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Clapham Junction#

Clapham Junction
Clapham Junction, March 2016, © Gerhard Huber, under CC BY 4.0

The Dingli Cliffs rising up 200 metres from the waters of the Mediterranean make Malta's west coast an impressive natural phenomenon. One kilometre from the scarp lies a mysterious place: Clapham Junction. In the middle of an isolated plateau, enigmatic grooves stretch through the karstic soil. Archaeologists presume that the 40 cm deep notches could be drag marks formed in the Bronze Age 3500 years ago. For kilometres they connect valleys and settlements. However, no traces of draught animals have been found, so that the theory of the drag marks has always been doubted. Also it is hard to imagine what kind of goods people should have transported criss-cross the island in such a laborious way. It also could be a natural phenomenon. Chemical processes of running off water on bare limestone also form grooves. However, the depressions have a constant track width of 1 m 40. Maybe they are after all of artificial origin? Since especially many grooves were found near Bronze Age villages, a more recent theory says that they could have been a collecting system for rainwater.
200 m hoch stürzen die Dingli Cliffs in die Fluten des Mittelmeeres und machen Maltas Westküste zum beeindruckenden Naturschauspiel. Einen Kilometer vor der Abbruchkante liegt ein geheimnisvoller Ort: Clapham Junction. Mitten auf einer einsamen Hochebene ziehen sich rätselhafte Steinrillen durch den karstigen Boden. Hinter den 40 cm tiefen Einschürfungen im Felsen vermuten Archäologen Schleifspuren, die in der Bronzezeit vor 3500 Jahren durch Transportkarren auf Kufen entstanden sein sollen. Kilometerlang verbinden sie Täler und Siedlungen. Allerdings hat man keinerlei Spuren von Zugtieren gefunden, sodass die Theorie der Schleifspuren schon immer angezweifelt wurde. Auch kann man sich nicht vorstellen, welche Güter die Menschen damals auf so mühsame Art kreuz und quer über die Insel gezogen haben sollen. Es könnte sich nämlich um ein natürliches Phänomen handeln. Chemische Lösungsvorgänge des ablaufenden Wassers auf nacktem Kalkstein bildet ebenfalls Rillenmuster. Allerdings weisen die Vertiefungen eine konstante Spurweite von 1m 40 auf. Sind sie vielleicht doch künstlichen Ursprungs? Da man besonders viele Rillen in der Nähe von bronzezeitlichen Dörfern fand, besagt eine neuere Theorie, es handle sich um ein Auffangsystem für Regenwasser.