernohorszky Last Supper IV
Crossing Europe Social Awareness Award Local Artist (2014–2016)
Jahr Regisseur Filmtitel
2014 Alexandra Schneider Private Revolutions
2015 Eva Hausberger
Special Mention: Ufuk Serbest
Monumenti
Evdeki Ses – 22m² Österreich
2016 Djordje Čenić, Hermann Peseckas Unten
Crossing Europe Award Local Artist Drehort Tabakfabrik (2015)
Jahr Regisseur Filmtitel
2015 Klaus Pamminger Notes on Mackey
Crossing Europe Innovative Award – Local Artist
Jahr Regisseur Filmtitel
2017 Susanna Flock Fetish Finger

Creative Region Awards

Eingeführt als Jurypreis Creative Region Music Video Award, wird diese Kategorie seit 2014 als Publikumspreis weitergeführt.

Creative Region Music Video Audience Award
Jahr Regisseur Filmtitel Anmerkungen
2013 Karin Fisslthaler Goodbye von Cherry Sunkist als Jurypreis vergeben
2014 Andreea Săsăran, Katja Seifert Meltingsphere von Richard Eigner & Abby Lee Tee
2014* Jakob Kubizek Sleep Sleep von Gospel und Selbe Stadt, anderer Planet von Kreisky * Residency, wurde nur 2014 vergeben
2015 Lukas Jakob Löcker Heaven von Felix Schager, Konstantin Diggn
2016 Leni Gruber Wösside von Wös Rap Rec
2017 Josef Fink, David Haunschmidt Naked Thoughts von Alpine Dweller

New Vision Award (2011–2012)

Diese Kategorie bestand nur von 2011 bis 2012.

New Vision Award
Jahr Regisseur Filmtitel
2011 Oleg Novković Beli beli svet (White White World)
2012 João Canijo Sangue do meu Sangue (Blood of my Blood)

Siehe auch

  Commons: Crossing Europe  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Eintrag Wolfgang Steininger auf RegiowikiAT
  2. Wolfgang Schmutz: Im Gespräch mit Christine Dollhofer. kulturterrorist.at, 14. August 2003.
  3. Europa-kreuzweis. In: Rheinische Post, 18. März 2004.
  4. Magdalena Miedl: Quer-Film-ein in Linz. In: Oberösterreichische Nachrichten, 10. Mai 2004.
  5. Christoph Huber: Crossing Europe: Junges Kino. In: Die Presse, 3. Mai 2005.
  6. Philipp Wagenhofer: Die Marke Crossing Europe hat sich verfestigt. In: Neues Volksblatt, 2. Mai 2005.
  7. Filmfestival Crossing Europe mit Besucherplus. In: Salzburger Nachrichten, 30. April 2006.
  8. Stefan Grissemann: Kunstbaustelle. In: Profil, 7. Mai 2007.
  9. Crossing Europe Bilanz 2008, Newsletter #11, 27. April 2008, abgerufen am 3. Mai 2008.
  10. Crossing Europe Bilanz 2009, Medieninformation, 26. April 2009 (Memento vom 29. Dezember 2009 im Internet Archive)
  11. Medieninformation zur Crossing Europe Bilanz 2010 (PDF-Datei; 40 kB) Linz, 25. April 2010.
  12. Festivalprogramm 2011. crossingeurope.at, abgerufen am 4. April 2011.
  13. Crossing Europe hat sich übertroffen. In: Oberösterreichische Nachrichten, 18. April 2011.
  14. Medieninformation zur Crossing Europe Bilanz 2012 (PDF-Datei; 41 kB) Linz, 29. April 2012, abgerufen am 30. November 2012.
  15. Fazit und Rückblick 2012, abgerufen am 30. November 2012.
  16. Medieninformation zur Crossing Europe Bilanz 2013 (PDF) Linz, 28. April 2013
  17. 1 2 Medieninfo 17. Oktober 2013: Landespreis, Festivaltrailer, Filmeinreichung und Filmatelier – crossingeurope.at
  18. Medieninfo zur Festivaleröffnung 2014 – crossingeurope.at (PDF)
  19. Festivalzeitung Crossing Europe, Sonderausgabe von Ray, 20.–25. April 2010, S. 30.