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vom 15.08.2012, aktuelle Version,

Zöbing (Gemeinde Langenlois)

Zöbing (Gemeinde Langenlois) (Dorf)
Ortschaft Zöbing
Katastralgemeinde Zöbing
Zöbing (Gemeinde Langenlois) (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Krems-Land (KR), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Langenlois
Koordinaten 48° 29′ 25″ N, 15° 41′ 30″ Of1
Höhe 211 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 690 (2001)
Fläche d. KG 5,39 km²dep1
Postleitzahl 3561f1
Vorwahl +43/02734f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04384
Katastralgemeinde-Nummer 12233
Zählsprengel/ -bezirk Zöbing (31322 008)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

f0

Zöbing ist ein Ort und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Langenlois im Bezirk Krems-Land in Niederösterreich.

Geografie

Der Ort liegt im Kamptal zwischen Schönberg am Kamp und Langenlois. Die Seehöhe in der Ortsmitte beträgt 211 Meter. Die Fläche der Katastralgemeinde umfasst 5,39 km². Die Einwohnerzahl beläuft sich auf 690 Einwohner (Stand: 2001).

Postleitzahl

In der Stadtgemeinde Langenlois finden mehrere Postleitzahlen Verwendung. Zöbing hat die Postleitzahl 3561.

Bevölkerungsentwicklung[1]

Vorlage:Demography 8col

Geschichte

Das heutige Ortsgebiet von Zöbing war bereits in derJungsteinzeit besiedelt.[2] Der Ort Zöbing trat erstmals 1074 urkundlich in Erscheinung, als ein Albero von Zebingen urkundlich genannt wurde. Für den Anfang des 12. Jahrhunderts ist im Ort ein Hainricus de Cebingen nachweisbar. In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde der Ort protestantisch und kehrte 1627 zum katholischen Glauben zurück.[3]
Mit der Inbetriebnahme der Kamptalbahn entwickelte sich Zöbing zu einer Sommerfrische mit Sommerfrische-Villen. Nach 1945 konnte der Ort nicht mehr an die Tradition der Sommerfrische anschließen. Veränderte Reisegewohnheiten, aber auch der Bau der Kamptal-Stauseen, der zu einem starken Temperaturrückgang des von zahlreichen Badeanstalten gesäumten Kamps führte, entzogen dem Tourismus im Kamptal seine wichtigsten Grundlagen.[4]
Durch den Zusammenschluss der Marktgemeinde Zöbing mit der Marktgemeinde Schönberg am Kamp entstand zum 1. Januar 1971 die Großgemeinde Zöbing-Schönberg. Bereits ein Jahr später, zum 1. Januar 1972, verließ der Ortsteil Zöbing diese Großgemeinde und schloss sich als Ortsteil der Stadtgemeinde Langenlois an.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kamptalwarte
Der 1897 auf dem Heiligenstein errichtete Aussichtsturm befindet sich auf Zöbinger Ortsgebiet.
Pfarrkirche St. Martin
Die Pfarrkirche wurde im 14. und 15. Jahrhundert errichtet. Ein spätgotischer Kapellenanbau erfolgte um 1400. Darin befinden sich an einem neogotischen Flügelaltar einige originale gotische Bildtafeln aus derZeit um 1480. Im Hauptraum der Kirche befindet sich ein Ölgemälde mit der Kreuzigung Christi des Kremser Schmidt um 1765. [6]
Pranger
mit Kette und Eisenkugel aus der Zeit um 1700 mit einer Inschrift, die an die Verleihung des Marktrechts 1583 erinnert. [7]

Wirtschaft und Infrastruktur

Weinbau

Zöbing zählt zu den wichtigsten Weinbauorten des Kamptals. Der Heiligenstein, eine der bedeutenden Rieslinglagen Europas, befindet sich im Ortsgebiet.

Brandschutz

  • Freiwillige Feuerwehr Zöbing

Verkehr

Zöbing liegt an der Kamptalstraße (B34) und an der Kamptalbahn. Die ÖBB betreiben die Haltestelle Zöbing/Kamp. Das Linienbusunternehmen PostBus fährt in Zöbing die Haltestelle Zöbing/Kamp Abzw. Fahnberg der Linie 1407 (Schiltern-Langenlois) an. Der 115,6 Kilometer lange Kamptalweg mit seinem Ausgangspunkt in Altenwörth und seinem Zielpunkt in Zwettl führt durch Zöbing.

Literatur

  • Hermann Grünstäudl: Ebingen, Cebingen, Zöbing. Eine Ortsgeschichte. Zöbing 2000.
  • Susanne Hawlik: Sommerfrische im Kamptal. Der Zauber einer Flusslandschaft. Wien/Köln/Weimar 1995, ISBN 978-3205983156.

Einzelnachweise

  1. Historisches Ortslexikon Niederösterreich, Teil 2, S. 92.
  2. Werner Vasicek: Das Jungpaläozoikum von Zöbing. In: Exkursionen im Jungpaläozoikum und Mesozoikum Österreichs. Wien 1991.
  3. Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. 8. Aufl., Salzburg 1984, S. 240-241, ISBN 390017301X.
  4. Susanne Hawlik: Sommerfrische im Kamptal. Der Zauber einer Flusslandschaft. Wien-Köln-Weimar 1995. ISBN 978-3-205-98315-6.
  5. Herman Rafetseder: Gebiets- und Namensänderungender Stadtgemeinden Österreichs seit der Mitte des 19. Jahrhunderts (= Forschungen zur Geschichte der Städte und Märkte Österreichs 2). Linz 1989, S. 180. ISBN 3-90038722-2.
  6. Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. 8. Aufl., Salzburg 1984, S. 240-241, ISBN 390017301X.
  7. Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. 8. Aufl., Salzburg 1984, S. 240-241, ISBN 390017301X.