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vom 06.01.2016, aktuelle Version,

Waldbahn Lunz–Langau

Lunz–Langau
Streckenlänge: 12,170 km
Spurweite: 700 mm
Maximale Neigung: 27 

Die Waldbahn Lunz–Langau war eine zwischen 1920 und 1974 bestehende Waldbahn in Niederösterreich.

In den ausgedehnten Wäldern nördlich und westlich des Ötschers sowie im angrenzenden Gebiet des Dürrensteins gab es schon im 19. Jahrhundert pferdebetriebene Waldbahnen, um das Holz zu Riesen und Bächen zu transportieren, von wo es in die Ybbs geschwemmt werden konnte. In Langau-Maierhöfen wurde das geschwemmte Holz mit einer Sperre aufgefangen und beim dort befindlichen Sägewerk der Forstverwaltung Rothschild gelagert.

Nach dem Ersten Weltkrieg erwarb die Rothschildsche Forstdomäne große Mengen an Feldbahnmaterial aus Beständen der sogenannten Sachdemobilisierung und errichtete damit, am Bahnhof Lunz am See beginnend, eine Waldbahn nach Langau und weiter bis zum Saurüsselboden. Die Spurweite der heute noch sichtbaren Strecke betrug 700 mm. Zum Einsatz kamen dieselbetriebene Feldbahnloks aus dem Ersten Weltkrieg.

Neben dem Transport von Holz in allen Varianten wurden in beschränktem Umfang auch Personen befördert.

Die Waldbahn wurde in den 1970er Jahren stillgelegt und abgebaut, nachdem zuvor noch versucht worden war, einen Museumsbetrieb einzurichten.

Literatur

  • Manfred Hohn: Waldbahnen in Österreich, Verlag Leo Slezak, Bd. 1, Wien 1980