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Trujillo - Huaca la Esmeralda#

Trujillo - Huaca la Esmeralda
Trujillo - Huaca la Esmeralda, July 2010, © Gerhard Huber, under CC BY-NC 4.0 +Edu

Obwohl die Sonne im Weltbild der Chimu einen hohen Stellenwert hatte, verehrten sie den Mond als wichtigsten Gott, weil er in der Lage war, die Sonne zu verdecken. Sonnenfinsternisse waren deshalb stets Anlass für große Feste. Das Wachstum der Pflanzen, die Ernten und die Gezeiten schrieben die Chimú dem Wirken des Erdtrabanten zu. Als Mondtiere genossen Hund, Wolf und Fuchs große Verehrung. Das nächtliche Winseln des Hundes wurde als Zwiesprache mit dem Mond gedeutet. Im Weltbild der Chimu spielten Opfergaben an die Götter eine zentrale Rolle, so auch im Regenbogentempel. Knochenfunde von Kindern legen sogar Menschenopfer nahe. Seinen Namen hat der Tempel von den zahlreichen Regenbogenmotiven in den Lehmmauern des Heiligtums. In vielen antiken Kulturen galt der Regenbogen als Lebensspender. Angesichts der trockenen Umgebung verwundert es nicht, dass sich die kultischen Zeremonien meist um den lebensspendenden Regen drehten. Wahrscheinlich fanden in diesem Tempel Fruchtbarkeitsrituale statt, wobei auch dem Meer mit seinem Fischreichtum hohe kultische Verehrung zukam.