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Notiz 092: Redaktionsarbeit#

(Auftakt in Hofstätten an der Raab)#

Von Martin Krusche#

Der vergangene Mai hat uns Lockerungen der Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung gebracht. Das verlangt von uns, zügig herauszufinden, wie wir unsere Vorhaben unter den gegebenen Bedingungen umsetzen können, bevor sich Situation und Reglements wieder ändern. Das Projekt „Wegmarken“ war etliche Zeit völlig in der Schwebe geblieben.

Projektleiter Peter Moser (links) und Hofstättens Bürgermeister Werner Höfler. (Foto: Martin Krusche)
Projektleiter Peter Moser (links) und Hofstättens Bürgermeister Werner Höfler. (Foto: Martin Krusche)

Projektleiter Peter Moser hatte nun für den 15. Juni 2021 eine erste Redaktionssitzung vereinbart. Bürgermeister Werner Höfler erwartete uns im Gemeindezentrum. Wir mußten die Hauptmotive der Gemeinde Hofstätten an der Raab festlegen und Kontaktpersonen zu eruieren. Das heißt, ich legte ein Album mit Vorschlägen auf den Tisch, Höfler prüfte, was allenfalls fehlt, wir besprachen verfügbare Details.

So viele Unwägbarkeiten bei der Arbeit. Und die stets neu notwendigen Terminverschiebungen. Unser Projekt hat einen wesentlichen Teil, der von realer Begegnung mit Menschen handelt. Wo es um das Wissen über alte Objekte geht, betrifft das vielfach vor allem alte Menschen. Da war in den Glanzzeiten der Corona-Pandemie gerade wenig zu machen.

Aber nun sind die Bedingungen vergleichsweise günstig. Anfang Juni hatte ich mit Moser den Projektfahrplan besprochen, denn es mußte etliches neu aufgestellt werden; siehe dazu: „Zeichen im Raum“ (Die nächste Phase der „Wegmarken“)

Album-Blätter als Arbeitsgrundlage, Ergebnisse der Rundgänge.
Album-Blätter als Arbeitsgrundlage, Ergebnisse der Rundgänge.

Ich habe außerdem vor einer Weile begonnen, mir täglich die Inzidenzzahlen des Bezirks zu notieren, um daran eine Tendenz ablesen zu können. Das Gedeihen der Viren hängt ja sehr wesentlich vom Verhalten der Menschen in Gemeinschaft ab. (Nur wenn die Zahlen runtergehen, macht die Behörde auf.)

Ganz egal, was diverse Spezialkräfte mit abgeschlossenem Youtube-Studium von den Reglements der Regierung halten, wir bleiben auf Konsens im Umgang mit den Verordnungen angewiesen, da unterm Strich vor allem auch Haftungsfragen bestehen. In diesem Punkt ist derzeit keiner meiner Bürgermeister zu Experimenten aufgelegt. Hier ein paar wesentliche Markierungen, die uns Spielraum schaffen:

  • 16.05.21: 96,0 (Bezirk Weiz unter 100!)
  • 27.05.21: 45,2 (Bezirk Weiz unter 50!)
  • 11.06.21: 15,4 (Bez. Weiz unter 20!)
  • 15.06.21: 8,8 (Bez. Weiz unter 10!) (Quelle)

Ein amüsantes Detail#

Facebook hat eine „Erinnerungsmaschine“. Das heißt, die Software greift zu jedem Datum frühere Einträge auf und bietet sie zur neuerlichen Veröffentlichung an. Auf den Tag genau im Jahr 2016 gab es (am 15. Juni) ein Meeting zu Fragen des EU-Programmes LEADER und möglicher kultureller Vorhaben.

Die Steiermark hatte sich von einigen Schlägen der vergangenen Jahre noch nicht recht erholt. Die Gemeindestrukturreform mit den Zusammenlegungen von 2015 („Reformen für eine gute Zukunft“) war naturgemäß eine Quelle von viel Unruhe. Wir mußten konzeptionell und strategisch auf eine schmerzliche Verknappung von Ressourcen reagieren. Hier ein Auszug aus dem Artikel zum Foto von 2016:

Gleiches Datum, bloß 2016: kleine LEADER Kulturkonferenz
Gleiches Datum, bloß 2016: kleine LEADER Kulturkonferenz

Dorf 4.0: Konsens-Fragen#

(…) Dieses Bezugsfeld hat sich in den letzten Jahren gravierend verändert, was von zwei wesentlichen Kräftespielen bestimmt war. Das eine kam aus der amerikanischen Finanz- und Immobilienkrise, welche um die Welt ging und sich Ende 2010 mit unseren hausgemachten Problemen vermengte. Das andere kam aus dem Ringen rund um die jüngsten Gemeindefusionen, bei dem es viel Kleinholz gegeben hat.

Zu diesem prächtigen Blütenstrauß von Belastungen erlebt die Steiermark gerade ihr zweites, äußerst karges Doppelbudget, was nur einen der Ressourceneinbrüche ergab, dank derer hinter weitgehend verschlossenen Türen erhebliche Verteilungskämpfe entbrannt sind.

In diesen Umbrüchen verzichteten nun drei Bürgermeister im Kulturbereich auf ein Wettrennen um Standortvorteile. Sie setzen auf Kommunikation und Kooperation mit einem Rudel von Kulturschaffenden. (…) Das ist ein Textauszug! Der Volltext: Link