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Jamestown Settlement#

Jamestown Settlement
Jamestown Settlement, August 2017, © Gerhard Huber, under CC BY-NC 4.0 +Edu

Die ersten Pioniere errichteten, begleitet von heftigen Gefechten mit den Indianern, in nur 19 Tagen eine befestige Siedlung. Alles war bereit. Doch statt Gold und anderen Reichtümern fanden die Siedler nur Hunger und Krankheiten. Das sumpfige Gelände eignete sich nicht für den Ackerbau. Der Wildreichtum war schnell erschöpft und Trinkwasser Mangelware. Verzweiflung machte sich breit. Ein halbes Jahr nach Ankunft lebten nur noch 40 Männer, die sich durch Kannibalismus am Leben erhielten. Sie taten – so berichtet ein Zeitzeuge – nichts mehr außer sich zu beklagen. Dann übernahm ein Söldner namens John Smith das Kommando. Er stellte Handelsbeziehungen zu den Indianern her und garantierte so im allerletzten Moment das Überleben der kleinen Kolonie. Die Motivation stieg. Weitere Schiffe kamen und brachten unter anderem den Landwirt John Rolf mit, der der kleinen Kolonie durch die Entwicklung einer neuen Tabaksorte einen wahren Exportschlager bescherte. Dieser Tabak bildete die wirtschaftliche Grundlage. Ohne ihn wäre die Kolonisation vermutlich endgültig gescheitert. Der politische Wendepunkt folgte im Jahr 1619. Damals trat erstmals das House of Burgesses zusammen, eine Art Parlament, in die jede Pioniersiedlung aus Virginia zwei Abgeordnete entsandte. Das erste demokratische Regierung auf amerikanischem Boden war entstanden - mit Jamestown als Hauptstadt. Dasselbe Jahr markiert jedoch auch ein anderes Ereignis, den Beginn des Menschenhandels. Damals landeten die ersten schwarzen Sklaven in Jamestown. Und nicht ganz unwichtig: erst ein Jahr später und damit 13 Jahre nach Gründung der Kolonie, kamen die ersten Frauen nach Jamestown, 90 an der Zahl.
The first pioneers, accompanied by fierce battles with the Indians, built a fortified settlement in just 19 days. Everything was ready. But instead of gold and other treasures, the settlers only found hunger and disease. The marshy terrain was not suited for agriculture. The abundance of game was quickly exhausted and drinking water scarce. Despair crept in. Half a year after their arrival, only 40 men survived who were kept alive by cannibalism. According to a contemporary witness they did nothing but complain. Then a mercenary named John Smith took command. He established trade relations with the Indians and thus guaranteed the survival of the small colony at the very last moment. The motivation increased. Other ships came and brought, inter alia, the farmer John Rolf, who brought the small colony a true export hit by developing of a new type of tobacco. This tobacco was the economic basis. Without it, the colonization would probably have failed. The political turning point followed in 1619. It was the first time then that the House of Burgesses came together, a kind of parliament, into which every pioneering settlement in Virginia sent two deputies. The first democratic government on American soil had emerged - with Jamestown as its capital. However, the same year marks another event, the beginning of humn trafficking. That year, the first black slaves landed in Jamestown. And not forgetting: only one year later, and thus 13 years after the founding of the colony, the first women came to Jamestown, 90 in number.