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vom 24.08.2017, aktuelle Version,

Stephanshart

Stephanshart (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Stephanshart
Stephanshart (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Amstetten (AM), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Amstetten
Pol. Gemeinde Ardagger
Koordinaten 48° 9′ 31″ N, 14° 49′ 4″ Of1
Höhe 236 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 1033 (2011) ( Hilfef3f0)
Gebäudestand 249 (2001) f2
Fläche d. KG 17,22 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03180
Katastralgemeinde-Nummer 03039
Zählsprengel/ -bezirk Stephanshart (30503 003)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

f0f0

Stephanshart liegt im Mostviertel in Niederösterreich und ist Teil der Großgemeinde Ardagger. Bürgermeister ist (Stand 2017) Johannes Pressl (ÖVP)

Geschichte

Stephanshart wird circa 1140 als “Steuenharte” erstmals erwähnt. Der Name bedeutet „Wald, der zum Stephansdom in Passau gehört“. „Hart“ ist ein uraltes Wort für Wald. Wie früher bekannt und heute noch gut erkennbar, floss die Donau jahrhundertelang an Stephanhart vorbei. Zur Zeit der Kreuzzüge waren die Gefahren des Strudengaues schon bekannt. Aus diesem Grund gab es als letzte Raststelle vor dem Strudengau einige Anlandestellen in Ardagger, einige davon in Stephanshart. Haftpflöcke, die zum abbremsen und anbinden der anlandenden Schiffe und Flöße dienten wurden um 1880 noch an der Lände vom Zehethof beseitigt. Seit 1787 fließt die Donau etwas nördlicher und teilt das Machland in einen nördlichen und einen südlichen Teil.

Beim Katastrophenhochwasser im Jahr 1954 waren 62 Häuser bis zur Firsthöhe im Wasser eingeschlossen und nachher so gut wie unbewohnbar. 1971 begann die europaweit größte Aussiedlung der NÖ Landesregierung in der Stephanshart Au: 43 Bauernhöfe wurden auf hochwassersicheres Gebiet umgesiedelt.

Kirche

Hauptartikel: Pfarrkirche Stephanshart
Außenansicht der Kirche

1497 wurde der Neubau einer Steinkirche vollendet. Dies war eine dreischiffige Hallenkirche. Sie hatte ein Netzrippengewölbe mit Zierrippen auf Halbsäulen. Dieses Gotteshaus stand damals direkt neben dem „Moar-Hof“ mitten im Ort. Nach jahrelangen vergeblichen Stabilisierungs- und Restaurierungsversuchen wegen Abrutschgefahr musste diese Kirche 1957 gesperrt und im Jahre 1962 gesprengt und abgetragen werden.

Die neue Kirche wurde 1959 eingeweiht und ist ein klar gegliederter Baukörper mit weiträumigem Hauptschiff und schmalen Seitenschiffen. Der im Osten vorgelagerte Turm mit Pyramidendach krönt den Haupteingang. Hohe, schmale Rundbogenfenster lassen viel Licht in den Raum, der von einer Betonkassettendecke überspannt ist. Die künstlerische Einrichtung ist großteils aus der alten Kirche übernommen. Die Chorwand zeigt ein Sgraffito von Robert Herfert aus dem Jahr 1959. Von der alten Kirche stammen der gotische Taufstein, die spätbarocken Seitenaltarbilder, Glasfenster aus dem 19. Jahrhundert und eine alte Kirchenglocke aus dem Jahr 1573.

Verschönerungsverein

In den folgenden Jahren entstand um diese Kirche eine neue Siedlung. 1976 wurde ein Verschönerungsverein gegründet. So erreichte Stephanshart 1977/1978 den ersten Preis im Blumenschmuckwettbewerb von NÖ und 1980 wurde man bei demselben Europasieger!