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Die Mussen #

"Auf der Mussen"

Der Titel gibt die authentische Bezeichnung wieder, aber im allgemeinen Verständnis heißen sie nur "die Mussen".
Der Name bezeichnet eine offene Fläche am Südhang des Bergrückens. Es ist eine Hochmahd ganz besonderer Art.
Wo liegen die Mussen? Westlich des Gailberg-Sattels, der Kärntens Oberdrauburg im Drautal, mit Kötschach-Mauthen im Lesachtal, verbindet (siehe Karte).
Die Mussen reichen von ca. 1800 auf etwas über 2000 Meter und erstrecken sich in ihrer Länge über etwa 5 km.

Die Mussen sind Naturschutzgebiet und Besucher werden aufgefordert, die Bergwiesen nicht zu betreten, sondern auf den Wegen und Steigen zu bleiben.

Damit soll die besondere Pflanzenvielfalt geschützt werden, deren spezielles Aushängeschild die Prachtlilie ist.
Die Prachtlilie wird auch Paradies-Lilie (Paradisea liliastrum) genannt, da sie dem italienischen Naturforscher Conte Paradisi gewidmet wurde.

Die Artenvielfalt auf den Mussen ist tatsächlich umwerfend:
Allermannsharnisch, Anemonen, schwefelgelb und weiß, Arnika, Bartnelken, Bergastern, Brandorchidee, Grüner und Weisser Germer, Kugelochis, Mondraute, Flockenblume, Knabenkräuter, Kugelblumen, Küchenschellen, Laserkraut, Pippau, Orange Platterbse, Rote Brunelle, Stengelloser Enzian, Steinröschen, Teufelskrallenarten, Tormentill, Trollblumen, Türkenbund-Lilie, Tüpfelenzian, Wiesenraute und - eben die Prachtlilie machen in ihrer Menge das Besondere der Mussen aus. Dabei ist die Aufzählung nicht vollständig.

... denn zu dem kommen noch die "normalen" Pflanzen der Bergmahden:
Ampfer, Bocksbart, Brillenschötchen, Ehrenpreis, Glockenblumenarten, Frauenmantel, Ferkelkraut, Habichtskraut, Hahnenfuß, Heidelbeeren, Hornklee, Klappertopf, Klee, rot und weiss, verschiedene Leinkräuter, Lichtnelken, Margeriten, Pyramidengünsel, Schafgarbe, Sonnenröschen, Taubenkropf, Tormentill, Vergißmeinnicht, Wegerich-Arten, Wundklee ... dazu die Vielfalt der Gräser.

Von der Pflanzenwelt abgesehen bieten die Mussen einen herrlichen Ausblick auf die Berge und Täler der Umgebung.
Kärnten hat also mehr zu bieten, als schöne Seen.

Prachtlilie
Prachtlilie
Foto: Waldbär der  VI.
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