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vom 20.02.2017, aktuelle Version,

Tina Unterberger

Tina Unterberger
Tina Unterberger beim Parallel-Weltcup 2016

Tina Unterberger beim Parallel-Weltcup in Kühtai 2016
Nation Osterreich Österreich
Geburtstag 13. April 1986
Geburtsort Bad Ischl
Beruf Sportwissenschafterin
Karriere
Disziplin Einsitzer
Verein ASKÖ Gmunden
Nationalkader seit 2002
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 1 × 0 × 1 ×
Europameisterschaften 0 × 2 × 2 ×
 Naturbahnrodel-Weltmeisterschaften
0Gold0 Vatra Dornei 2017 Mannschaft
0Bronze0 Vatra Dornei 2017 Einsitzer
 Naturbahnrodel-Europameisterschaften
0Silber0 Nowouralsk 2012 Mannschaft
0Silber0 Moos 2016 Mannschaft
0Bronze0 Umhausen 2014 Damen
0Bronze0 Umhausen 2014 Mannschaft
Platzierungen im Naturbahnrodel-Weltcup
 Debüt im Weltcup 30. Jänner 2003
 Weltcupsiege 2
 Gesamtweltcup ES 3. (2016/2017)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einsitzer 2 6 6
letzte Änderung: 20. Februar 2017

Tina Unterberger (* 13. April 1986 in Bad Ischl) ist eine österreichische Naturbahnrodlerin. Die gebürtige Bad Goiserin lebt in Linz und ist seit dem Jahr 2002 Mitglied des österreichischen Naturbahnrodelteams. Bei der Weltmeisterschaft 2017 in Vatra Dornei gewann der "Rodelfloh" mit ihren Teamkollegen Thomas Kammerlander und Rupert Brüggler/Tobias Angerer ihren ersten Weltmeistertitel im Teambewerb, sowie die Bronzemedaille im Einsitzer. Bei der Europameisterschaft 2014 sicherte Unterberger sich Doppelbronze sowohl im Einzel als auch im Team, bei der Europameisterschaft 2012 und 2016 holte sie jeweils die Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb. Im Weltcup fuhr sie seit 2003 siebzig Mal unter die schnellsten zehn Damen und erzielte als bestes Gesamtweltcupergebnis den dritten Rang in der Saison 2016/2017. Bisher konnte sie vierzehn Weltcup Podestplätze erreichen, davon zwei Siege.

Karriere

Unterberger begann 1996 mit dem Rodelsport. Im selben Jahr erreichte sie, wie auch 1998, den dritten Platz bei den FIL-Jugendspielen. 1998 und 1999 wurde sie Österreichische Schüler- bzw. Jugendmeisterin und 2003 Österreichische Juniorenmeisterin. Nach guten Ergebnissen im Interkontinentalcup kam sie am 30. Jänner 2003 in Kindberg zu ihrem ersten Weltcupeinsatz, bei dem sie den zehnten Platz belegte. Wenige Tage später erzielte sie bei der Junioreneuropameisterschaft 2003 den siebenten Rang.

In der Saison 2003/2004 erreichte Unterberger bei der Juniorenweltmeisterschaft in Kindberg den sechsten Platz und bei der Europameisterschaft in Hüttau, ihrem ersten Titelkampf in der Allgemeinen Klasse, Rang zwölf. Im Weltcup nahm sie in diesem Winter an drei Rennen teil und belegte Rang 16 im Gesamtklassement. Bei der Junioreneuropameisterschaft 2005 in Kandalakscha fuhr sie auf Platz sieben und bei der Weltmeisterschaft 2005 in Latsch auf Rang neun im Einsitzer. Zudem kam sie bei der Weltmeisterschaft mit dem Team Österreich II auf Rang sechs im Mannschaftswettbewerb.

In der Weltcupsaison 2004/2005 konnte sich Unterberger in allen fünf Rennen an denen sie teilnahm unter den besten zehn klassieren, wobei ihr am 22. Jänner 2005 mit Platz fünf in Latzfons ihr bis dahin bestes Resultat in einem Weltcuprennen gelang. Im Gesamtweltcup erreichte sie damit den achten Platz, ebenso wie in der Saison 2005/2006, in der sie viermal unter die schnellsten zehn fuhr. Bei den Titelkämpfen erreichte sie 2006 keine Top-10-Ergebnisse: Die Juniorenweltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen beendete sie an elfter Stelle und die Europameisterschaft in Umhausen auf Rang 14. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Grande Prairie und bei der Europameisterschaft 2008 in Olang kam sie als Zehnte bzw. Neunte wieder in die Top-10.

