unbekannter Gast
vom 27.06.2017, aktuelle Version,

Verkehrsstation Wien Aspern Nord

Aspern Nord
U-Bahn-Station in Wien
Basisdaten
Bezirk: Donaustadt (22. Bezirk)
Eröffnet: 5. Oktober 2013
Gleise (Bahnsteig): 2 (Mittelbahnsteig)
Nutzung
Linie(n):
Umsteigemöglichkeiten: 89A 95A 99A 99B
Haltestelle Wien Aspern Nord
ÖBB-Haltestelle Ende 2012
ÖBB-Haltestelle Ende 2012
Daten
Lage im Netz Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Eröffnung Dezember 2018
Lage
Stadt/Gemeinde Wien
Bundesland Wien
Staat Österreich
Koordinaten 48° 14′ 4,5″ N, 16° 30′ 16,4″ O
Eisenbahnstrecken
Liste der Bahnhöfe in Österreich
i16i16i18

Die Verkehrsstation Wien Aspern Nord ist eine auf dem ehemaligen Flugfeld Aspern am Nordrand der Seestadt Aspern befindliche, zum Teil fertiggestellte Gemeinschaftsstation. Sie besteht aus der Bahnstation Wien Aspern Nord[1] der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) an der Marchegger Ostbahn (Bahnstrecke Wien–Bratislava) und der U-Bahn-Station Aspern Nord der Wiener Linien an der U-Bahn-Linie U2. Sie befindet sich im 22. Wiener Gemeindebezirk, Donaustadt, und bindet die Seestadt Aspern ebenso wie die U-Bahn-Station Seestadt an den öffentlichen Verkehr an.

Die beiden genannten U-Bahn-Stationen wurden am 5. Oktober 2013 eröffnet;[2] die Inbetriebnahme der Bahnstation folgt voraussichtlich 2017 im Zuge des Ausbaus der Marchegger Ostbahn. Bis zu diesem Zeitpunkt halten die Regionalzüge weiterhin in der Bahnstation Wien Hausfeldstraße neben der U-Bahn-Station Hausfeldstraße. Die ÖBB-Station wird geschlossen, wenn die Bahnstation Wien Aspern Nord den Betrieb aufnimmt und die Verknüpfung von Bahn und U-Bahn dort erfolgt.

Baugeschichte

Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr 2011. Mit der für frühestens 2017 geplanten endgültigen Fertigstellung der Gemeinschaftsstation ÖBB/U2[1] entsteht ein Übergangspunkt zwischen den ÖBB mit dem S-Bahn- (S80), dem Regional- sowie dem Fernverkehr der Bahnstrecke Wien–Bratislava (Marchegger Ostbahn) und dem U-Bahn-Netz der Wiener Linien mit der Linie U2. Die Verkehrsstation wird von städtischen und regionalen Autobuslinien angefahren werden.

Es werden zwei parallel zueinander liegende Mittelbahnsteige (für U-Bahn und ÖBB-Schienenverkehr) errichtet, die über eine Bahnhofspassage miteinander verbunden sind. Die Länge der ÖBB-Bahnsteige beträgt 190 Meter. An der Südseite der Station liegt der Haupteingang. Daran angeschlossen wird der Busbahnhof und eine Park-and-Ride-Anlage sein, deren Aufgabe es sein soll, den Individualverkehr vom Autobahnzubringer Spange Flugfeld Aspern der Wiener Außenring Schnellstraße (S1) auf den öffentlichen Verkehr zu verlagern.

Als U-Bahn-Station ist der Verkehrsknotenpunkt Teil der vierten Ausbaustufe der Wiener U-Bahn und entstand im Zuge der Verlängerung der Linie U2 von der Aspernstraße zur Seestadt Aspern.[3]

Bilder

Ausgestaltung

Zweimal wurde in Aspern Weltgeschichte geschrieben: Im Jahr 1809 siegte hier Erzherzog Karl über Napoleon Bonaparte, und im Jahr 1912 eröffnete mit dem Flugfeld Aspern der damals größte und modernste Flughafen Europas. Mit Bezug auf diese Ereignisse installierte der bayerische Künstler Stephan Huber zwei großformatige Wandbilder an den beiden Stirnseiten des Bahnsteigs. Das Bild Aspern Affairs (1809) auf der westlichen Wand basiert auf einer Karte des Großraums Wien, die jedoch surreal verfremdet ist und im Stil einer Collage durch unzählige wahre, falsche und ironische Informationen ergänzt wurde; der rechte Bildteil beschäftigt sich mit der Schlacht bei Aspern. Das Wandbild Aspern Affairs (1912) an der östlichen Stirnwand beschäftigt sich im gleichen Stil mit dem Flugfeld Aspern, und mit der Geschichte Wiens in dieser Zeit. Die Bilder sind jeweils 10 x 6 Meter groß. Sie wurden vom Künstler am Computer erstellt, und dann auf Fotopapier ausgedruckt und hinter Glas kaschiert. An den längsseitigen Oberlichten des Bahnsteigs befindet sich die Installation Lebenslinien, ebenfalls von Stephan Huber. Bunte, beschriftete Streifen sollen die Lebenszeiten einiger prominenter Personen grafisch darstellen. Die Linien wurden durch Einbrennlackierung auf die Glasflächen aufgebracht.[4]

  Commons: Bahnhof Wien Aspern  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 ÖBB-Projektbezeichnung: Gemeinschaftsstation ÖBB/U2 beim Flugfeld Aspern, siehe: Großraum Wien: Hausfeldstraße – Baumaßnahmen im Zuge der Errichtung. Informationsseite der ÖBB Infrastruktur AG, abgerufen am 23. Oktober 2011.
  2. U2-Verlängerung: Von der Stummellinie zur Geister-U-Bahn. derStandard.at, 4. Oktober 2013, abgerufen am 5. Oktober 2013.
  3. Seestadt Aspern: Karte des Ausbaus der U2 (jpg).
  4. Aspern Affairs. KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien, 2013, abgerufen am 5. März 2017.
Vorherige Station U-Bahn Wien Nächste Station
Seestadt
 Seestadt
  U2   Hausfeldstraße
Karlsplatz