Ein Sommerabend III: Plautz#
(In Sachen Bachmann, die Dokumentation)#
Von Martin Krusche#
In unserem vorangegangenen Projekt hatten wir klar gemacht, daß wir auf Druckwerke nicht verzichten können. Für „Mini Fabula“ hieß es: „Von der Gutenberggalaxis in den Cyberspace und zurück“.
Das bedeutet, wir erschließen uns die gesamte Raumsituation, das Virtuelle eben inklusive, aber der Leseakt mit dem Buch in der Hand kann dabei keinesfalls aufgegeben werden. Es ist eine kognitiv grundlegend andere Situation als das Wischen auf Oberflächen. Bücher zu lesen schafft eine neurologisch völlig andere Situation.
Bei unseren Sessions gibt es natürlich Büchertische. Das verweist auf einen speziellen Aspekt. eine gut geführte Buchhandlung gilt uns als ein Bollwerk des geistigen Lebens. Das handelt von einer speziellen Raumsituation, von einem kontrastreichen Sortiment und von einem Team, das dem Genre auch inhaltlich verbunden ist.
Ein solches Bollwerk des geistigen Lebens ist die Gleisdorfer Buchhandlung Plautz. Ein Betrieb von überregionaler Relevanz. Diesem Engagement konnte vor etlichen Jahren auch das Ankommen von Diskont-Läden nichts anhaben. Ein deutlicher Hinweis, daß es in diesem Metier nicht bloß um Ökonomie, sondern auch um kulturelle Inhalte geht. Für derlei sturmerprobte Kontinuität stand über Jahrzehnte Unternehmerin Helga Plautz, die wir an jenem Sommerabend unter den Gästen begrüßen durften.
- Die Dokumentation: Böhmen liegt am Meer (Übersicht)