Nachdem sie in der Weltcupsaison 2006/2007 nur zwei Top-10-Ergebnisse erzielte und im Gesamtklassement auf Platz elf zurückfiel, fuhr Unterberger in der Saison 2007/2008 in allen sechs Rennen unter die besten zehn, womit sie als Siebente der Endwertung ihre bis dahin beste Platzierung im Gesamtweltcup erreichte. In der Weltcupsaison 2008/2009 wurde sie mit insgesamt fünf Top-10-Plätzen zum dritten Mal nach 2005 und 2006 Achte im Gesamtweltcup. Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Moos in Passeier belegte sie Rang zehn im Einsitzer und Platz fünf im Mannschaftsbewerb und bei der Europameisterschaft 2010 in St. Sebastian Rang neun im Einsitzer. Die Weltcupsaison 2009/2010 beendete sie mit drei Top-10-Platzierungen am zehnten Gesamtrang. Ebenfalls drei Top-10-Platzierungen, wobei zwei siebente Plätze in Kindberg und Unterammergau ihre besten Ergebnisse waren, und wieder den zehnten Gesamtrang erreichte sie in der Saison 2010/2011, in der sie allerdings nicht an den beiden Auftaktrennen in Nowouralsk teilnahm. Bei der Weltmeisterschaft 2011 in Umhausen fuhr Unterberger auf den zwölften Platz.

In der Saison 2011/2012 gelang es Unterberger zum zweiten Mal, in allen sechs Weltcuprennen des Winters unter die schnellsten zehn zu fahren. Sie egalisierte mit dem fünften Platz im Auftaktrennen in Latzfons ihr bisheriges Bestergebnis in einem Weltcuprennen und erreichte als Fünfte des Endklassements ihr bisher bestes Gesamtresultat. Bei der Europameisterschaft 2012 in Nowouralsk gewann sie mit dem zweiten Platz im Mannschaftswettbewerb ihre erste Medaille bei internationalen Titelkämpfen. Im Einsitzer erreichte sie als Siebte ihr bislang bestes Ergebnis bei Welt- und Europameisterschaften.

In der Saison 2012/2013 platzierte sie sich beim Doppelweltcup in Rumänien zweimal auf dem vierten Rang und erreichte den sechsten Rang im Gesamtweltcup. Die Weltmeisterschaft 2013 in Deutschnofen/Italien beendete Unterberger als Sechste.

In ihrer bisher erfolgreichsten Saison 2016/2017 fuhr Unterberger fünf mal auf's Podium. Sie gewann dabei den Weltcupauftakt in Kühtai, erkämpfte sich in Latsch, Moskau und Umhausen den zweiten Platz, sowie den dritten Platz in Moskau. Damit sicherte sie sich im Gesamtweltcup den 3. Rang im Einsitzer in der Saison 16/17. Bei der Weltmeisterschaft 2017 in Vatra Dornei gewann Unterberger mit ihren Teamkollegen Thomas Kammerlander und Brüggler/Angerer ihren ersten Weltmeistertitel im Teambewerb, sowie die Bronzemedaille im Einsitzer.

Neben dem Naturbahnrodeln nimmt Unterberger im Sommer auch an Wettbewerben im Rollenrodeln teil, sowohl im Einsitzer als auch im Doppelsitzer zusammen mit Michael Scheikl. Im Doppelsitzer sind sie amtierende Europameister (Grindelwald, 2014 & Feldthurns, 2016) als auch Weltmeister (Gmunden, 2015), sie gewannen mehrmals die Gesamtwertung des Austrian Rollenrodelcups und sind vielfache Österreichische Meister. Auch im Einsitzer erzielte sie mehrere Siege und Meistertitel. 2013 konnte Unterberger die Gesamtwertung des Austrian Rollenrodelcups für sich entscheiden. Sie ist Vizeweltmeisterin (Gmunden, 2015) und gewann zweimal die Bronzemedaille bei Europameisterschaften (Bühl, 2013 & Grindelwald, 2015).

Privat

Unterberger maturierte 2006 an der Bundeshandelsakademie in Bad Ischl und schloss 2014 das Bachelorstudium für Sportmanagement an der Universität Innsbruck, sowie 2016 das Masterstudium Training und Sport an der Fachhochschule Wiener Neustadt ab.

Erfolge

Weltmeisterschaften

Europameisterschaften

Juniorenweltmeisterschaften

Junioreneuropameisterschaften

Weltcup

  • 3. Gesamtrang im Einsitzer in der Saison 2013/2014 und 2016/2017
  • 4. Gesamtrang im Einsitzer in der Saison 2014/2015 und 2015/2016
  • 5. Gesamtrang im Einsitzer in der Saison 2011/2012
  • Weitere elf Mal unter den besten zehn im Einsitzer-Gesamtweltcup
  • Zwei erste, sechs zweite, sechs dritte Plätze und weitere 55 Top-10-Platzierungen in Weltcuprennen
  • Vierzehn Podestplätze, davon zwei Weltcupsiege
  Commons: Tina Unterberger  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien