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vom 10.02.2020, aktuelle Version,

Tourismusschulen Salzburg

Tourismusschulen Salzburg-Klessheim

Die Tourismusschulen Salzburg sind Ausbildungsstätten für Berufe im Hotel- und Gastgewerbe sowie für Berufe im Tourismus im Allgemeinen. Sie sind im Besitz der Wirtschaftskammer Salzburg.

Geschichte

Die Geschichte der Tourismusschulen begann mit einem Hotelfachkurs im Jahr 1945. Dann teilten sich die Ausbildungen in Gastgewerbefachschulen und Hotelfachschulen. Letztere wurden später nochmals in verschiedene Ausbildungsrichtungen aufgeteilt. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde in Mattsee ein Hotelfachkurs gegründet. 1946 übernahm die Handelskammer (heute Wirtschaftskammer Salzburg, WKS) die Schulerhalterschaft. Noch im gleichen Jahr wurde der Hotelfachkurs vom Unterrichtsministerium als zweijährige Fachschule mit Öffentlichkeitsrecht anerkannt. Die Schulzeit wurde 1946 als abgeschlossene Lehre eines Kochs und Kellners anerkannt. Die Schule erhielt den Namen „Salzburger Hotelfachschule“.

Im Juni 1949 wurde der „Salzburger Hotelfachschulverein“ gegründet, im Jahr 2003 wurde der Name in „Verein Tourismusschulen Salzburg“ geändert. 2014 erfolgte die Umwandlung des Vereins in eine GmbH unter dem Namen „Tourismusschulen Salzburg GmbH“. Es werden Ausbildungsstätten in Bad Hofgastein, Bischofshofen, Bramberg am Wildkogel und Klessheim betrieben. Die Standorte Bad Hofgastein und Klessheim bieten auch die Möglichkeit der Unterbringung in einem Internat.

Standort Bad Hofgastein

Im Herbst 1948 übersiedelte die Schule nach Bad Gastein, wo sie nach einer Übergangsphase im landeseigenen Badehospiz und im Haus des Roten Kreuzes im Hotel Weismayr untergebracht wurde. Mit dem Erwerb des Grand Park Hotels 1953 (Alpenhaus Gasteinertal) durch die WKS erfolgte der Umzug nach Bad Hofgastein. Es fanden seitdem diverse Erweiterungen, Generalsanierungen und Neubauten statt. Der Schule sind ein Burschen- und ein Mädcheninternat angeschlossen.

Der Ausbildungsbetrieb am Standort Bad Hofgasteig umfasst eine fünfjährige Höhere Lehranstalt für Tourismus mit dem Schwerpunkt „Hotelmanagement und Gesundheitstourismus“. Seit 2012 wurde damit begonnen, das Ausbildungsangebot in Richtung Gesundheit zu erweitern mit speziellen Angeboten rund um das Gasteiner Thermalwasser und den Radonstollen des Gasteinertales. Seit 2010 wird im Grand Park Hotel jährlich die Aktion „Schüler führen ein Hotel“ durchgeführt. Die Dauer der Ausbildung beträgt 5 Jahre und endet mit den Abschlüssen der Reife- und Diplomprüfung, volle Studienberechtigung (allgemeine Hochschulreife/Matura), Berufsqualifikation sowie Gewerbeberechtigung für Hotellerie, Gastronomie und Reisebüro.

Die Dauer der Ausbildung in der Skihotelfachschule der Höheren Lehranstalt für Tourismus und Ski beträgt 6 Jahre und endet mit den Abschlüssen Reife- und Diplomprüfung, volle Studienberechtigung (allgemeine Hochschulreife/Matura), Berufsqualifikation sowie Gewerbeberechtigung für Hotellerie, Gastronomie und Reisebüro. Bekannte Absolventen der Skihotelfachschule sind Anna Fenninger, Marcel Hirscher und Max Franz.

