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(„Selbstportrait der KI“, prompted by Mathias Petermann.)
(„Selbstportrait der KI“, prompted by Mathias Petermann.)

Selbstportrait der Künstlichen Intelligenz#

(Mathias Petermann zerrt am Vorhang)#

von Martin Krusche

Aus unserer jüngsten Debatte über die sogenannte „Künstliche Intelligenz“ blieb ein kleiner Dissens liegen. Ich halte selbstlernende Systeme aktuell für ein Faktum. Petermann scheint überzeugt zu sein, daß das, was neue Maschinen tun, kein Lernen sei.

Möglicherweise ein semantisches Problem. Deshalb keineswegs unbedeutend. Wir brauchen Klarheit über unsere Begriffe, damit Kommunikation gelingen kann. Ich bin dabei in die soziokulturellen Aspekte vernarrt, Petermann geht in einige Fundamente hinein.

Dieses Bild ist ein Beispiel seiner Bemühung, erstens in die Code-Ebene der Maschine zu gelangen, zweitens die Bedeutungen der Algorithmen zu begreifen und drittens etwas von seinen Erkundungen sichtbar zu machen. Man könnte sagen, er greift der Maschine in die Eingeweide.

So meint Petermann zur „KI - Mensch – Konstellation“ und zu seinem Metier beispielsweise: „…also es handelt sich hierbei nicht nur um die Fotografie nach der Fotografie nach der Fotografie, sondern vielmehr: Da ist ein omnipräsenter Maschinengeist, welcher das Verhalten der Menschen ändert und digitale Inhalte in der Aufnahme wandelt. Es ist fernab einer generell verändernden Invention wie es die Fotografie einst war; jedoch ein Mechanismus, welcher die Wahrheitsansprüche von Informationen marginalisiert und blindes Vertrauen der (generellen Mehrheit der) Nutzer etabliert.“

Petermann will ganz offenkundig hinter den Vorhang blicken, der zwischen unseren Verständigungsmitteln und der Maschinensprache herumhängt. Was Maschinensystem heute können, liegt weit über dem, was ich zwischen der Mitte der 1980er und dem Ende der 1990er für kommend hielt. Da sollten wir nicht nur ins Grübeln, sondern auch ins Handeln kommen.