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vom 24.07.2015, aktuelle Version,

Weng (Gemeinde Köstendorf)

Weng (Dorf)
Ortschaft
Weng (Gemeinde Köstendorf) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Salzburg-Umgebung (SL), Salzburg
Gerichtsbezirk Neumarkt bei Salzburg
Pol. Gemeinde Köstendorf  (KG Köstendorf)
Koordinaten 47° 56′ 7″ N, 13° 10′ 32″ O
Höhe 536 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 160 (2001)
Gebäudestand 49 (2001)
Fläche 23,9 ha
Postleitzahl 5203 Köstendorf
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 13774
Zählsprengel/ -bezirk Köstendorf (50320 000)

Weng
Haltestelle der Westbahn Weng bei Neumarkt
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; SAGIS

f0

Weng ist ein Ort im Salzburger Seengebiet in Land Salzburg, und Ortschaft der Gemeinde Köstendorf im Bezirk Salzburg-Umgebung.

Geographie

Das Dorf liegt 4 Kilometer westlich von Neumarkt am Wallersee, 3 km südwestlich von Köstendorf, und 2 km ab vom Nordufer des Wallersee. Es liegt auf um 535 m ü. A., am Eisbach, der von Köstendorf her in den Wallersee fließt.

Die Ortschaft umfasst knapp 50 Gebäude mit etwa 150 Einwohnern, zum Ortschaftsgebiet gehört auch der Pragfischer am See. Nicht zu dieser Ortschaft, sondern zu Helming gehört die Waldsiedlung Fischweng, jenseits des Bachs nördlich an der L238 Seekirchner Landesstraße, die heute aber weitgehend mit Weng verwachsen ist. Dort befinden sich weitere etwa 30 Gebäude.

Waldsiedlung Fischweng (Siedlung)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Salzburg-Umgebung (SL), Salzburg
Gerichtsbezirk Neumarkt bei Salzburg
Pol. Gemeinde Köstendorf  (KG Köstendorf)
Ortschaft Helming
Koordinaten 47° 56′ 24″ N, 13° 10′ 11″ O
Höhe 518 m ü. A.
Gebäudestand 31 (2012)
Postleitzahl 5203 Köstendorf
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Köstendorf (50320 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; SAGIS

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Nachbarortschaften und -orte
Haunharting

Waldsiedlung Fischweng
Fischachmühle

Hilgertsheim

Kleinköstendorf
Helming Maierhof (Gem. Neumarkt a.W)
Fischweng


Wallersee

Enzing (Gem. Henndorf a.W)
Kath. Filialkirche hl.  Leonhard

Geschichte, Wirtschaft und Infrastruktur

Frühgeschichte

Weng ist uraltes Siedlungsgebiet, so wurde am Ufer des Wallersees ein Einbaum aus der Steinzeit[1] (in Nähe zur Mondseekultur) gefunden. Die Siedlungsgeschichte des Raumes ist durchgängig über Hallstattzeit,[2] römisches Norikum (Römerstraße Wels–Salzburg), slawische Besiedlung und bajuwarische Landnahme.

Westbahn-Haltestelle Weng bei Neumarkt

1860 wurde hier von der seinerzeitigen k.k. privilegierte Kaiserin Elisabeth-Bahn die heutige Westbahn erbaut. Besonders der Abschnitt Weng-Zell, der Moorgebiet durchquert, erforderte umfangreiche Dammsicherungsmaßnahmen.[3] Weng bekam eine Haltestelle, Weng bei Neumarkt (auch: Weng/Wallersee)[4] die die umliegenden Orte zwischen Neumarkt und Wallersee bedient. Auf das Ortsbild selbst hatte das wenig Einfluss, das Dorf ist klein geblieben. Am Ort haben sich aber einige bedeutendere Unternehmen angesiedelt, so Palfinger (Kranbau, Werk Köstendorf, heute auch Sitz der Palfinger Europe) oder das Holzunternehmen Lauterbacher, und 2004 die EZA–Zentrale Österreich (Dritte Welt-Handel). Insgesamt hat der Ort durch die Einbindung der Haltestelle in den Salzburger Verkehrsverbund als Randsiedlungsgebiet Seekirchens in den letzten Jahren Aufschwung erlebt.

Der viergleisige Ausbau der Westbahn als Schnellfahrstrecke zwischen Straßwalchen und Salzburg ist noch im Planungsstadium, es werden diverse Trassierungen untersucht. Die Haltestelle soll aber beibehalten werden.[5]

Natur und Bauten

Bedeutend ist das Wenger Moor[6] am Wallersee, 1973 zum Naturschutzgebiet (NSG 00014) erklärt, 1995 als Natura-2000-Gebiet nominiert und 1996 als EU-Vogelschutzgebiet mit 298,47 ha ausgewiesen (LGBl. 51/2006, AT3201014/ESG 00005).[7] Es ist der größte naturnahe Moorkomplex des Salzburger Alpenvorlandes und wird mit einem Naturlehrpfad und einem Steg mit Aussichtsturm erschlossen, der den Blick in die Zentralgebeite erlaubt, ohne die Bodenvegetation zu beeinträchtigen. Im Umraum findet auch Landart des Seekirchener Kulturvereins KunstBox statt, der das Augenmerk auf das Schutzgebiet lenken soll.[8]

Die Filialkirche Hl. Leonhard steht unter Denkmalschutz. Die historische Haltestelle der Elisabeth-Bahn ist nicht erhalten.[4]

Einzelnachweise

  1. Geschichte Salzburgs. S. 13.
  2. Jakob Vogel: Köstendorfer Heimatbuch. Kapitel über Urgeschichte
  3. Roland Floimair, Fritz Koller (Hrsg.): Verkehrsland Salzburg. Salzburger Portraits. Band 198 von Schriftenreihe des Landespressebüros Serie Sonderpublikationen. Land Salzburg, Salzburg Land Landespressebüro, Salzburg 2004, ISBN 978-3-85015-202-0, S. 145 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. 1 2 Weng bei Neumarkt (Haltestelle). In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  5. vergl. Beantwortung der Anfrage der Abg. Mag. Eisl und Kosmata an Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Haslauer (Nr 647 der Beilagen d.3.S.d.14.Gp.) betreffend den Ausbau S-Bahn Nord-Ost-Ast (S-Bahn zwischen Salzburger Hauptbahnhof und Straßwalchen), Nr. 57 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages (4. Session der 14. Gesetzgebungsperiode), 2. August 2011 (online, salzburg.gv.at).
  6. Europaschutzgebiet Wallersee-Wenger Moor. In: Schutzgebietsinventar. Land Salzburg, abgerufen am 21. Juni 2010.
  7. Verordnung der Salzburger Landesregierung vom 16. Mai 2006, mit der die Naturschutzgebiete Wallersee-Wenger Moor, Oichten-Riede, Winklmoos, Obertauern-Hundsfeldmoor, Kalkhochalpen, Sieben Möser-Gerlosplatte und Gerzkopf zu Natur- und Europaschutzgebieten erklärt werden LGBl Nr 51/2006 (ris.bka)
  8. Wenger Moor. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
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