Die „Meisterklasse Kulinarik“ bietet eine Kochausbildung mit einem gemeinsam mit Andreas Döllerer entwickelten Konzept. Diese Ausbildung beträgt 3 Jahre und endet mit den Abschlüssen Diplom Hotelkaufmann/Hotelkauffrau inklusive Berufs- und Gewerbeberechtigung, Koch, Gastronomie-/Restaurantfachmann, Hotel- und Gastgewerbe-Assistent.

Standort Salzburg-Klessheim

1957 wurde in Klessheim eine Zweigstelle der damaligen Salzburger Hotelfachschule eingerichtet und im gleichen Jahr eine zweijährige Gastwirteschule gegründet. 1962 wurde die Fremdenverkehrsakademie Klessheim eröffnet und später die Salzburger Unterrichtsanstalten für Fremdenverkehrsberufe, später mit Namen Höhere Lehranstalten für Fremdenverkehrsberufe, heute Tourismusschulen im Schloss Klessheim gegründet. Das Ausbildungsangebot wurde 1963 um einen zweijährigen Abiturientenlehrgang ergänzt. 1972/73 wurde ein zweijähriger Hotel- und Gastgewerbefachlehrgang für Erwachsene eingerichtet.

Nach einem Schulneubau 1972 wurde die Gastgewerbefachschule in Klessheim eingerichtet mit angeschlossenem Burschen- ein Mädcheninternat. Zwischen 1977 und 2001 kam es zu zahlreichen baulichen Erweiterungen und Modernisierungsmaßnahmen. Bis 2021 sollen nochmals Neu- und Umbaumaßnahmen durchgeführt werden.[1]

Standort Bischofshofen

1980 wurde in Bischofshofen der dritte Schulstandort der Tourismusschulen gegründet. Zunächst mit einer reinen Mädchenklasse in der Gastgewerbefachschule (heute: Hotelfachschule). 1983/84 wurde zusätzlich ein Fremdenverkehrskolleg eingerichtet. Diese Ausbildungsmöglichkeit wurde 1990 durch einen Hotelfachlehrgang für Erwachsene abgelöst. Die Höhere Lehranstalt für Tourismus wurde 1998 in Bischofshofen begonnen.

Standort Bramberg

Im Dezember 2011 wurde der Verein um eine vierte Tourismusschule mit dem Schwerpunkt „Nachhaltiger Tourismus“ in Bramberg am Wildkogel erweitert.

Absolventenverein

1977 wurde der Absolventenverein der Tourismusschulen Klessheim mit der Absicht gegründet, regelmäßige Treffen ehemaliger Absolventen zu organisieren, Kontakte der in aller Welt tätigen Klessheimer zu intensivieren und Neues von den Schulen zu verbreiten.

Kritik

Der Salzburger Gastronom und Weinhändler Hermann Döllerer, der 2018 mit dem „Gault & Millau-Award für das Lebenswerk“ geehrt wurde, kritisierte 2011, dass die Koch-Absolventen in Hotelfachschulen zuwenig Praxiserfahrung für eine professionellen Restaurantküche haben, während Kochlehrlinge diese Praxis im Betrieb erlernen.[2] Leonhard Wörndl, Geschäftsführer der Tourismusschulen Salzburg, hat diese Kritik vehement zurückgewiesen.[3]

Trivia

In der Tourismusschule Klessheim war zwischen Mai und Juni 2008 das Volunteer-Center für die Fußball-Europameisterschaft 2008 für den Austragungsort Salzburg untergebracht, da sich das Stadion Wals-Siezenheim in unmittelbarer Nähe befindet.

Einzelnachweise

  1. orf.at: Tourismusschule Klessheim: 33-Millionen-Neubau. Artikel vom 28. September 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Unsere Kochausbildung muss reformiert werden | ÖGZ. gast.at, 24. Februar 2011, abgerufen am 10. Februar 2020.
  3. Tourismusschulen wehren sich gegen harte Kritik. ORF, 20. November 2011, abgerufen am 10. Februar 2020.