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vom 05.09.2017, aktuelle Version,

Tractatus-Preis

Der Tractatus-Preis für philosophische Essayistik ist ein Wissenschaftspreis, der seit 2009 jährlich vom Philosophicum Lech vergeben wird.

Hintergrund

Der Tractatus-Preis für philosophische Essayistik geht auf eine Anregung des Schriftstellers Michael Köhlmeier zurück. Die Dotierung der Auszeichnung beträgt 25.000 Euro, die von privaten Sponsoren erbracht wird.[1]

Die Jury besteht aus folgenden Persönlichkeiten: Helmut A. Gansterer (2009–2011), Ursula Pia Jauch (2009–2014), Franz Schuh (seit 2012), Barbara Bleisch (ab 2015) und Michael Krüger (ab 2015).

Preisträger

Nr Jahr Weitere Nominierte Preisträger
01 2009 Im ersten Jahr gab es keine Shortlist. Franz Schuh für Memoiren. Ein Interview gegen mich selbst.
02 2010 Michael Hampe Das vollkommene Leben, Byung-Chul Han Duft der Zeit, Martin Seel Theorien, Wolfgang Sofsky Das Buch der Laster, Albrecht Wellmer Versuch über Musik und Sprache Kurt Flasch für Kampfplätze der Philosophie
03 2011 Byung-Chul Han Müdigkeitsgesellschaft, Marie Luise Knott Verlernen. Denkwege bei Hannah Arendt, Robert Pfaller Wofür es sich zu leben lohnt. Elemente materialistischer Philosophie, Peter Strasser Was ist Glück, Joseph Vogl Das Gespenst des Kapitals Norbert Bolz für Die ungeliebte Freiheit. Ein Lagebericht
04 2012 Karl-Markus Gauß Ruhm am Nachmittag, Byung-Chul Han Topologie der Gewalt, Thomas Macho Vorbilder, Wolfgang Sofsky Todesarten. Über Bilder der Gewalt, Andreas Urs Sommer Lexikon der imaginären philosophischen Werke, Wolfgang Welsch Mensch und Welt. Eine evolutionäre Perspektive der Philosophie Herbert Schnädelbach für Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann[2]
05 2013 Anna Mitgutsch Die Grenzen der Sprache. Unruhe bewahren, Vittorio Hösle Eine kurze Geschichte der deutschen Philosophie, Odo Marquard Endlichkeitsphilosophisches. Über das Altern, Henning Ritter Die Schreie der Verwundeten. Versuch über die Grausamkeit, Peter Sloterdijk Zeilen und Tage Kurt Bayertz für Der aufrechte Gang. Eine Geschichte des anthropologischen Denkens
06 2014 Manfred Geier Geistesblitze. Eine andere Geschichte der Philosophie, Martin Pollack Kontaminierte Landschaften, Wilhelm Schmid Gelassenheit: Was wir gewinnen, wenn wir älter werden, Ilija Trojanow Der überflüssige Mensch, Barbara Vinken Angezogen. Das Geheimnis der Mode Peter Bieri für Eine Art zu leben – Über die Vielfalt menschlicher Würde
07 2015 Michael Hagner Zur Sache des Buches, Lisa Herzog Freiheit gehört nicht nur den Reichen: Plädoyer für einen zeitgemäßen Liberalismus, Wolfgang Schivelbusch Das verzehrende Leben der Dinge, Roberto Simanowski Data Love, Peter Trawny Heidegger und der Mythos der jüdischen Weltverschwörung Ulrich Greiner für Schamverlust – Vom Wandel der Gefühlskultur
08 2016 Heinz Bude Das Gefühl der Welt, Svenja Flasspöhler Verzeihen. Vom Umgang mit Schuld, Rüdiger Safranski Zeit. Was sie mit uns macht und was wir mit ihr machen, Lambert Wiesing Luxus Hartmut Rosa[3] für Resonanz – Eine Soziologie der Weltbeziehung
09 2017 Dan Diner Aufklärungen. Wege in die Moderne, Beate Rössler Autonomie. Ein Versuch über das gelungene Leben, Roberto Simanowski Abfall. Das alternative ABC der neuen Medien, Andreas Urs Sommer Werte. Warum man sie braucht, obwohl es sie nicht gibt, Dieter Thomä Puer Robustus. Eine Philosophie des Störenfrieds Ralf Konersmann für Wörterbuch der Unruhe

Einzelnachweise

  1. Philosophicum Lech vergibt Tractatus Die Presse, 5. Mai 2009
  2. Judith Hecht:Tractatus-Preis: Herrscht ewiger Friede in der Philosophie? Die Presse, 5. September 2012
  3. Rosa erhält Tractatus-Preis. Badische Zeitung, 11. September 2016.