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vom 24.05.2019, aktuelle Version,

Sylvester Rosegger

Sylvester Rosegger (* 3. Dezember 1912 in St. Lorenzen im Mürztal, Steiermark; † 4. August 2006)[1] war ein deutscher Agrarwissenschaftler mit dem Forschungsschwerpunkt Landtechnik.

Leben

Rosegger wuchs in der Steiermark auf. Im November 1933 wurde er Mitglied der NSDAP in Österreich und am 1. Mai 1938 mit der Mitgliedsnummer 6.229.785 der NSDAP in Deutschland.[2] 1934 wurde er wegen nationalsozialistischer Betätigung in der Dollfuß-Affäre in Graz inhaftiert. Im Jahre 1938 begann er das Studium der Landwirtschaft an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin, das er mit der Diplom-Hauptprüfung im März 1941 abschloss. Anschließend war er Leutnant der Reserve im Zweiten Weltkrieg.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war er zunächst als Schullehrer tätig und wurde später Direktor der Fachschule für Landwirtschaft in Wernigerode. Im Jahr 1948 wurde er in Berlin mit einer Arbeit über die Leistung und technische Ausrüstung von Familienbetrieben promoviert.[3]

Im Jahr 1952 gründete die Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin das Institut für Landtechnik Potsdam-Bornim, das heutige Leibniz-Institut für Agrartechnik Bornim (ATB). Rosegger war als Leiter wesentlich am Aufbau beteiligt. 1953 erhielt er einen Ruf als Professor (nebenamtlich) an die TH Dresden.

1958 wurde er Mitglied der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften und 1961 wurde er aus derselben ausgeschlossen. Im Jahr 1964 siedelte er in die Bundesrepublik Deutschland über. Von 1966 bis 1979 war er zunächst als Leiter der Vorläuferorganisation Institut für Betriebstechnik an der TU Braunschweig, nach Umfirmierung als Direktor der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig, tätig.

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte von Rosegger waren die landtechnischen Disziplinen mit den Gebieten Kraft- und Arbeitsmaschinen, Arbeits- und Produktionsverfahren der Außen- und Innenwirtschaft sowie Mensch und Arbeitswelt.

Rosegger hat mehr als 100 Veröffentlichungen publiziert.

Im Jahr 1990 wurde er von der TU Dresden mit der Ehrendoktorwürde als Doktor der Ingenieurswissenschaft ehrenhalber geehrt. Er war ordentliches Mitglied der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR sowie Mitglied der Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik.

Zitate

„Als Anerkennung für seine herausragenden Leistungen beim Aufbau und der Entwicklung der landtechnischen Ausbildung und Forschung an der TUD, seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Verbesserung der Produktionsverfahren in der Landwirtschaft, zur Prozeßsteuerung in der Rinderproduktion und zur Entwicklung der Betriebstechnik als eigenständige landtechnische Wissenschaftsdisziplin.“

Beschluss des Senats und der Fakultät für Maschinenwesen der TU Dresden; Ehrenpromotion vom 1. November 1990

Literatur

Ehrungen

Einzelnachweise

  1. Nachruf auf Sylvester Rosegger
  2. SBZ Biographie, S. 293.
  3. Leistung und technische Ausrüstung von Familienbetrieben der Siedlung Schmatzfeld am Nordharz. Berlin 1948. (F., Diss. v. 19. Okt. 1948).