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Ainis
Ainis, April 2012, © Gerhard Huber, under CC BY 4.0

The Hani, known in the neighbouring countries as Akha, are one of the numerous mountain peoples of Southeast Asia. Originating from Tibet, the descend from frog's eyes (according to the legend), and traditionally cling to animism, which represents a dualistic world view. The entire cosmos exists at the same time in two identical forms: in a visible, material sphere, and in an invisible, spiritual one. Every plant, every animal, even every stone, is perceived as souled and has its own will. Man also consists of a body and a potentially immortal soul. Therefore, the ancestral cult plays a central role. Relatives of a deceased are responsible for his soul, they have to provide for it and commemorate it. Besides that, there are also all sorts of good and evil spirits, which serve as an explanatory model for natural phenomena, diseases, crop failures, famines and other disasters. By means of sacrifices and certain rites they can be propitiated or even banished. Ideas of omnipotent gods are unknown in animism, although there is usually one supreme being which has created everything. However, it does not figure into everyday life.
Die Hani, die in den Nachbarländern unter dem Namen Akha bekannt sind, bilden eines der zahlreichen Bergvölker Südostasiens. Sie kommen ursprünglich aus Tibet, stammen der Legende nach von Froschaugen ab und sind traditionell dem Animismus verhaftet, der eine dualistische Weltsicht vertritt. Der gesamte Kosmos existiert zugleich in zwei identischen Formen: einer sichtbaren, materiellen, und einer unsichtbaren, geistigen Sphäre. Jede Pflanze, jedes Tier, ja sogar jeder Stein wird als beseelt wahrgenommen und ist mit einem eigenen Willen ausgestattet. Auch der Mensch besteht aus einem Körper und einer potentiell unsterblichen Seele. Daher spielt der Ahnenkult eine zentrale Rolle. Verwandte eines Verstorbenen sind für dessen Seele verantwortlich, müssen sie versorgen und ihrer gedenken. Daneben gibt es noch allerlei gute und böse Geister, die als Erklärungsmuster für Naturphänomene, Krankheiten, Missernten, Hungersnöte und andere Katastrophen dienen. Durch Opfergaben und bestimmte Riten können sie milde gestimmt oder auch vertrieben werden. Vorstellungen von allmächtigen Göttern sind im Animismus unbekannt, obwohl meist ein höchstes Wesen existiert, das alles erschaffen hat. Es spielt im Alltag der Menschen jedoch kaum eine Rolle.