Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast

Frankincense - Gum#

Frankincense - Gum
Frankincense - Gum, March 2015, © Gerhard Huber, under CC BY-NC 4.0 +Edu

Weihrauch ist das Harz eines strauchartigen Baumes, das durch gezielte Einschnitte angezapft wird. Je nach Alter liefert der Baum zwischen 3 und 8 kg Harz. Das mühsame Sammeln machte den Weihrauch schon am Ort seines Vorkommens zur Luxusware. Er wurde mit Gold aufgewogen. Nur 3500 Familien besaßen das Recht, Weihrauch zu ernten, was ihnen einen fast religiösen Status einbrachte. Die Männer durften während der Ernte weder mit Frauen verkehren noch an Begräbnissen teilnehmen. Ob in Ägypten, Babylon, Griechenland oder Rom - fast alle Religionen sahen im Wohlgeruch des Weihrauchs ein Merkmal göttlichen Lebens. Kein Triumphzug, keine Kulthandlung und kein Gastmahl war ohne Weihrauch denkbar. Überdies wurde er als Heilmittel gegen Asthma, Frauenleiden, sowie gegen Magen- und Darmerkrankungen eingesetzt. Er gilt bis heute als entzündungshemmend und desinfizierend. Der Rauch soll zudem antidepressiv wirken. Die Einnahmen aus dem Weihrauchhandel machte sich vor rund 2500 Jahren eine kluge Frau zunutze, um eines der wohlhabendsten Reiche der Geschichte aufzubauen. Die legendäre Königin von Saba regierte im jemenitischen Marib über ein riesiges südarabisches Reich. Sie hatte das Monopol auf den Weihrauchhandel und bildete zusammen mit ihren Vasallenstaaten gleichsam die OPEC der Antike. Später verdienten sich die Nabatäer in der Handelsmetropole Petra eine goldene Nase am Weihrauch. Im 6. Jh. n.d.Z. begann der Niedergang des Weihrauchhandels, u.a. weil das Christentum in seiner Frühphase den Gebrauch des berauschenden Stoffes ablehnte. Er enthält übrigens ähnliche Ingredienzen wie Haschisch.